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Fliegerbombe in Potsdam: 3000 Menschen müssen Freitagmorgen bis 7.30 Uhr ihr ...

Fliegerbombe in Potsdam: 3000 Menschen müssen Freitagmorgen bis 7.30 Uhr ihr Zuhause verlassen

News Team
02.08.2018, 14:01 Uhr
Beitrag von News Team

In der brandenburgischen Hauptstadt Potsdam ist eine britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Diese wird am Freitag entschärft. Dazu muss das Gelände weitgehend evakuiert werden.

Um den Fundort auf dem Gelände des ehemaligen Tramdepots in der Heinrich-Mann-Allee wird ein Sperrkreis von rund 800 Metern eingerichtet. Etwa 3000 Menschen, die innerhalb des Sperrkreises leben, müssen diesen bis 7.30 Uhr verlassen haben, teilte die Stadt mit. Im Sperrgebiet befinden sich außerdem die Staatskanzlei sowie die Ministerien, Landesämter und die Bundespolizei am Standort Heinrich-Mann-Allee 103, zwei Pflegeheime, eine Einrichtung des betreuten Wohnens und eine Kindertagesstätte.

Fliegerbombe in Potsdam - Diese Zone muss am Freitag evakuiert werden
Fliegerbombe in Potsdam - Diese Zone muss am Freitag evakuiert werden
Personen, die nicht selbstständig den Sperrkreis verlassen können, melden sich bitte frühzeitig bei der Potsdamer Feuerwehr unter (0331) 370 1216, um einen Transport für Freitag zu bestellen.

Verkehr in Potsdam betroffen

Die Bombenentschärfung hat auch Auswirkungen auf den Verkehr in der Landeshauptstadt Potsdam. Betroffen sind die Straßenbahnlinien 91, 92, 93, 96 und 98 vom Hauptbahnhof in Richtung Süden sowie die Buslinien 690, X1, 601, 611, 619 und 750. Ab 7.30 Uhr fahren diese Linien vom Hauptbahnhof ohne Halt durch bis zum nächsten Haltepunkt außerhalb des Sperrkreises. Sobald der Sperrkreis abgesichert ist und der Sprengmeister mit der Entschärfung beginnt, wird der Verkehr auf diesen Linien ganz unterbrochen. Die Vollsperrungen gelten bis zur offiziellen Entwarnung.



Einschränkungen gibt es auch im Regionalverkehr und bei der S-Bahn. Sowohl der Hauptbahnhof als auch der Bahnhof Babelsberg liegen außerhalb des Sperrkreises und sind frei zugänglich. Ein Teil der Gleisanlagen befindet sich jedoch im Sperrkreis, sodass während der Entschärfung zwischen S-Bahnhof Babelsberg und Hauptbahnhof keine S-Bahnen oder Regionalbahnen fahren.

Das droht Störern

Jede Störung bei der Evakuierung und Entschärfung am morgigen Freitag wird zur Anzeige gebracht. Eine Störung der Gefahrenabwehrmaßnahme ist ein Verstoß gegen die Kampfmittelverordnung für das Land Brandenburg. Danach handelt ordnungswidrig, wer vorsätzlich oder fahrlässig gekennzeichnete Stellen betritt, auf denen Kampfmittel entdeckt worden sind und die als Gefahrenbereich gekennzeichnet sind.

Die Störer gefährden dabei nicht nur sich selbst, sondern auch den Sprengmeister bei seiner Arbeit. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einem Bußgeld von bis zu 5000 Euro geahndet werden.
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