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Mann (23) überfahren - nachdem er die Polizei die ganze Nacht auf Trapp geha ...

Mann (23) überfahren - nachdem er die Polizei die ganze Nacht auf Trapp gehalten hatte!

News Team
20.11.2017, 14:50 Uhr
Beitrag von News Team

Oldenburg (ots) - Der 23-jährige Mann, der am Sonntag um 7.20 Uhr bei einem tragischen Verkehrsunfall auf der Oldenburger Straße in Rastede von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden ist, war kurz zuvor in weitere Polizeieinsätze verwickelt.

Gegen 5.50 Uhr meldete sich der Mann auf der Wache der Polizei in der Wallstraße. Er gab dort an, dass er kurz zuvor von dem Türsteher einer Gaststätte in der Innenstadt abgewiesen worden sei. Mit dieser Maßnahme sei er nicht einverstanden; er forderte die Beamten mehrmals auf, dafür zu sorgen, dass er in die Gaststätte eingelassen wird.

Nachdem die Beamten dem Mann die rechtliche Situation erklärt und auf das Hausrecht des Türstehers hingewiesen hatten, reagierte er uneinsichtig und begann, in den Räumen der Wache herumzuschreien. Der 23-Jährige wurde daraufhin aufgefordert, das Gebäude zu verlassen. Auf dem Parkplatz der Dienststelle fiel der Mann weiter durch Geschrei auf; kurz darauf hämmerte er mit Fäusten gegen die Fensterscheiben der Polizeiwache. Ein Platzverweis vom Gelände der Dienststelle führte zu keinem Erfolg; daraufhin entschieden sich die Beamten, ihn mit einem Streifenfahrzeug zu seiner Wohnanschrift zu bringen.

Aufgrund eines Wohnhausbrandes im Eßkamp und der dadurch erforderlichen Löscharbeiten an der Einmündung Eßkamp/Nadorster Straße fuhren die Beamten mit dem 23-jährigen über die Autobahn in Richtung der Anschlussstelle Etzhorn, wo er schließlich um 6.30 Uhr wegen eines dringenden Folgeeinsatzes auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarktes am Stubbenweg entlassen wurde. Der Mann war zu diesem Zeitpunkt klar orientiert; eine Beeinflussung etwa durch Alkohol war nicht feststellbar. Die Beamten erklärten dem Oldenburger deutlich, in welche Richtung er laufen müsse, um seine Wohnanschrift zu erreichen.

Gegen 6.50 Uhr meldeten sich Verkehrsteilnehmer über Notruf bei der Polizei und schilderten, dass ein Fußgänger auf der Fahrbahn der Oldenburger Straße im Rasteder Ortsteil Wahnbek unterwegs sei. Diese Person sei schlecht sichtbar und würde nicht den neben der Fahrbahn vorhandenen Gehweg benutzen. Daraufhin wurde eine Streifenwagenbesatzung eingesetzt, um nach dem unbekannten Fußgänger zu suchen. Wenige Minuten später trafen die Beamten an der von den Anrufern beschriebenen Stelle einen jüngeren Mann an; während der Überprüfung rannte der Mann zunächst von der Fahrbahn auf den Geh- und Radweg und dann weiter in Richtung Rastede davon, vermutlich um sich einer weiteren Kontrolle durch die Polizeibeamten zu entziehen. Eine Gefährdung der Person durch den Fahrzeugverkehr war nun nicht mehr gegeben, da sich der Mann als Fußgänger nun ordnungsgemäß auf dem Geh- und Radweg in Richtung Rastede fortbewegte und augenscheinlich nicht alkoholisiert war.

Knapp 30 Minuten später kam es dann in der Nähe zu dem tödlichen Verkehrsunfall. Bei dem 23-jährigen Unfallopfer dürfte es sich um die Person gehandelt haben, die kurz zuvor von Verkehrsteilnehmern auf der Fahrbahn gesehen worden war. Den Ermittlungen zufolge war der Mann zwischenzeitlich wieder auf die Fahrbahn getreten.
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