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Bekenntnis eines Helden! Gaffer-Spritzer Rudi erklärt, warum ihm auf der A3 der Kragen platzte

News Team
26.01.2018, 15:52 Uhr
Beitrag von News Team

Feuerwehrmann Rudi Heimann erreichte im November nationale Bekanntheit. Nach einem verheerenden Unfall mit drei Toten auf der A3 nahe Aschaffenburg hatte er die Aufgabe, das Aufkeimen möglicher Brände zu verhindern. Doch als Gaffer an der Unfallstelle das Handy zückten und sogar den Abtransport der Leichen filmten, handelte Feuerwehrmann Rudi kurzentschlossen. Er richtete den Schlauch auf die Schaulustigen.

Als zur Diskussion stand, dass er für diese Aktion bestraft werden könnte, solidarisierten sich die Menschen massenhaft mit ihm. Ein Aufruf von wize.life ("Der Gaffer-Spritzer darf nicht bestraft werden") wurde zum meist geteilten Social-Media-Artikel des Jahres 2017.

Nun blickt Rudi von der Feuerwehr Waldaschaff zurück auf die dramatischen Ereignisse im Spätherbst des Vorjahres. "Es kam alles wieder hoch, erst vor zwei Tagen war meine Mutter gestorben", erzählt der Feuerwehrmann im "Bayerischen Rundfunk". Gerade als die Leichen in die Särge gelegt wurden und weggebracht werden sollten, passierte, was ihn spontan handeln ließ. "In diesem Moment ist der Lkw stehengeblieben. Fenster auf und gefilmt."

"Und dann kommt alles hoch. Da hab ich gedacht: Jetzt reicht's! Dann hab ich meinen Druck abgegeben, also meinen innerlichen Druck!"

Rudi Heimann richtete den Schlauch auf den Lkw und spritzte los.

Die Staatsanwaltschaft prüfte damals, ob es in diesem Fall zu Ermittlungen wegen "Eingriffs in den Straßenverkehr" kommen könnte.

Die Emotionen kochten hoch, eine Welle der Sympathie erreichte den Feuerwehrmann. Am Ende dann das erleichternde Ergebnis der juristischen Prüfung: Man habe keine ausreichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für das Vorliegen einer strafbaren Handlung.

Heimann nutzte seine Popularität um sein Statement gegen Gaffer zu verstärken: Er nahm einen Song auf mit der recht eindeutigen Zeile: "Nur Affen gaffen."

Rudi, wir lieben Dich! Teilt den Beitrag, um ein Zeichen zu setzten gegen widerwärtige Glotzer und Rettungsgassen-Blockierer - und für entschlossenes Handeln, wenn es klare Kante zu zeigen gilt.

27 Kommentare

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in jedem Land würde dieser Mann sofort den Verdienstorden an der goldenen Kette erhalten. In Deutschland, was ich nicht begreifen kann, interessiert sich erst einmal der Staatsanwalt um seine wirklich nachvollziehbare Aktion, warum? Armes Deutschland.
  • 28.01.2018, 03:05 Uhr
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habe selbst viele jahre den job gemacht, die helfer sollten mehr unterstützung der allgemeinheit und der offiziellen bekommen, denn sie sind mit geld nicht zu bezahlen und dienen uns allen, rudi hat richtig gehandelt
  • 27.01.2018, 20:15 Uhr
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Finde Rudis Aktion emotional verständlich, doch diese Gaffer müssen durch die Judikative bestraft werden. Dafür muss der Gesetzgeber schnellstmöglich die Voraussetzungen schaffen Und gegen diese geistig, minder bemittelten Menschen harte, empfindliche Strafen verhängen zu können. Dabei soll es diesen Leuten im Geldbeutel richtig weh tun. Ein Monatsgehalt, egal wie viel jemand verdient, wäre meines Erachtens gerecht. Auch ein Monat Fahrverbot würde manchen zur Vernunft bringen.
Das Aufstellen von Sichtschutzwänden finde ich als keine Alternative. In dieser Zeit kann man besser den Verletzten helfen. Oder man stellt gleich Kameras auf Stativen auf und filmt alle Fahrzeuge, die vorbeifahren. Dann hätte man gleich diese Sensationshascher auf Film.
Das gleiche befürworte ich für schlimme Raser.
  • 27.01.2018, 17:22 Uhr
  • 1
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man sollte einen feuerwehr wagen für solch eine aktion bereit stellen
  • 27.01.2018, 16:05 Uhr
  • 2
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Rudi hat das Richtige getan !!! Alle Gaffer sollten strengsens bestraft werden .Mindestens 3 Monatseinkommen
  • 27.01.2018, 14:39 Uhr
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Gaffer nassspritzen sollte das übliche Verfahren sein.
  • 27.01.2018, 13:33 Uhr
  • 3
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Es liegt doch auf der Hand, die ganzen GAFFER behindern die Rettungsarbeiten und anschließend die Aufreumarbeiten der Rettungsleute. Genau DIESE schreien am lautesten, wenn es sie selbst in einer Notlage sind. Ich kann Rudi auf jeden Fall über seinen Frust verstehen und würde genau so handeln, mit allen Konsequwensen, die auf mich zukommen würden. Ich hatte mal zum Beispiel einen Müllcontainer, der drei mal die Woche brannte. Immer stand ein junger Mann daneben und freute sich über die Löscharbeiten der Feuerwehr. Mein Verdacht lag nahe und beim Löschen des Containers löschte ich ihn ausversehen mit. Siehe da, der Container brannte nie mehr.
  • 27.01.2018, 11:27 Uhr
  • 3
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Wenn der LKW in der Unfallstelle angehalten, das Fenster geöffnet und mit dem Handy gefilmt hat, sehe ich darin den gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr.
Da Rudi mit dem Wasserschlauch bereit war, hat er nur seine Pflicht getan, indem er den haltenden LKW vertrieben hat.
Für mich ist es keine Frage, dass der LKW-Fahrer bestraft werden sollte, und wir dem Feuerwehrmann Rudi für seinen Dienst dankbar sein müssen.
Selbstverständlich müssen Polizei und Staatsanwalt jeder Anzeige nachgehen. Wenn die Sachlage aber so klar wie bei Feuerwehrmann Rudi ist, sollten die Ermittlungen schnellstens eingestellt werden.
Ich hätte dem Rudi statt Wasser lieber Schweinegülle in seinem Schlauch gewünscht.
Hans
  • 27.01.2018, 09:49 Uhr
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Ich bin nur ein einfacher norddeutscher Rentner - und Autofahrer.
Mich ärgern Gaffer auch !
Ich würde, wenn ich Rang und Namen hätte, Rudi eine Medaille umhängen für seine Courage.
Juristen suchen nun nacdh dem Haar in der Suppe. Aber wenn Gaffer bremsen, filmen dann steigt die Gefahr von Auffahrunfällen, wiel die Lenker unaufmerksam sind.
Die Bibel hat 10 Gesetze, wir haben mehr als 10 dicke Gesetzbücher.
Juristen können dann aus verschiedenen Büchern zitieren und Widersprüche entdecken - so kann man sein Geld auch verdien.
Die Presse hatte ja selbst beim tragischen Unfall von Prinzessin Diana keine Skrupel.......und die Römer gingen früher zu den Löwen- und Gladiatorenkämpfen ins Kolosseum...... Die Menschheit ädner sich nicht, auch als noch Hinrichtungen öffentlich stattfanden.....
  • 27.01.2018, 09:02 Uhr
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Rudi, klasse gemacht ..
  • 27.01.2018, 07:59 Uhr
  • 1
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