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Wieder hartes Urteil! G20-Chaot erzählt bizarre Mama-Story, doch der Richter ...

Wieder hartes Urteil! G20-Chaot erzählt bizarre Mama-Story, doch der Richter glaubt ihm kein Wort

News Team
29.08.2017, 15:53 Uhr
Beitrag von News Team

Die Justiz arbeitet die Krawalle des Hamburger G20-Gipfels entschlossen auf. Dabei haben die Randalierer nicht mit allzuviel Gnade der Gerichte zu rechnen. Das zeigen zwei Urteile der letzten beiden Tage.

Am Montag hatte ein Amtsrichter sein Urteil gegen einen Flaschenwerfer sogar noch zehn Monate über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus angehoben. Er betonte nicht wegen des öffentlichen Drucks so zu handeln: „Heute ist nicht der Tag, um törichte Forderungen von Politikern nach möglichst harten Strafen zu erfüllen. Das Gericht hat nur eine tat- und schuldangemessene Strafe zu finden“, zitiert ihn die Mopo.

Der Richter verurteilte den Angeklagten, einen holländischen Krawall-Touristen, wegen schweren Landfriedensbruchs, eines besonders schweren Falls von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung. Nach Überzeugung des Gerichts war er in der Nacht des 6. Juli am Schulterblatt zwei Flaschen auf Polizisten.

Wie die Mopo weiter berichtet, hielt der Richter mit seiner Meinung keineswegs hinter dem Berg.

Was soll das für eine politische Botschaft sein? Gerichte haben sich schützend vor Personen zustellen, die unter besonderem Schutz stehen. Und Polizeibeamte sind kein Freiwild für die Spaßgesellschaft, für Krawalltouristen, die nach Hamburg reisen, um hier Rabatz zu machen, mit dem Reiseziel Bullenjagen.

Am Dienstag wurde ein weiteres hartes Urteil gegen einen mutmaßlichen Randalierer verhängt, wie die Mopo berichtet. Ein 24-jähriger Pole war während des Gipfels mit Böllern, Reizstoffspray und Zwillengeschossen verhaftet worden.

Ein Dolmetscher übersetzte vor Gericht die mitunter bizarr anmutenden Erklärungen des Polen für seine Ausrüstungsgegenstände. Er gab an, dass er die Murmeln dabei hatte, weil sie ihm seine Mutter als Andenken gekauft habe. Die Knallkörper seien dazu gedacht gewesen, an seinem nächsten Reiseziel Spanien ein Freudenfeuerwerk zu zünden.

So heftig randalierten die G20-Chaoten in Hamburg

Der Richter schenkte den Erklärungen keinen Glauben. Der Verteidiger hatte dem Bericht zufolge nur eine geringe Geldstrafe gefordert. Dem kam das Gericht nicht nach. Es schloss sich vielmehr der Forderung der Ankläger an: Der Pole erhielt eine Haftstrafe von sechs Monaten auf Bewährung.

Für den Richter war klar, "dass der Angeklagte auf dem Weg zur Demo war und dabei eine Taucherbrille als Schutzwaffe und Reizgas als Waffe dabei hatte“.

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