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Von O bis O – Winterreifen kontra Ganzjahrespneus

Von O bis O – Winterreifen kontra Ganzjahrespneus

Wolfgang Stegers
27.03.2018, 11:18 Uhr
Beitrag von Wolfgang Stegers

Auch wenn es manchem mancherorts noch nicht so erscheint, der Frühling bricht sich Bahn. „Der alte Winter in seiner Schwäche“, so beobachtete Goethe treffend im Osterspaziergang von Faust I, „.“zieht sich in rauhe Berge zurück. Von dort her sendet er, fliehend, nur ohnmächtige Schauer körnigen Eises.“ Ja, es riecht nach Frühling und daher ist es Zeit, die Winterreifen von den Felgen zu holen. Die Faustregel gilt, Sommerreifen werden „von O bis O“, also Ostern bis Oktober gefahren. Wichtiger sind jedoch die Witterungsverhältnisse. Bleibt die Außentemperatur am Tag bei mindestens sieben Grad Celsius und sind die Nächte frostfrei heißt es: Reifen wechseln!

Keine gesetzliche Pflicht


Sommerreifen sind im Gegensatz zu Winterreifen gesetzlich nicht vorgeschrieben, jedoch bei bestimmten Wetterverhältnissen dringend empfohlen. So sind unter anderem die Materialeigenschaften an die unterschiedlichen Temperaturen angepasst. Ein Sommerreifen besitzt eine härtere Gummimischung, die auch bei Temperaturen im Plusbereich fest genug bleibt. Dadurch werden wichtige Eigenschaften wie Bremsweg und Traktion positiv beeinflusst. Aber auch Verschleiß und Kraftstoffverbrauch sind gesenkt. Ab einer Außentemperatur von mindestens sieben Grad Celsius über einen längeren Zeitraum hinweg und nächtlichen Temperaturen ohne Frost zeigen Sommerreifen bereits deutlich bessere Eigenschaften und sollten aufgezogen werden.

Das Profil entscheidet


Ebenfalls unterscheidet sich das Reifenprofil. Im Winter, wenn Schnee und Schneematsch die Straßen bedecken können, braucht ein Autoreifen eine ausgeprägtere Struktur als zu anderen Jahreszeiten, wenn trockene oder regennasse Fahrbahnen die Bodenhaftung beeinflussen. Das Profil von Sommerreifen ist grundsätzlich besser geeignet, Wasser zu verdrängen und somit auch Aquaplaning zu verhindern. Wichtig ist dabei eine ausreichende Profiltiefe. Mindestens vier Millimeter sollte der Reifen noch haben, um optimal zu wirken, auch wenn der Gesetzgeber eine Mindestprofiltiefe von lediglich 1,6 Millimetern vorschreibt.

Ganzjahresreifen als Kompromiss


Auch wenn der saisonale Reifenwechsel aufwendiger ist, sind Allwetter- oder Ganzjahresreifen nur eine Kompromisslösung. Daran erinnert die Deutsche Verkehrswacht. Diese Pneus verschleißen schneller, da ihre Gummimischung und Profilstruktur ganz unterschiedlichen Anforderungen genügen muss. Für Vielfahrer und in Regionen mit hohen Temperaturschwankungen im Jahresmittel sind sie darum weniger geeignet.

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