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Verseuchtes Trinkwasser – Abkochgebot in deutscher Metropolregion bleibt bes ...

Verseuchtes Trinkwasser – Abkochgebot in deutscher Metropolregion bleibt bestehen!

News Team
06.12.2016, 11:00 Uhr
Beitrag von News Team

Nachdem bereits die deutsche Großstadt Salzgitter am vergangenen Wochenende von einem Abkochgebot betroffen war, wurden auch in Plankstadt in der Metropolregion Rhein-Neckar Keime im Trinkwasser gefunden. Ab Montag, 12.12.2016, 8:00 Uhr, wird mit der Chlorierung zur Desinfektion des Trinkwassernetzes begonnen.

Dem Trinkwasser wird dabei die nach der Trinkwasserverordnung zulässige Menge an Chlor zugegeben. Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass die eingesetzte Chlorkonzentration zu keiner gesundheitlichen Beeinträchtigung führen kann. Sollten Sie eine technische Anlage betreiben, die mit Trinkwasser betrieben wird, bittet die Verwaltung mit dem Hersteller zu klären, ob Chlor in dieser Anlage verwendet werden kann. Es wird darauf hingewiesen, dass mit Chlor desinfiziertes Wasser für Aquarien ungeeignet ist.

Mit diesem Schreiben richtet sich die Gemeindeverwaltung an die Einwohner:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

bei einer Routineuntersuchung im Trinkwasser wurde eine Verunreinigung mit coliformen Keimen / Escherichia coli festgestellt. Aufgrund dieser Feststellung entspricht das Trinkwasser nicht mehr den Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Aus Vorsorgegründen muss das entnommene Trinkwasser abgekocht werden.

Dabei ist zu beachten, dass das Wasser kurz aufsprudeln muss. Das gleiche gilt für solches Wasser, das zwar nicht zum Trinken bestimmt ist, aber bei der Herstellung, Bearbeitung, Abfüllung oder Verpackung von Lebensmitteln unmittelbar oder mittelbar mit diesen in Berührung kommt (z. B. Salatputzen, Zähneputzen), sie es auch nur infolge der Reinigung von Geräten oder Gefäßen.

Bei den festgestellten Keimen handelt es sich nicht um Krankheitserreger, sondern um sogenannte Indikatorkeime. Da die Untersuchung auf Krankheitserreger wegen der zu großen Anzahl der in Frage kommenden Erreger nicht möglich ist, wurden vom Gesetzgeber Indikatorkeime (Escherichia coli und coliforme Keime) festgelegt, die routinemäßig nachgewiesen werden können. Werden diese Keime nachgewiesen, muss davon ausgegangen werden, dass verunreinigtes Oberflächenwasser in die Versorgungsanlage gelangt ist. Es kann somit nicht ausgeschlossen werden, das auch Krankheitserreger mit eingedrungen sind, deshalb wird aus Vorsorgegründen das Abkochgebot erlassen.

Was sind Escherichia coli?


Escherichia coli (E. coli) sind gram-negative Stäbchenbakterien. Sie besiedeln regelmäßig und in größeren Mengen den Dickdarm von gesunden Menschen und warmblütigen Tieren. Der Keim gelangt nur über fäkale Ausscheidungen in die Umwelt. Deshalb gilt E. coli als Indikatorkeim für eine frische fäkale Verunreinigung. Bei Verdacht auf eine fäkale Verunreinigung muss stets aber
auch mit der Möglichkeit gerechnet werden, dass krankheitsauslösende Keime (z. B. Salmonellen) oder Viren im Trinkwasser vorhanden sein können.
Nach der TrinkwV darf E. coli in 100 ml Wasser nicht nachgewiesen werden.

Was sind coliforme Keime?


Diese Gruppe von Mikroorganismen kann in menschlichen, wie in warm- und kaltblütigen tierischen Ausscheidungen vorkommen. Coliforme Keime können jedoch auch außerhalb des Darmes im Boden und an Pflanzen durch Fäulnisprozesse entstehen und sich auch außerhalb des Darmes vermehren und längere Zeit überleben. Im Gegensatz zu E. coli, der im Wasser nur aufgrund von frischen fäkalen Verunreinigungen nachzuweisen ist, sind coliforme Keime
lediglich ein Hinweis auf eine allgemeine biologische Verunreinigung des Wassers.
Nach der TrinkwV dürfen coliforme Keime in 100 ml Wasser nicht nachgewiesen werden.

Für etwaige Rückfragen steht Ihnen Herr Müller unter der Telefonnr. 06202/200625 gerne zur Verfügung.


Das Abkochgebot gilt solange, bis es durch entsprechende Mitteilungen wieder aufgehoben wird.

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