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Fiese Radfahrer-Masche: Deshalb habt ihr auf unseren Straße nichts verloren

Fiese Radfahrer-Masche: Deshalb habt ihr auf unseren Straße nichts verloren

News Team
16.09.2016, 12:00 Uhr
Beitrag von News Team

Gedränge, Gehupe, Gejaule auf Deutschlands Straßen: Jetzt reicht's mir. Schon wieder ein Fahrradfahrer auf der Straße unterwegs. Zehn Autos vor mir. Wegen starken Gegenverkehrs keine Chance zu überholen. Und direkt neben der Straße ein Fahrradweg - einsam, verlassen, unbenutzt. Wie mir geht's vielen anderen auch, die in gewisser Regelmäßigkeit Ähnliches erleben. Da kann einem schnell mal ein Schimpfwort über die Lippen kommen. Auch die Hupe ist in solchen Fällen nicht weit entfernt. Doch statt dass die Radfahrer auf ihren Weg wechseln, gestikulieren sie wild, machen den Scheibenwischer oder strecken den Mittelfinger in die Höhe. Höchste Zeit zu klären, was erlaubt ist - und was nicht. Vielleicht bin ich auch im Unrecht.

Die Fakten im Überblick:

1. Radfahrer müssen den Radweg benutzen, wenn ...

In Deutschland gilt die Radwegebenutzungspflicht. Das heißt, wo ein mit blauem Schild ausgewiesener Radweg ist, muss dieser auch benutzt werden. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) kennt keine Ausnahmeregelung. Auch Rennradfahrer müssen den Radweg benutzen.

2. Ausnahmen bestätigen die Regel

Ausnahmen: Radfahrer müssen den ausgeschilderten Radweg nur benutzen, wenn dieser auch befahr­bar ist. Liegen etwa Scherben darauf, ist er vereist oder durch Gegenstände versperrt, dürfen Radfahrer auf die Straße ausweichen. Lastenräder und Räder mit Anhängern, die zu breit für den Radweg sind, dürfen immer auf die Straße. Gleiches gilt für geschlossene Verbände ab 16 Radfahrern. Diese dürfen die Fahrbahn sogar zu zweit nebeneinander befahren, selbst wenn ein benutzungspflichtiger Radweg vorhanden ist (§ 27 StVO). Der Fahrradtyp spielt keine Rolle.

3. Rechts fahren

Auch für Radfahrer gilt das Rechts­fahr­gebot. Einen Radweg auf der linken Straßenseite dürfen sie nur benutzen, wenn ein Schild dies anordnet. Sonst heißt es: rechts auf der Fahr­bahn fahren, auch wenn es dort keinen Radweg gibt.

4. Gehwege nur für Kinder

Gehwege sind für Radfahrer tabu. Dort dürfen lediglich Kinder bis 10 Jahren radeln, Erwachsene nur, wenn der Gehweg durch ein Schild für Fußgänger und Radler freigegeben ist. Kinder bis acht Jahren müssen den Gehweg bei entsprechender Beschilderung nehmen.

5. Wer hat Vorfahrt am Zebrastreifen?

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Radfahrer auf dem Zebrastreifen die gleichen Rechte haben wie Fußgänger. Das stimmt, aber nur wenn die Radfahrer absteigen und ihr Vehikel schieben. Beabsichtigt der Radfahrer über den Zebrastreifen zu fahren, muss er Autos die Vorfahrt lassen.

6. Kein Helm = Mitschuld?

Kommt es zu einem Unfall mit einem Radfahrer, der keinen Helm trägt, haben diese eine Mitschuld - das stimmt nicht! Der Radfahrer erhält zwar in diesem Fall weniger Schadensersatz, doch für die Schuld­frage ist der Helm irrelevant.

