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2.200 Todesopfer und 917.000 Infizierte - Cholera breitet sich weiter rasant ...

2.200 Todesopfer und 917.000 Infizierte - Cholera breitet sich weiter rasant aus!

News Team
12.11.2017, 13:03 Uhr
Beitrag von News Team

Berlin/Goma - Stephan Bihl, Johanniter-Länderbüroleiter in Goma, Demokratische Republik Kongo, schätzt die derzeitige Entwicklung der Choleraepidemie als sehr besorgniserregend ein:

Über die Hälfte der Bevölkerung nutzt weiterhin verschmutztes Wasser. Sanitäre Anlagen und grundlegende Kenntnisse über die Krankheit und Maßnahmen zum Schutz gegen eine Ansteckung fehlen. Daher rechnen wir besonders im Distrikt Masisi mit einer weiteren Ausbreitung der Epidemie.

So wurden im Distrikt Masisi, nordwestlich der Provinzhauptstadt Goma, in den letzten Wochen 1.500 Patienten mit Cholera registriert. Die Johanniter sind hier seit fast zehn Jahren tätig und unterstützten derzeit 16 Gesundheitsstationen. Landesweit sind die Zahlen seit dem Ausbruch im Juli auf 40.000 Infizierte gestiegen, so die aktuellen Zahlen des kongolesischen Gesundheitsministeriums. 771 Menschen starben bereits an der Durchfallerkrankung. Insgesamt sind 21 der 26 Provinzen des Kongos betroffen.

Wie bekannt wurde, gab es inzwischen auch in Tansania 18 Todesfälle!


Im Jemen tobt die Cholera am heftigsten - Hilfsorganisationen schätzen die Zahl der Toten auf 2.200 und die Zahl der Infizierten auf fast 914.000 zwischen dem 27. April und dem 8. November 2017:


Die Epidemie kann sich vor allem aufgrund der derzeitigen Regenzeit immer weiter ausbreiten. Schmutziges Wasser gelangt in die Brunnen. Erdrutsche verschütten Quellen, wodurch die Menschen auf Wasser aus schmutzigen Kanälen angewiesen sind.

Um die Cholera im Kongo einzudämmen, arbeitet die Johanniter-Auslandshilfe eng mit dem kongolesischen Gesundheitsministerium zusammen. So werden Medikamente und Infusionen zur Cholerabehandlung bereitgestellt. Von Cholera betroffene Haushalte und Gesundheitsstationen erhalten Desinfektionsmittel. Das medizinische Personal wird zu Desinfektionsmaßnahmen und im Umgang mit infizierten Patienten geschult, wie der medizinische Koordinator der Johanniter in Goma, Dr. Louis Massing erklärt:

Auch klären wir die Bevölkerung über Ansteckungsgefahren und präventive Maßnahmen, wie beispielsweise regelmäßiges Händewaschen, auf. Trotz der enormen Anstrengungen auf allen Seiten besteht jedoch ein großer Bedarf bei der Versorgung der vielen Patienten.

Die Johanniter-Auslandshilfe ist seit fast zehn Jahren in der DR Kongo mit verschiedenen Projekten aktiv, hauptsächlich in der Basisgesundheits- und Wasserversorgung. Mehr als 160.000 Menschen erhielten im Jahr 2016 die Möglichkeit zur medizinischen Versorgung. Gleichzeitig versorgen die Johanniter Menschen, die sexuelle Gewalt überlebt haben.
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