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Retter kämpfen bei schwerem Unfall um ein Menschenleben - Gaffer halten voll ...

Retter kämpfen bei schwerem Unfall um ein Menschenleben - Gaffer halten voll drauf

News Team
28.03.2018, 10:17 Uhr
Beitrag von News Team

„Auffahrunfall mit einer eingeklemmten Person“, so lautete die Alarmierung für die Feuerwehren Wiesent und Wörth an der Donau am Dienstag (27.03.2018). Bei der Ankunft der ersten Kräfte auf der A3 bei Barbing (Lkr. Regensburg) in Fahrtrichtung Nürnberg ist klar, die gemeldete Situation entspricht der Wirklichkeit. Ein Trucker übersah hier die vor ihm abbremsenden Verkehrsteilnehmer und donnerte mit großer Wucht auf seinen Vordermann.

Jedoch haben die Einsatzkräfte nicht nur mit dem eingeklemmten Fahrer zu kämpfen, sondern auch mit den Gaffern. Die hofften einen Blick auf das Unfallgeschehen, den Schwerverletzten im Führerhaus und den leichtverletzten zweiten Brummifahrer zu erhaschen. Während die Kameraden der Feuerwehr rund 35 bis 40 Minuten darum kämpfen, den Verletzten aus der völlig deformierten Fahrerkabine zu befreien, kümmert sich die Polizei schon um die neugierigen Fahrzeugführer.

Glücklicherweise befanden sich Beamte der Bereitschaftspolizei im Rückstau des Verkehrsunfalls. „Diese Kollegen wurden gleich aufgefordert auf der Gegenfahrbahn einfach einmal zu schauen und entsprechende Maßnahmen gegen Gaffer und Videomacher zu ergreifen.“, erzählt Feuerwehrkommandant Amann. Die Polizeibeamten postierten sich bewaffnet mit einer Kamera am Fahrbahnrand, um ihrerseits die Filmenden im Video festzuhalten. Bei etwa 20 Fahrzeugführern gelang ihnen das auch – zuerst auf der Gegenfahrbahn und dann auch beim vorbeigeleiteten Verkehr. Die Fahrer bekommen dann in nächster Zeit wohl unangenehme Post.

Die Feuerwehr sieht das Ganze kritisch: „Für uns immer schwer nachvollziehbar, weil wir sind diejenigen, die helfen wollen, aber grundsätzlich steckt in jedem Menschen ein Stück Neugierde“. „Aber ich verstehe immer nicht, was daran Sinn macht, dass man sich am Leid anderer Menschen ergötzt oder zuschaut wie Rettungsarbeiten durchgeführt werden“, so Amann.

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