7. Strafen

Genau wie für Autofahrer gibt es auch für Radler einen "Strafenkatalog":
- Nichtbenutzung des vorhandenen, beschilderten Radwegs: 20-35 Euro
- Radweg in entgegengesetzter Richtung fahren: 20-35 Euro
- Fahren auf dem Gehweg: 15-30 Euro
- Nebeneinanderfahren und Verkehr behindert: 20-30 Euro
- Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung: 25 Euro
- Rote Ampel überfahren: 60-120 Euro, 1 Punkt
- Bahnübergang trotz geschlossener (Halb-)Schranke befahren: 350 Euro, 1 Punkt

Also: Sich über Radfahrer auf der Straße bei vorhandenem Radweg zu ärgern, ist legitim. Doch was tun? Runterfahren ist keine Option! Mit etwas Abstand empfehle ich: durchatmen, nicht ärgern, sicher ankommen.

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27 Kommentare

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eine uebersetzung vom text
WHERE DO THE CHILDREN PLAY? SONGTEXT ÜBERSETZUNG

Ich kann mir gut vorstellen, das es schön ist Jumbo Jets zu bauen.
Oder eine Reise mit einem Hochgeschwindigkeitszug zu machen.
Den Sommer wie mit einem Spielautomaten einzuschalten
alles zu bekommen, was man will, wenn man will weil man immer alles bekommt.

Ich weiß wir sind einen weiten Weg gekommen
und die Welt ändert sich von Tag zu Tag
aber sagt mir, wo spielen denn die Kinder?

Und ihr fahrt auf den Straßen über frisches grünes Gras
mit LKW Ladungen voll Benzin.
Und ihr baut sie groß und macht sie stark.
Und ihr macht weiter und weiter und es scheint als gäbe es kein Ende.

Ich weiß wir sind einen weiten Weg gekommen
und die Welt ändert sich von Tag zu Tag
aber sagt mir, wo spielen denn die Kinder?

Ihr habt den Himmel erobert und Wolkenkratzer füllen ihn aus.
Wollt ihr weiterbauen, bis da oben kein Platz mehr ist?
Wird man uns sagen wann die Zeit zu lachen ist und wann die Zeit zu weinen?
Wird man uns sagen, wann wir zu leben haben und wann zu sterben?

