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Zweithöchste Warnstufe in 17 Landkreisen ausgerufen - Wetterdienst fürchtet  ...

Zweithöchste Warnstufe in 17 Landkreisen ausgerufen - Wetterdienst fürchtet zerstörerische Unwetter

News Team
12.11.2017, 09:43 Uhr
Beitrag von News Team

WARNLAGEBERICHT für Deutschland ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Sonntag, 12.11.2017, 09:03 Uhr

Im Süden Dauerregen, teils Unwetter. Dort zudem sehr windig, ebenso an der Küste. In höheren Lagen von Norden zunehmend Schneeschauer und Glätte.

Nach bisher beobachteten Niederschlagsmengen um 30 l/m² tritt weiterhin ergiebiger Dauerregen wechselnder Intensität auf. Dabei werden nochmals Niederschlagsmengen zwischen 50 l/m² und 70 l/m² erwartet. In Staulagen werden Mengen bis 90 l/m² erreicht.

Mögliche Gefahren


ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren: Infolge des Dauerregens sind unter anderem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen möglich. (Details: www.hochwasserzentralen.de). Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten. Schließen Sie alle Fenster und Türen!

In diesen Landkreisen herrscht Unwetter-Warnstufe 3:


Enzkreis und Stadt Pforzheim
Kreis Breisgau-Hochschwarzwald und Stadt Freiburg
Kreis Calw
Kreis Emmendingen
Kreis Freudenstadt
Kreis Lindau
Kreis Lörrach
Kreis Oberallgäu
Kreis Ostallgäu
Kreis Rastatt
Kreis Rottweil
Kreis und Stadt Karlsruhe
Kreis Waldshut
Ortenaukreis
Schwarzwald-Baar-Kreis
Stadt Baden-Baden
Stadt Kempten

Aktuell sind folgende Warnungen in Kraft:

WIND/STURM (auch Unwetter): Vor allem an der Küste Windböen 7 Bft um West. Im Süden Wind- und Sturmböen Bft 7 bis 8/9, im höheren Bergland schwere Sturmböen (Bft 10), orkanartige Böen (Bft 11) und in Gipfellagen einzelne Orkanböen (Bft 12).

GLÄTTE: In den Bergen oberhalb 600 bis 800 m Glätte durch überfrierende Nässe oder geringfügigen Neuschnee.

FROST: Einige Hochlagen leichter Frost.

NEBEL: Lokal Nebel mit Sichtweiten unter 150 Meter.

DAUERREGEN, teils UNWETTER: Im Schwarzwald und im Allgäu ergiebiger Dauerregen mit Mengen zwischen 60 und 90 l/qm, in Staulagen bis 120 l/qm. Im übrigen Alpengebiet, im Alpenvorland und an Bayrischen Wald Dauerregen mit 30 bis 60 l/qm.


Entwicklung der WETTER- und WARNLAGE für die nächsten 24 Stunden bis Montag, 13.11.2017, 07:00 Uhr:

Mit einer lebhaften westlichen Strömung zieht ein kleines Tiefdruckgebiet über den Süden ostwärts. Dabei sind in der Nordhälfte Luftmassen polaren Ursprungs wirksam, während in den Süden vorübergehend wärmere Luftmassen geführt werden. Spätestens heute Abend erreicht die Polarluft auch die Alpen.

Die Dauerniederschläge im Süden halten heute tagsüber weiter an. Bis zum Abend fallen im Schwarzwald insgesamt (seit Samstagmorgen) örtlich mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter, im Allgäu rund 90 Liter und im Alpenvorland bis 70 Liter.

Ansonsten setzt sich von Norden her im Tagesverlauf verstärkt Kaltluft polaren Ursprungs durch, so dass die Schneefallgrenze bis zum Abend auf 600 bis 400 m in den Mittelgebirgen und 1000 bis 600 m im Schwarzwald und den Alpen absinkt. Mit Übergang der Niederschläge in Schnee ist die Dauerregenlage im Süden beendet. In der Kaltluft sind teils gewittrige Schnee- und Graupelschauer bis ins Flachland möglich und auch im Süden kann es am Nachmittag und Abend vorübergehend mal bis in tiefe Lagen nass schneien.

Im Süden legt der Wind deutlich zu, besonders zwischen Oberrhein und Niederbayern sind zeitweise steife Böen Bft 7 (um 55 km/h) oder stürmische Böen Bft 8 (um 65 km/h), exponiert auch Sturmböen 9 Bft (bis 85 km/h) sehr wahrscheinlich. In Kamm- und Gipfellagen muss sogar mit schweren Sturmböen Bft 10 (bis 100 km/h), orkanartige Böen 11 Bft (bis 115 km/h) oder einzelnen Orkanböen Bft 12 (über 120 km/h) gerechnet werden. Auch im Norden weht der Wind lebhaft, speziell an der Ostsee sind einzelne steife Böen wahrscheinlich.

In der Nacht zum Montag lockern die Wolken im Norden teilweise stärker auf und es gibt örtlich leichten Frost, gebietsweise Bodenfrost und damit Glättegefahr durch gefrierende Nässe. Ansonsten kommt es gebietsweise noch zu Niederschlägen, die in den Mittelgebirgen oberhalb von 300 bis 400m als Schnee oder Graupel fallen. Ganz im Süden gehen die Niederschläge teilweise bis in tiefe Lagen und Täler in Schnee über. Es kann durch Schneematsch, etwas Neuschnee oder gefrierende Nässe glatt werden. Im Stau der Alpen sind 10 bis 20 cm Neuschnee in 12 Stunden zu erwarten, örtlich mehr. Der Wind lässt insgesamt, vor allem aber im Süden wieder nach. An der Nordsee und im Bergland des Südens und Südostens gibt es zunächst starke bis stürmische Böen, exponiert im Bergland Sturmböen.
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3 Kommentare

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Was heutzutage als Unwetterwarnung gilt, war in früheren Jahren ganz normales Wetter. Es schneit - oh ein Unwetter!!!! Es regnet mal etwas stärker - oh ein Unwetter!!! Böiger Wind - schon wieder ein Unwetter!!!! Das wird langsam lächerlich. Vorallem, wenn man Schneefall im Winter und Regen im Herbst Unwetter nennt!
  • 12.11.2017, 14:52 Uhr
  • 0
Die Stärke und Masse hat sich aber verändert
  • 12.11.2017, 23:22 Uhr
  • 0
Das finde ich nicht. Früher lag oft schon im November Schnee und bis in den Mai hinein. Heute wird bei Schneefall schon von Unwetter geredet. Und Herbststürme gab es auch schon früher starke. Heute wird alles aufgebauscht und übertrieben. Man könnte markantes Wetter dazu sagen, aber nicht Unwetter.
  • 13.11.2017, 13:24 Uhr
  • 0
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