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Kurz vor Bundestagswahl - Bundesvorstand der AfD zerfleischt sich gegenseiti ...

Kurz vor Bundestagswahl - Bundesvorstand der AfD zerfleischt sich gegenseitig!

News Team
03.09.2017, 14:42 Uhr
Beitrag von News Team

Berlin. AfD-Bundesvorstandsmitglied Bodo Suhren hat Strafanzeige gegen den niedersächsischen Parteivorsitzenden Armin Paul Hampel gestellt, der ebenfalls dem Bundesvorstand der Partei angehört. Wie die WELT AM SONNTAG berichtet, informierte der stellvertretende AfD-Bundeschatzmeister Bodo Suhren am Donnerstag in einem Brief den Bundes- und den niedersächsischen Landesvorstand der AfD darüber, dass er gegen Hampel „Strafanzeige wegen Beleidigung, übler Nachrede, Verleumdung und übler Nachrede und Verleumdung gegen Personen des politischen Lebens erstattet“ habe. „Dieser Schritt war leider nicht mehr zu vermeiden, da Hampel mir Straftaten vorwirft, ohne dies in irgendeiner Weise zu belegen“, schreibt Suhren in dem Brief, der der Zeitung vorliegt.

Anlass der Anzeige von Suhren, der bis März 2017 auch niedersächsischer AfD-Landesschatzmeister war, ist eine Rede von Hampel, über die die WELT AM SONNTAG am 27. August berichtete. In der Rede, von der der Zeitung zwei vollständige Mitschnitte vorliegen, hatte Hampel während einer Versammlung der Niedersachsen-AfD in Hessisch Oldendorf am 19. August über Suhren gesagt, dieser habe als Landesschatzmeister „eine Finanzkonstruktion geschaffen, die diesen Landesverband nicht lebensfähig erhalten hatte, und“ – so Hampel weiter über Suhren – „es war Absicht, um diesem Landesverband zu schaden“.

Suhren, der in Hessisch Oldendorf nicht anwesend war, interpretiert dies laut seinem Brief als Vorwurf, „ich hätte wissentlich und absichtlich den Landesverband geschädigt“. Hampels diesbezügliche Äußerungen, so Suhren, seien „freche Lügen“.

Hintergrund des Streits ist die angespannte Finanzlage der niedersächsischen AfD. Während Hampel hierfür Suhrens „Finanzkonstruktion“ verantwortlich macht, schreibt Suhren, die monetären Verhältnisse der Landespartei beruhten auf einem Parteitagsbeschluss von 2016 und seien bis Februar 2017 „weitestgehend ausgeglichen“ gewesen. Dann aber, so Suhren, seien „die Kosten explodiert“, weil der Landesvorstand um Hampel zahlreiche Zusatzausgaben getätigt habe, darunter „exorbitante Mehrkosten für Alkohol und Verpflegung für den Landesvorstand“. Am 26. März schied Suhren nach Zerwürfnissen mit Hampel aus dem Amt des Landesschatzmeisters.

Es ist bereits die zweite Strafanzeige gegen Hampel. Die erste wurde im April 2017 bei der Staatsanwaltschaft Lüneburg durch ein ehemaliges AfD-Mitglied wegen des Verdachts auf Untreue gestellt. Zuvor hatte die WELT AM SONNTAG über dubiose Überweisungen von AfD-Geldern auf Hampels Privatkonto berichtet. Diese Geldflüsse hat Hampel bis heute nicht aufgeklärt.
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