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Mordfall Bögerl: Festgenommener Mann wieder auf freiem Fuß - die Ermittler b ...

Mordfall Bögerl: Festgenommener Mann wieder auf freiem Fuß - die Ermittler bleiben misstrauisch

News Team
06.04.2017, 14:14 Uhr
Beitrag von News Team

+++ UPDATE, 6. April, 14:06 Uhr +++
Der festgenommene Tatverdächtige im Mordfall Maria Bögerl ist wieder auf freiem Fuß. Laut Staatsanwaltschaft habe sich der Tatverdacht gegen den Mann nicht erhärtet.

Seine Erbsubstanz stimmt nicht mit den DNA-Spuren überein, die im Auto sichergestellt wurden, in dem Maria Bögerl entführt worden war.

Kripo-Beamte brachten den 47-Jährigen zurück in seinen Heimatort. Wie "Bild" aus Ermittlerkreisen erfuhr, durchsuchen die Polizisten trotzdem die Wohnung des Mannes, um zu beurteilen, ob er nicht vielleicht doch an der Tat beteiligt war.

+++ UPDATE, 6. April, 11:23 Uhr +++

Eine DNA-Probe bei dem Festgenommenen im Mordfall Maria Bögerl ist negativ. Das erfährt die Deutsche Presse-Agentur aus Ermittlerkreisen. Die DNA des Verhafteten stimme nicht mit der am Tatort gefundenen Erbsubstanz überein.

Sein genetischer Fingerabdruck wurde mit der Erbsubstanz verglichen, die im Auto der am 12. Mai 2010 entführten und Maria Bögerl gesichert worden war.

+++ Update, 6. April, 10:47 Uhr: Tatverdächtiger bestreitet den Mord +++


Im Mordfall der Bankiersgattin Maria Bögerl hat die Polizei am späten Mittwochabend nach der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 47-Jährige wurde noch in der Nacht in seiner Wohnung in Königsbronn verhaftet, bestätigte Armin Burger von der Staatswanwaltschaft Ellwangen gegenüber "Bild".

Gefunden wurde der Mann anhand einer Tonaufnahme, die Jugendliche im vergangenen Juli im westfälischen Hagen aufgenommen hatten. Damals hatte der betrunkene Verdächtige die Tat zugegeben und konkrete Angaben gemacht. Der leitende Ermittler Michael Bauer von der Polizei Ulm sagte bei "Aktenzeichen XY":


Ganz konkret hat er gesagt, er habe Maria Bögerl erstochen.

Dass die beiden Männer so geistesgegenwärtig handelten, war ein echter Glücksfall für die Ermittlungen“, so der Staatsanwalt.

Beim Verhör in der Nacht zum Donnerstag gab der mutmaßliche Mörder zwar zu, zum besagten Zeitpunkt in Hagen gewesen zu sein. Er bestreitet jedoch, an dem Verbrechen beteiligt gewesen zu sein.

Eine Tatbeteiligung hat er allerdings abgestritten.

Jetzt müssen DNA-Spuren den Täter überführen, die im Auto, in dem Maria Bögerl entführt worden war, sichergestellt wurden. Burger bestätigte "Bild":

Sie werden derzeit mit DNA-Spuren des Verdächtigen abgeglichen.

Sollte sich der Verdacht gegen den 47-Jährigen nicht erhärten, muss er innerhalb von 72 Stunden wieder freigelassen werden. Die Soko "Flagge", die erst Ende 2016 aufgelöst wurde, hat die Ermittlungen wieder aufgenommen.


+++ Update, 6 April, 8 Uhr: Tatverdächtiger festgenommen +++


Nach der TV-Ausstrahlung des Mordfalls um die Bankiersgattin Maria Bögerl aus Heidenheim bei "Aktenzeichen XY" haben zahlreiche Hinweise zur Identifizierung eines Tatverdächtigen beigetragen.

Wie das Bundeskriminalamt am frühen Donnerstagmorgen der Deutschen Presse Agentur bestätigte, hat die Polizei knapp sieben Jahre nach dem Verbrechen einen Tatverdächtigen festgenommen.

Der Mann, nach dem mit einem Phantombild gefahndet wurde, hatte gegenüber zwei Jugendlichen die Tat im Juli 2016 im betrunkenen Zustand gestanden. Die Jugendlichen hatten das Gespräch mit ihrem Handy mitgeschnitten. Chefermittler Michael Bauer von der Polizei Ulm sagte in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY":

Ganz konkret hat er gesagt, er habe Maria Bögerl erstochen. Nach unserer Einschätzung könnte dieser Unbekannte tatsächlich der Mörder sein.

