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Panzer durchbohrt und daran angeleint - Tierschützer befreien Schildkröte au ...

Panzer durchbohrt und daran angeleint - Tierschützer befreien Schildkröte aus grausamen Umständen

News Team
28.08.2017, 14:07 Uhr
Beitrag von News Team

Der Einsatzbericht von Arche 90 e.V. im Wortlaut:


Am Samstag, den 26.08.17 gegen 17 Uhr erreichte die Tierschutzorganisation Arche 90 ein verwirrender Notruf der Dortmunder Feuerwehr über eine Schildkröte. Diese habe ein Loch im Panzer und sie sei, während der Besitzer 3 Wochen im Urlaub ist, in einem Schrebergarten angebunden.

Die Einsatzfahrer konnten nicht glauben, was sie sahen: Einer Gelbwangen-Wasserschildkröte hatte man ein Loch durch den hinteren Panzer gebohrt, einen Schlüsselring durchgezogen, an dem mit einem Karabiner eine ca. 7m lange Schnur befestigt war. Die Schnur hatte sich mittlerweile in den Brombeerbüschen verheddert und die Schildkröte versuchte sich im aufgekratzten Erdreich abzukühlen, denn ein Wasserloch oder Teich war nicht vorhanden.

Bereits mehrfach hatten Passanten die Schildkröte aus der unglücklichen Rückenlage befreien müssen, bis endlich Hilfe gerufen wurde. Angeblich wollte der Besitzer, dass die Schildkröte ihre Eier im Garten ablegen kann…

Die Polizei und das Veterinäramt wurden zur Anzeigenaufnahme und Sicherstellung des Tieres hinzugerufen. Auch die Beamten konnten nicht glauben, was sie sahen. Eine Anzeige wegen dieser Tierquälerei wurde erstellt und das Tier vom Veterinäramt konfisziert.

Die Wasserschildkröte – übrigens ein Männchen – wurde von den Einsatzfahrern an fachkundige Hände übergeben, wo der Schlüsselring entfernt und die Wunde im Panzer versorgt wurde.

Wir hoffen, dass sich die Schildkröte von ihren Strapazen erholt und nun ein hoffentlich artgerechtes Leben führen kann.


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