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Touareg zum Dritten: Das neue Luxus-SUV

Touareg zum Dritten: Das neue Luxus-SUV

Wolfgang Stegers
29.03.2018, 17:06 Uhr
Beitrag von Wolfgang Stegers

Schon bald rollt die neue, die dritte Generation des Touareg an den Start. Das große SUV ist für die Automarke Volkswagen ein wichtiges Modell, denn es soll den Anspruch untermauern: „Wir können auch Luxus“. Kein einfaches Unterfangen, schließlich teilt sich der Touareg die Basis mit den einerseits sehr sportlichen und andererseits überaus luxuriösen Brüden der VW-Gruppe: Lamborghini Ursus, Porsche Cayenne, Audi Q7 und Bentley Bentayga.

Spitzenmodell – Oberklassen-SUV


Früher wollte der Phaeton diesen Anspruch einlösen, er war aber nur für kurze Zeit das Topmodel bei Volkswagen, bis die Stufenlimousine vor zwei Jahren Jahren wegen chronischen Misserfolgs und mit nur 84 235 gebauten Fahrzeugen seit Ende 2001 endgültig eingestellt wurde. Er wollte die Marke auf Luxus trimmen, die Kunden nahmen es ihm aber nicht ab. Der Touareg ist jetzt das Flaggschiff und wurde bisher über 1 Million mal verkauft – und das als Oberklassse-Fahrzeug. Dabei unterstreicht er diesen Anspruch allein schon durch seine wuchtige Größe.

Lkw-Breite – eng wird’s


So folgt auch die dritte Generation dem allgemeinen Karosserietrend, in der Länge und damit einhergehend in der Breite weiter zu wachsen. Wenn auch der Wendekreis des Fünf-Meter-Brocken eng wie ein Golf ist, können Rangier- und Passiermanöver bei zwei Meter zwanzig (2208 mm) Breite manches Rätsel aufgeben. Die Gassen können gar nicht breiter, wie die SUVs dicker werden. Dass Weniger auch Mehr sein kann, zeigt das nun um einen Zentner reduzierte Gewicht. (Optisch erscheint das noch mehr, wenn man beim Zentner, „von hundert“ nicht von Kilogramm sondern wie früher üblich von Pfund ausgeht. Dann ist es doppelt so viel, zwei Zentner.) Dennoch bleiben es mehr als zwei Tonnen. Diese Ausmaßen erklären auch, dass im engen Stadtverkehr Fahrer kleinerer Personenwagen genervt sind, weil ein Vorbeifahren oft unmöglich wird.

Coupéschnitt - Masse verkleinern


Dabei haben die Designer alles getan, um die Außenhaut des Dickschiffs zu schleifen und als elegant empfinden zu lassen. Seitenlinien entspringen aus den Kotflügeln und der Front mit den dominanten schmalen Scheinwerfern und der waagerecht gegliederten Chromfront samt aufgekanteter Haube. Sie schwingen harmonisch entlang der Türen, gliedern die Fläche und münden im Heck. Die Dachlinie wiederum fällt nach hinten ab und gibt der Karosse einen Coupéschnitt. Trotz der eckigen Grundform sind Grill und Heck weich und fließend gestaltet, um die schiere Wucht aus der Masse zu nehmen. Auf den Showbühnen im Soloauftritt, wie unlängst auf dem Autosalon in Beijing als Premiere gezeigt, kann das skulpturhafte Blechkleid des Touareg glänzen, beweisen muss er sich am Straßenrand, wenn er in der Masse anderer Fahrzeuge abgestellt ist.

Assistenzsysteme – teilautonomes Fahren


Als Oberklasse-Fahrzeug darf es ihm an nichts fehlen. Als state-of-the-art-Fahrzeug sind alle jene technischen Raffinessen mit an Bord, die die Branche anbietet, die dem Fahrer helfen, Unfälle vermeiden und im Fall des Falles Schäden mildern. Unübersichtlich geraten all jene Anschlüsse, Kopplungen und Möglichkeiten, mit denen die moderne Kommunikationswelt auf dem Beifahrersitz platznimmt. Nun liegt es an dem Fahrer was und wie viel davon er zulässt, wie viel der per Sprachsteuerung dem System erzählt, via Gesten ihm klarmacht oder mittels tippendem Finger befiehlt.

Natürlich steht auch der Einstieg zum halbautonomen Fahren bereit, um im zäh fließendem Autobahnstau einfach den Wagen „machen“ zu lassen. Dann bleibt dem Fahrer sich in seiner Umgebung umzusehen, die tadellose Verarbeitung zu genießen, ausgesuchte Materialien zu befühlen und den Reisekomfort zu erleben.

Dieselmotoren – für dicke SUVs unverzichtbar


Natürlich werden auch wieder Dieselmotoren im Angebot auftauchen. In Westeuropa werden sie auch den Hauptanteil ausmachen, da die effizientere Verbrennung und das wuchtige Drehmoment der Selbstzünder solche Kolosse effizient antreiben. Zwei Selbstzünder-Sechszylindertriebwerke mit 3.0-Liter-Hubraum bei 231 oder 275 PS und im nächsten Jahr ein V8-Turbodiesel mit 421 PS. Eine Benzinvariante mit V6 und 340 PS ist ab Herbst im Angebot.

Neuwagenpreis – was ist das?


Wer sich über den Preis von 55.000 € nun freuen mag, dem sei gesagt, dass es schwer sein wird, für 66.000 Euro „seinen Lieblings-Touareg“ zu finden - aber eher reißt man die 100.000er Marke, nähert man sich der „Vollausstattung“. Und gewiss ist auch, 50 Prozent Nachlass auf den Neuwagen wird Volkswagen nicht geben, wie BMW der Handelskette Lidl für Dieselmodelle einräumt. Ein halbes Jahr später darf der Grossist diese weiter verhökern. Da stellt sich mancher die Frage: Was bedeuten eigentlich Neuwagenpreise für wen?

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