wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Hannibal Räumung in Dortmund - Dorstfeld

Hannibal Räumung in Dortmund - Dorstfeld

10.10.2017, 10:06 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Als Hochburg der Neonazis galt Dorstfeld seit Jahren. Heute kein Thema mehr. Die NPD als Partei spielt keine Rolle. So wurden auch nur drei Neonazis von der Polizei überprüft und des Platzes verwiesen, die sich bei der Räumung des Gebäudekomplexes "Hannibal" in Dortmund Dorstfeld dort aufhielten. Verbotene T-Shirts haben sie getragen und "Parolen" gerufen! Da versteht die Polizei keinen Spaß.

Aber wird man mit den Betreibern/Eigentümern des Gebäudekomplexes auch so streng umgehen? Haben die wie üblich nichts zu befürchten?

Vor sechs Jahren hat der Finanzinvestor "Lütticher 49 Properties" mit Sitz auf Zypern den Komplex ersteigert. Der Investor ist wiederum mit dem Unternehmen "Intown" aus Berlin verbandelt, dem auch andere Problemimmobilien in Deutschland gehören, zum Beispiel das Ihme-Zentrum in Hannover oder das Ende Juni wegen Brandgefahr geräumte Hochhaus auf der Hilgershöhe in Wuppertal.

800 Familien mit gut 1200 Personen sind betroffen.

Vergammeln habe man das Haus lassen. Überwiegend "sozial Schwache" und auch viele Migranten wohnen in der ehemaligen Nazihochburg.

Aber was heißt das heute noch "sozial schwach"? In einem Land, in dem sich die Mehrheit der Bevölkerung keine vier Wochen aus eigener Kraft über Wasser halten könnte?

Und die vom vermeintlichen Prekariat wehren sich kaum gegen Mißstände. Der Unmut äußert sich evtl. im Wahlverhalten: Die SPD erhielt bei der BTW17 eine Klatsche und die AfD lag nur knapp unter 10 Prozent. Wobei viele der Bewohner des Hannibal Nichtwähler sein dürften. Wie die zahlreichen dort lebenden Migranten, die (noch) keine Wahlberechtigung haben.

Das soziale Gefüge der Bewohner dürfte auch der Grund sein, weshalb man dort alles ein wenig lässig angehen lässt, sehr zum Unwillen der Betroffenen.

Mal sehen, wie dann die nächste "Wahl" ausfällt?

Eines haben die Menschen dort allerdings schon lange gelernt:

Geld regiert die Welt -

da ist es fast egal, wen man wählt. Denn das ist immer von Vorteil, wenn man nicht nur Bürger, sondern auch Kunde ist. Respekt muss man sich verdienen, heißt es ja. Oder man hat genug Geld, um sich Respekt zu erkaufen.

"Der Kunde ist König" -
es sei denn du bist Kunde bei der Bundes"anstalt". Weil dadurch das Paradigma vom "König Kunde" aufgehoben wird - Kunde und Anstalt - das ist nur eine rabulistische Verhohnepiepelung des vermeintlichen "Kunden"!

Recht und Gesetz muss man sich heute leisten können.

Besser situierte Bewohner könnten sich hervorragende Anwälte leisten, die der Stadt und dem Eigentümer schnell klar machen würden, wo der Hammer hängt. Aber so? Auch die Solidarität der Bevölkerung mit den prekären Bewohnern hält sich in Grenzen.

Jedenfalls sollen dort kaum "Schwaben" wohnen und die ANTIFA braucht "Schwaben raus" nicht an die Wände malen!

Jedenfalls sollte die Öffentlichkeit in Dorstfeld ganz genau hinsehen.
Denn

Dorstfeld ist heute in Deutschland überall möglich!

Alleine in Berlin werden täglich 40 Wohnungen geräumt. Im Jahre 2010 sollen es nur 20000 Räumungen bundesweit gewesen sein, heute um die 70000! Genaue Statistiken gibt es vorsichtshalber nicht!

1 Kommentar

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
“Da oben”, sagt Jan Laszar und zeigt mit dem Finger auf den Balkon im siebten Stock, “das ist unsere Wohnung”. Seit 23 Jahren wohnt er dort. Jetzt steht er auf dem Rasen vor dem Komplex und erinnert sich an den Moment, als er von der Räumung erfuhr: “Ich war mit dem Hund spazieren, als ich den Anruf bekam. Es war schrecklich”, sagt er. Dann hat er gepackt. Anziehsachen. Dokumente. Hundefutter. http://www.dortmund24.de/dortmund/ha...r-raeumung/

Da ist etwas oberfaul! Weshalb wurden Brandwachen abgelehnt? #Wallraff ermitteln Sie
  • 10.10.2017, 10:40 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.