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Quält Haribo Tiere? TV-Check deckt erschreckende Zustände bei Zulieferer auf

Quält Haribo Tiere? TV-Check deckt erschreckende Zustände bei Zulieferer auf

News Team
19.10.2017, 13:17 Uhr
Beitrag von News Team

Die Goldbären von Haribo zählen zu den beliebtesten und bekanntesten Süßigkeiten. Doch stimmt der Slogan „Haribo macht Kinder froh – und Erwachsene ebenso?“.

Viele Eltern wissen gar nicht, was sie ihren Kinder eigentlich zu Essen geben.

Der ARD-Markencheck hat die Goldbären genauer unter die Lupe genommen und Erschreckendes herausgefunden.

Die bunten und süßen Bärchen bestehen neben Wasser, Zucker und Aromastoffen aus viel Gelatine. Bisher hat das Unternehmen ein Geheimnis aus der genauen Produktion ihrer Gummibärchen gemacht. Der ARD-Check konnte dennoch den Gelatine-Lieferanten „Gelati“ ausfindig machen.

Den Reportern wurden heimliche Aufnahmen der „Tierretter“ zugestellt. Dort sieht man, wie die Schweine, deren Gelatine an „Westfleisch“ geht – ein Zulieferbetrieb für Gelati – gehalten werden. Die Zuständen dort sind grauenhaft. Die Schweine sind eng zusammen gequetscht in kleinen und dunklen Ställen. Die Tiere leben permanent in ihrem eigenen Kot. Einige von ihnen haben entzündete Augen oder Bissverletzungen.

Die Tierretter erzählen, dass sterbende Tiere in solchen Ställen zum Alltag gehören. Die Tiere haben nicht einmal Wasser, denn das wurde ihnen abgestellt! Der Tierarzt Karl Fikuart sagt dazu:

Wasserentzug ist wirklich das extremste was man einem Tier zufügen kann. Die Tiere müssen ständig Zugang zu Trinkwasser haben. Das ist ein Straftatbestand.

Westfleisch äußert sich zu den Vorwürfen:

Ihnen seien keine Verstöße gegen die Tierschutzverordnung in den Zulieferbetrieben bekannt.

Das sagte auch Gelita. Dort heißt es, man fördere Maßnahmen für artgerechte Tierhaltung und setze ausschließlich Schweineschwarten von gesunden Tieren ein, die in zugelassenen Schlachthöfen geschlachtet und Schlachttieruntersuchung unterzogen wurden.

Auch Haribo gibt eine Stellungnahme ab:

Gemäß der von uns und unseren Lieferpartnern geforderten hohen Standards arbeiten wir gemeinsam und kontinuierlich daran, mögliche Schwachstellen in den Lieferketten und Produktionsprozessen frühzeitig zu identifizieren und abzustellen. […] Dabei setzen wir uns auch für artgerechte Tierhaltung ein.

Haribo geht in seiner Stellungnahme nicht konkret auf die Vorwürfe ein, die die Tierschützer dokumentiert haben.

Ein ARD-Checker hat Eltern gefragt, welche Süßigkeit sie ihren Kindern geben würden. Zur Auswahl standen Milchschnitte, Rittersport-Schokolade, Leibnitz-Kekse, Hanuta und Gummibärchen.

Das Ergebnis: Fast alle Eltern würden ihren Kindern die Goldbären erlauben. Dabei stecken in 100 g der Goldbären 46 g Zucker – eine echte Bombe also. Markenexperte Arnd Zschiesch ist begeistert und beschreibt das Phänomen:

Ich habe ein Zuckerprodukt, das aber nicht mehr in Verbindung mit Zucker gebracht wird.

Hier können Sie den ganzen ARD-Markencheck sehen.

Teilt diesen Beitrag, damit die Missstände verbreitet werden und gehen eine artgerechte Haltung der Tiere vorgegangen wird.

1 Kommentar

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Im Ernst?

Zitat: " Teilt diesen Beitrag, damit die Missstände verbreitet werden und gehen eine artgerechte Haltung der Tiere vorgegangen wird."

Ich gehe davon aus, das "gehen" gegen heißen sollte. Überdenkt diesen Satz noch mal.. Wir wollen wohl alle eher eine artgerechte Tierhaltung, statt GEGEN sie anzugehen.
  • 20.10.2017, 19:32 Uhr
  • 2
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