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Piraten-Abgeordneter unter Mordverdacht - Entführte er sein Opfer um es zu v ...

Piraten-Abgeordneter unter Mordverdacht - Entführte er sein Opfer um es zu vergewaltigen?

News Team
20.09.2016, 14:03 Uhr
Beitrag von News Team

Zu seinen Lebzeiten war der Piraten-Politikers und Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin Gerwald Claus-Brunner (†44) ein umstrittener Politiker. Wie es scheint wurde er bei seinem Weg in den eigenen Tod zum Verbrecher.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll sich Claus-Brunner vor seinem Tod an einem jungen Mann (geboren 1987) vergangen und ihn anschließend getötet haben. Die beiden Leichen wurden in Steglitz-Zehlendorf aufgefunden. Die Ermittler gehen offenbar davon aus, dass der Piraten-Politiker sein Opfer in dessen Wohnung getötet und die Leiche dann in seine eigene gebracht hat.

Nach Informationen der Bild-Zeitung soll der getötete Mann eher klein und zierlich gewesen sein. Die Welt berichtet, dass sich Täter und Opfer seit fünf Jahren gekannt hätten. Demnach soll Claus-Brunner seinen früheren Kollegen bereits seit Monaten gestalkt und schließlich entführte haben. Danach sei es zu sexuellen Übergriffen gekommen.

Suizid mit Ankündigung

Bruno Kramm, der Vorsitzende der Berliner Piraten, erklärte, dass Claus-Brunner schon lange an einer chronischen lebensbedrohlichen Krankheit gelitten habe, die zu Organversagen führt. Am Montag habe er einen Brief von Claus-Brunner in seinem Wahlkreisbüro bekommen, in dem er schrieb, dass er bereits tot sei, wenn der Brief geöffnet werde. Die verständigte Polizei konnte nur noch seine Leiche bergen. Offenbar hatte er durch einen Stromschlag seinem Leben ein Ende gesetzt.

Bereits am 23. Juni hatte Claus-Brunner seine letzte Rede vor dem Berliner Abgeordnetenhaus seinen Suizid bereits angekündigt:

Ihr werdet auch in der laufenden Legislatur für mich am Anfang irgendeiner Plenarsitzung mal aufstehen dürfen und eine Minute still schweigen.

Claus-Brunner, der sich selbst „zu 95 Prozent schwul und zu 5 Prozent hetero“ sah, plädierte dafür, Geschlechtergrenzen nicht mehr als solche wahrzunehmen. Die Anrede ans Parlament in seiner letzten Rede im Juni, in der er seinen Abschied aus dem Leben andeutete, lautete: „Sehr geehrte Senatoren beliebigen Geschlechts, sehr geehrte Kollegen beliebigen Geschlechts, sehr geehrte Gäste beliebigen Geschlechts.“

Über die Identität des jungen Mannes ist noch nichts bekannt. Wer Hinweise geben kann, meldet sich bitte bei der Berliner Polizei.

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1 Kommentar

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Ist das krass.....und irgendwie tragisch und auch schrecklich.
  • 20.09.2016, 14:11 Uhr
  • 0
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