Ich weiß wir sind einen weiten Weg gekommen
und die Welt ändert sich von Tag zu Tag
aber sagt mir, wo spielen denn die Kinder?
  • 16.09.2016, 14:01 Uhr
  • 0
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ich waere dafuer dass staette autofrei sind - parkplaetze vor der stadt - wohngebiete ohne autos - damit kinder einfach spielen koennen -
es gibt doch mitlerweile mehr parkflaechen wie spielplaetze und wiesen !!
  • 16.09.2016, 13:59 Uhr
  • 0
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Das Problem für den Radler sind eigentlich nur die renitenten Autofahrer, die denken, Radler hätten auf der Straße nichts zu suchen.
Hier in Kiel hat die Verwaltung große Schilder aufgestellt mit dem Inhalt "Radfahrer [b]dürfen [/b]Fahrbahn benutzen!", weil Autofahrer denken, Straßen wären nur für Autos. Letztens wollte mich sogar einer aus erziherischen Gründen übern Haufen fahren, weil ich ihm in einer Einbahnstraße entgegengeradelt kam ...
Warum können Autofahrer eigentlich so schlecht Schilder lesen?
Und warum fühlen sie sich in ihrem Auto so stark?
  • 16.09.2016, 13:47 Uhr
  • 0
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Wenn ich an der Bushaltestelle stehe oder gerade aussteige kann es passieren, dass mir ein Radfahrer über die Füße rollt. Sie nehmen keine Rücksicht auf Fußgänger. Ich bin für Halteschilder für Radfahrer wo Menschen in Gefahr sind.
Im Wald können sie ihr Freiheitsgefühl ausleben...
  • 16.09.2016, 13:10 Uhr
  • 1
Bushaltestelle ist gut, denn Du nutzt offenbar öffentliche Verkehrsmittel. Ansonsten gibt es natürlich blöde Radfahrer, die keine Rücksicht nehmen. Aber das Jammern der Autofahrer ist nur dumm. Würden alle, die mit dem Rad fahren, ebenfalls das Auto nehmen, würden alle darunter leiden. Dann ging in der Stadt gar nichts mehr!
  • 16.09.2016, 13:13 Uhr
  • 0
ja und ich erledige alles lieber zu fuß
aber die infrastrukturen sind nicht ausgebaut
einkaufen auf dem feld
so ungefähr
  • 16.09.2016, 13:22 Uhr
  • 1
Wie wäre es mal beim aussteigen nach rechts und nach links zu gucken? Tut nicht weh, ehrlich! Lieber gucken, statt immer nur auf das Smartphone zu glotzen!
  • 16.09.2016, 13:26 Uhr
  • 0
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Also "Fahrradwege" in der Stadt sind oftmals eine Zumutung ! Alle 50 Meter ein Bordstein oder "Ende de Fahrradweges", oder Schlaglöcher.
Schade das Politiker nur im Urlaub fern der Heimat radeln
In Münster scheint es doch auch zu klappen.
  • 16.09.2016, 13:08 Uhr
  • 0
Und zugeparkt von den armen Autofahrern sind sie meistens auch noch!
  • 16.09.2016, 13:10 Uhr
  • 1
Und ich hasse die Autofahrer, die mit ihren lauten und stinkenden Gefährten täglich für Smog sorgen . . .
Schon mal etwas von öffentlichen Verkehrsmitteln gehört ?
  • 16.09.2016, 13:12 Uhr
  • 1
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Was ich wirklich hasse, ist, wenn ich an der Kreuzung beim Stopschild
oder an der roten Ampel stehe, und die Radler drängeln sich rechts an mir vorbei. Beim Anfahren wird es dann oft richtig eng. Ich wäre dafür, daß Fahrräder genau wie Kfzs ein Kennzeichen tragen müßten und auch genau wie diese kontrolliert würden.
  • 16.09.2016, 13:08 Uhr
  • 2
Ja klar, die armen Autofahrer, die mit ihren Blechkisten die Städte verstopfen und vollparken und die Luft verpesten, müssen immer freie Fahrt haben.
  • 16.09.2016, 13:11 Uhr
  • 0
Recht hast du Christiane und Alfred, Typen wie DU, deine Einstellung und Ausdrucksweise, sind die Gründe warum Autofahrer ab und zu einen "Hals" auf Radfahrer haben.
  • 16.09.2016, 13:21 Uhr
  • 2
Ich bin selber oft genug mit dem Rad unterwegs.
Trotzdem bin ich der Meinung, daß sich Radfahrer genau wie
Autofahrer an Regeln zu halten haben.
  • 16.09.2016, 13:27 Uhr
  • 2
Natürlich haben die sich an Regeln zu halten und viele tun das nicht! Radfahrer sind nicht automatisch bessere Menschen oder klüger als Autofahrer!

Aber dass Autofahrer denken, es wären "Ihre Straßen", zeigt, was falsch läuft! Das Auto sorgt in der Stadt nur für Probleme, die durch verstärkten Radverkehr gelöst werden könnten. Dafür muss es aber ein anderes Bewusstsein geben. Bessere Radwege könnten eine Lösung sein. Dann würden noch mehr Menschen Rad fahren und die Situation entkrampfen.

Die derzeitigen Radwege sind oft eine Zumutung und lebensgefährlich! Alles für das Auto ist und bleibt ein Irrweg!