Zur Identität des Täters machte die Polizei bislang keine Angaben. Fest steht aber, dass nach dem Tatverdächtigen öffentlich gefahndet worden sei. Er soll aus dem acht Kilometer entfernten Ochsenberg stammen. Jetzt werde geprüft, ob der verhaftete Mann tatsächlich mit dem Mordfall der Bankiersfrau aus Heidenheim in Verbindung steht.

Der Tatverdächtige soll in der Vergangenheit bei der Bundeswehr in psychologischer Kriegsführung ausgebildet worden sein. Er schwärmte zudem von einem Messer namens "Aitor Jungle King III", das er als "bestes Überlebensmesser der Welt" bezeichnete. Ob dieses Messer tatsächlich die Tatwaffe ist, ist unklar: "Durch die lange Liegezeit (Anm. der Redaktion: der Leiche) konnte nicht mehr festgestellt werden, ob das Opfer mit einem Messer dieses Typs getötet wurde."

Maria Bögerl, die Ehefrau des früheren Heidenheimer Sparkassenchefs war am 12. Mail 2010 aus ihrem Haus entführt und ermordet worden. Der Entführer hatte 300.000 Euro Lösegeld von ihrem Mann gefordert, das er jedoch nie an der vereinbarten Stelle abgeholt hatte. Stattdessen wurden die Leiche des Opfers drei Wochen nach der Tat von einem Spaziergänger am Waldrand entdeckt. Ehemann Thomas Bögerl, der zwischenzeitlich irrtümlicher Weise unter Verdacht geraten war, nahm sich gut ein Jahr nach dem Verbrechen das Leben.

Mit diesem Mitschnitt fahndete die Polizei nach dem mutmaßlichen Mörder


Hinweise nimmt weiterhin das Polizeipräsidium Ulm, Tel.: 0731 / 188 - 4999 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

+++ Meldung, 5. April +++


Am 03.06.2010 wurde die zuvor entführte Maria Bögerl in einem Waldstück bei Nietheim in Baden-Württemberg ermordet aufgefunden.

Die Staatsanwaltschaft Ellwangen, das Polizeipräsidium (PP) Ulm und das Bundeskriminalamt (BKA) fahnden in diesem Zusammenhang nach einem unbekannten Tatverdächtigen. Im Suff hat er jungen Männern etwas erzählt, was auf den Mordfall zutrifft. Sie schnitten das Gespräch am Handy mit.

Nunmehr ist in Hagen (NRW) ein unbekannter Mann aufgetreten, der als Tatverdächtiger im Mordfall Maria Bögerl anzusehen ist. Nach eigenen Angaben stamme er aus Ochsenberg, Gemeinde Königsbronn, Landkreis Heidenheim (BW), sei früher Angehöriger der Bundeswehr gewesen und habe dort einen Speziallehrgang bei einer PSV-Kompanie (Psychologische Verteidigung) absolviert.

Am 12.05.2010 wurde die Bankiersgattin Maria Bögerl aus ihrem Haus in 89520 Heidenheim, Baindtstraße 21, entführt. Der oder die Täter nutzten dazu das Fahrzeug von Frau Bögerl, einen schwarzen Mercedes A-Klasse, Kennzeichen HDH - MB770.

Eine Lösegeldübergabe an der A 7 in Höhe Nietheim, Fahrtrichtung Würzburg, scheiterte, das abgelegte Lösegeld wurde durch den oder die Täter nicht abgeholt.
Das Fahrzeug von Frau Bögerl wurde am 14.05.2010 im Innenhof des Klosters Neresheim aufgefunden, ihr erstochener Leichnam am 03.06.2010 in einem Waldstück bei Nietheim.

Im PKW und an persönlichen Gegenständen des Opfers konnten DNA-Spuren einer unbekannten männlichen Person gesichert werden, die bislang noch nicht identifiziert werden konnte.


Für Hinweise, die zur Ermittlung oder Ergreifung des Täters/der Täterin oder der Täter führen, wurde eine Belohnung bis zu 30.000 Euro ausgesetzt.
Hinweise bitte an: Polizeipräsidium Ulm, Tel.: 0731 / 188 - 4999 oder jede andere Polizeidienststelle.

Hinweise können vertraulich behandelt werden.

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