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Bruder von Dschaber al-Bakr zu Zellen-Tod: "Die Polizei hat meinen Bruder um ...

Bruder von Dschaber al-Bakr zu Zellen-Tod: "Die Polizei hat meinen Bruder umgebracht"

News Team
14.10.2016, 17:42 Uhr
Beitrag von News Team

Der Bruder des mutmaßlichen Attentäters Dschaber al-Bakr, Alaa al-Bakr, erhebt schwere Vorwürfe gegen die deutsche Polizei. Er glaube die ganze Darstellung vom Tod seines Bruders nicht, sagte er im Interview der "Welt ". „Selbst wenn er IS-Mitglied war: Die begehen keinen Selbstmord.“ Das sei im Islam verboten. "Ich bin mir wirklich sicher, dass die Polizei ihn umgebracht hat. Ich beschuldige hiermit die deutsche Polizei, am Tod meines Bruders schuld zu sein."

Die Familie habe "aus den Nachrichten“ vom Tod des Bruders erfahren. Der sei "sehr, sehr religiös“. "Aber Selbstmord würde er nicht begehen.“ Er könne die Geschichte der Festnahme seines Bruders durch die anderen Syrer nur schwer glauben. Sein Bruder könne "ziemlich gut Karate, er war in Syrien dafür bekannt. Ich habe ihn selbst trainiert, ich weiß, wie stark er ist.“

Über seine Familie sagte Alan al-Bakr: "Wir sind keine Extremisten.“ Als sein Bruder nach Deutschland gegangen sei, habe er "noch Schischa geraucht". In Saasaa bei Damaskus, wo die Familie lebt, wohnten "Christen, Drusen und andere religiöse Minderheiten. Wir haben uns immer gegenseitig besucht und hatten keinen Streit.“ Sein Bruder habe sich geweigert, für das Assad-Regime zu kämpfen. "Deswegen saß er 2014 zwei Mal im Gefängnis. Er hat sich an einem Checkpoint von Soldaten des syrischen Regimes gedemütigt gefühlt den Soldaten geschlagen. Dann haben sie ihn verhaftet. Das war auch der Grund, warum er das Land verlassen hat." Zehn Tage, nachdem man ihn frei gelassen habe, sei er nach Algerien geflogen. Zum letzten Mal habe er mit seinem Bruder vor zwei Monaten gesprochen. "Da war er gerade in Idlib." Er habe davon gesprochen, wieder nach Deutschland zu gehen, um dort zu studieren. In Damaskus habe er schon drei Jahre lang Mechatronik studiert, bevor er nach Deutschland gegangen sei.

Sein Bruder sei „im späten November 2014" über Algerien und Tunesien nach Libyen gereist. "Von dort ist er dann nach Italien gefahren und weiter nach Deutschland." Etwa acht Monate nach seiner Abreise aus Syrien habe er in Deutschland Asyl bekommen. "Während der Zeit hatten wir losen Kontakt." Vor etwa einem Jahr sei er dann zurück nach Syrien gekommen. "Ich glaube, er war da in Rakka.“ Rakka ist die Zentrale des IS.

Die Persönlichkeit seines Bruders habe sich verändert, "als der Krieg in Syrien immer grausamer wurde". Es habe "viele Massaker“ gegeben, auch in Saataa wo die Familie Al-Bakr lebt. Das habe ihn beeinflusst. "Aber ich glaube auch, dass er von irgendwelchen Scheichs in Deutschland beeinflusst wurde. Er hat wohl irgendeine Moschee in Berlin oder der Umgebung von Berlin besucht."

Sein Bruder habe dem IS „auch kritisch“ gegenüber gestanden. "Er hat mir gesagt, dass der IS nicht den Islam repräsentiert und dass dessen Kämpfer auch viel Schlechtes im Irak und Syrien anrichten". Als er in Idlib gewesen sei vor zwei Monaten, habe er ihm gesagt, "dass er zurück nach Deutschland möchte, um dort zu studieren". Aber er habe dort seine Reisedokumente verbrannt. "Ich glaube, die Dschihadisten hatten ihn dazu gezwungen. Wie er ohne diese Dokumente nach Deutschland gereist ist, ist mir ein Rätsel.“ Er glaube, sein Bruder habe sich "nach seiner Rückkehr nach Syrien dem IS angeschlossen“.

1 Kommentar

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Es war feige den Suizid zu begehen, aber meistens so, erst wollen sie viele töten und dann sind sie feige. Keiner in Deutschland wird ihm eine Träne nachweinen, jedenfalls kein Deutscher und die die ihn radikalisiert haben, die soll der Teufel holen für alle Ewigkeit.
  • 15.10.2016, 01:05 Uhr
  • 0
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