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Trotz Tempolimit: Diesel-Abgas-Alarm in 70 Städten - Drohen jetzt Fahrverbote?

Trotz Tempolimit: Diesel-Abgas-Alarm in 70 Städten -  Drohen jetzt Fahrverbo ...
News Team
01.02.2018, 10:48 Uhr
Beitrag von News Team

Die Luftverschmutzung durch Diesel-Abgase in deutschen Städten ist zwar leicht zurückgegangen, bleibt jedoch besorgniserregend. Laut Schätzungen des Umweltbundesamtes (UBA) wird der Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) pro Kubikmeter Luft in 70 Städten überschritten. Im Jahr 2016 waren noch 90 Kommunen verschmutzt.

UBA-Präsidentin Maria Krautzberger bestätigte, dass kommunale Maßnahmen wie Tempolimits und Straßen-Verengungen erste Wirkung zeigten würden, warnte aber auch:

Die Entwicklung geht in die richtige Richtung. Wir sind noch längst nicht am Ziel.

München am schmutzigsten


Am stärksten ist laut Umweltbundesamt die Stickstoffdioxid-Belastung in München (78 Mikrogramm pro Kubikmeter), dahinter folgen Stuttgart (73) und Köln (62).
Weitere verschmutzte Städte: Reutlingen (60), Hamburg (58), Düsseldorf (56), Kiel (56), Heilbronn (55), Darmstadt (52), Ludwigsburg (51).

Die anhaltende Verschmutzung sei laut UBA ein Indiz dafür, dass Umbauten an Diesel-Motoren notwendig seien. Neue Abgas-Software für ältere Diesel und Prämien für den Kauf sauberer Neuwagen reichen nicht aus.

EU-Kommission droht mit Klage


Trotz der leichten Verbesserung, hat die EU-Kommission keine Geduld mehr mit Deutschland. Laut "Bild" setzt die Kommission Deutschland und anderen Ländern mit hoher Luftverschmutzung eine letzte Frist bis 5. Februar. So könne eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof nur noch verhindert werden, wenn Schritte "ohne jegliche Verzögerung" zur Einhaltung der Grenzwerte führen.

In Deutschland ist bis heute knapp jedes zweite Auto ein Diesel. Diese werden als Hauptverursacher der Luftverschmutzung angesehen.

Fahrverbote drohen


Die Deutsche Umwelthilfe klagt daher in 19 Städten auf Einhaltung der Grenzwerte und hat nach eigenen Angaben alle entscheidenden Verfahren gewonnen. Zuletzt hatte das Verwaltungsgericht München dem Freistaat Bayern eine "dreiste Missachtung eines Gerichtsurteils" vorgeworfen, weil der Freistaat die Planung eines Diesel-Fahrverbot für die Landeshauptstadt ablehnt.

Sollten die Gerichte der Deutschen Umwelthilfe recht geben, könnten in den betroffenen 19 Städten 1,4 Millionen Diesel-Autos von Fahrverboten betroffen sein.

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