Würden Kinder bei uns gefahrlos mit dem Rad zur Schule fahren können, wäre schon viel gewonnen. Dann würden nicht mehr jeden Morgen zig SUV's die Geh- und Radwege vor den Schulen zuparken. Aber wer kann sein Kind guten Gewissens mit dem Rad in die Schule schicken, das ist unmöglich! Nicht wegen der verrückten Radfahrer, der Autofahrer wegen!
  • 16.09.2016, 13:31 Uhr
  • 1
Übrigens dürfen sich Radfahrer an der roten Ampel an Dir vorbei drängeln, das steht so in den Verkehrsregeln. Sollen sie etwa hinter Dir stehen bleiben und Deine Abgase einatmen? Du hast mit dem Auto kein Recht gekauft, andere zu vergiften!
  • 16.09.2016, 13:36 Uhr
  • 1
Echt, dürfen sie? Und wie viel Abstand müssen sie zum Pkw einhalten??? Bitte zeig mir diese Regel mal! Danke!!!
  • 16.09.2016, 13:57 Uhr
  • 0
Christiane, lohnt nicht. Dieser militante Autohasser hat den Knall nicht gehört. Er kennt nur Schwarz oder Weiß.
  • 16.09.2016, 14:07 Uhr
  • 1
Jedenfalls ist keine Antwort auch eine Antwort!
  • 16.09.2016, 16:03 Uhr
  • 1
Ich muss doch nicht für Autofahrer die Verkehrsregeln raussuchen, nur weil die selbst zu faul sind zu googlen!

Ich bin selbst Autofahrer Norbert wize.life-Nutzer, aber ich weiß genau, dass nicht die Radfahrer die Probleme machen. Auf der Straße sind immer noch mehr Autos unterwegs als Räder. Und die Radfahrer fühlen sich mit Sicherheit mehr belästigt, bedrängt und gefährdet und das zu Recht. Der Autofahrer, der jammert, weil er wegen Radfahrern ein paar Minuten verliert, hat den Knall nicht gehört, nicht umgekehrt!
  • 17.09.2016, 10:41 Uhr
  • 0
Nein, mußt Du nicht, Du wärst nur glaubwürdiger.
  • 17.09.2016, 12:05 Uhr
  • 0
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Wenn es angeblich eine "fiese Radfahrer-Masche" gibt - dann gibt es aber auch eine "fiese Autofahrer-Masche...
  • 16.09.2016, 13:08 Uhr
  • 3
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Ich kann Radfahrer, die Radwege ignorieren nicht verstehen, es ist doch viel komfortabler, dort zu fahren, wo keine arroganten und überforderten Autofahrer unterwegs sind!

In einem aber irrt der Verfasser des Beitrages: Die Straßen gehören NICHT den Autofahrern! Wenn ein Radfahrer dort unterwegs ist, MUSS der Autofahrer Rücksicht nehmen! Die Radwege wurden eingerichtet, um Radfahrer zu schützen, nicht, um Autofahrern freie Fahrt zu garantieren!

Also vergiss das, mit "UNSERE STRASSEN" besser schnell!

https://www.adfc-nuernberg.de/radver...dwegparker/
http://www.tz.de/muenchen/muenchen-l...910396.html
http://www.tagesspiegel.de/mediacent...4031388=386
  • 16.09.2016, 13:04 Uhr
  • 1
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Ich bin zwar notorischer Radfahrer, kann aber auch nicht verstehen, was ein Radler bei vorhandenem Radweg auf der Straße zu suchen hat. Ich weiche doch den lauten und stinkenden Kolonnen so weit wie nur möglich aus, immer. Ob die Fahrgenehmigung für Rennräder auch neben dem Radweg besteht, weiß ich nicht, kann aber keinen Grund dafür erkennen.
  • 16.09.2016, 12:50 Uhr
  • 0
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Es gibt mittlerweile E-Bikes, die 45 St/Km schnell sind. Zu erkennen an dem Nummernschild. Diese Bikes müssen auf der Straße fahren. Da die meisten Autofahrer nicht informiert sind, wird gehupt und auch gedroht.
  • 16.09.2016, 12:41 Uhr
  • 0
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