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Vorsicht Krätze - Hautkrankheit breitet sich in deutscher Großstadt aus

Vorsicht Krätze - Hautkrankheit breitet sich in deutscher Großstadt aus

News Team
04.12.2016, 15:49 Uhr
Beitrag von News Team

Die Übertragung der Krätzmilbe erfolgt durch Körperkontakt beim Sex oder Kuscheln. Aber auch Kuscheltiere von Kindern sind mögliche Träger von Erregern. Am häufigsten tritt Krätze zwischen Fingern oder Zehen auf. Ein möglicher Befall ist mit dem bloßen Auge aber nicht zu erkennen. Erst durch eine professionelle Untersuchung mit dem Mikroskop können die Krätzmilben nachgewiesen werden.

Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, steigt in Köln die Zahl der gemeldeten Krätze-Fälle seit sechs Jahren kontinuierlich an. Im Gespräch mit der Zeitung erklärte Anne Bunte, die Leiterin des Kölner Gesundheitsamtes, den Anstieg von 2010 bis 2016:

Waren es damals 20 Fälle, so sind es in diesem Jahr 65.

Vor allem Vorkommnisse in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas, Schulen, Alten- oder Flüchtlingsheimen seien verstärkt gemeldet worden. Zu der ohnehin leichten Steigerung, seien in den letzten Monaten auch Fälle bei Flüchtlingen dazu gekommen. Letztlich habe man die Ursache für die Ausbreitung der Hautkrankheit aber bisher noch nicht ermitteln können.

In einem Merkblatt klärt das Gesundheitsamt deshalb die Bevölkerung über die Gefahren von Krätze auf. Darin heißt es unter anderem:

Was ist Krätze?


Jeder Mensch kann von Krätzmilben befallen werden. Die persönliche Hygiene schützt nicht davor. Die Erkrankung (Skabies) wird durch die 0,3 bis 0,5 mm großen befruchteten weiblichen Krätzmilben hervorgerufen, welche in der Haut Gänge bohren und dort ihre Eier und Kot ablegen.

Wie wird der Befall mit Krätzmilben behandelt?


Die Behandlung der Skabies kann örtlich (lokal) oder oral (Einnahme über den Mund) erfolgen. Für die örtliche (lokale) Behandlung stehen in Deutschland grundsätzlich Mittel mit Permethrin, Benzylbenzoat und Crotamiton zur Verfügung. Für die orale (Einnahme über den Mund) Behandlung steht in Deutschland seit Februar 2016 Ivermectin zur Verfügung, vor allem für Betroffene in Gemeinschaftsunterkünften.

Maßnahmen zur Verhütung der Weiterverbreitung


Tritt eine Erkrankung auf, so ist die vorhandene körpernahe Kleidung und Bettwäsche des Erkrankten bei mindestens 50°C für wenigstens 10 Minuten zu
waschen. Nicht waschbare Textilien (auch Spielmaterial) sollten chemisch gereinigt werden. Möbel, Fußböden und sonstige Oberflächen sind gründlich abzusaugen, Matratzen zusätzlich zu lüften.

Wenn dies nicht möglich ist, können die Gegenstände und Textilien in Plastiksäcke eingepackt oder in Folie eingeschweißt werden und für 72 Stunden bei mindestens 21°C gelagert werden. Erfolgt die Lagerung bei geringer Luftfeuchtigkeit z. B. direkt vor einem auf mindestens 21°C eingestellten Heizkörper, reichen auch 48 Stunden aus.

Bei Fragen, wenden Sie sich bitte an das Gesundheitsamt der Stadt Köln unter der Tel.-Nr. 0221 / 221 – 24728, montags bis donnerstags 07:30 bis 16:00 Uhr, freitags 07:30 bis 12:00 Uhr.

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