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Mann filmt sterbenden Motorradfahrer - jetzt hat er sein Smartphone bei der Polizei abgegeben

News Team
20.09.2017, 17:53 Uhr
Beitrag von News Team

UPDATE: Der gesuchte Gaffer meldete sich am Dienstag auf dem Polizeirevier Heidenheim, wie SWR1 berichtet. Er habe zugegeben, dass er am Sonntag Video-Aufnahmen des verunglückten sterbenden Motorradfahrers gemacht hatte. Sein Smartphone wurde für die weiteren Ermittlungen sichergestellt. Den Film mit dem sterbenden Biker hat der Gaffer inzwischen gelöscht.

Tödliche Verletzungen erlitt am Sonntagnachmittag kurz nach 15:00 Uhr ein 29-Jähriger Motorradfahrer. Er war mit seiner grünen Kawasaki auf der Bundesstraße 19 von Heidenheim kommend in Richtung Mergelstetten unterwegs. Trotz Verbot überholte er am Ortsausgang kurz vor einer Linkskurve mehrere Pkw, die von ihm aber weder behindert noch gefährdet wurden.

Beim Einscheren kam der 29-Jährige aus bisher unbekannten Gründen ins Schliddern, prallte gegen die rechte Leitplanke, fuhr daran mehrere Meter entlang und stieß letztendlich gegen eine Straßenlaterne. Bei dem Unfall erlitt der Fahrer so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Neben mehrere Streifen der Polizei und des Rettungsdienstes war auch die Heidenheimer Feuerwehr zur Unterstützung am Unfallort eingesetzt. Zur Bergung und Unfallaufnahme musste die B19 bis gegen 17:00 Uhr für den Verkehr gesperrt werden. Es wurde eine örtliche Umleitung eingerichtet.

Gaffer filmt und behindert Rettungskräfte

Völlig unverständlich ist derweil das Verhalten eines Fahrradfahrers, der unmittelbar zur Unfallzeit an der Unfallstelle war. Der junge Mann im Alter von ca. 20-25 Jahren filmte bereits vor Eintreffen des Rettungsdienstes mit seinem Handy unbeeindruckt die Unfallstelle und den Verletzten. Danach behinderte er auch die Rettungssanitäter und den Notarzt bei ihrer Arbeit. Gegen ihn wird wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt. Bei der Aktion wurde der Gaffer von einer sogenannten Dashcam gefilmt.

Erst vor knapp zwei Wochen sorgte ein ähnlicher Fall für Entsetzen. Ein Gaffer soll dabei in Bayern den vergeblichen Rettungsversuch bei einem tödlichen Motorradunfall gefilmt haben, wie N-TV berichtete.

Der Motorradfahrer (59) war auf der A8 bei Burgau aus ungeklärter Ursache gegen die Leitplanke gekracht.

Der 59-Jährige starb an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Seine Freunde, die mit ihm fuhren, erlitten einen Schock.

Während Rettungskräfte versuchten, den Unfallfahrer zu reanimieren, stieg ein Lkw-Fahrer aus dem Führerhaus. Er begann, die Szene mit seinem Smartphone aufzunehmen.

Die Polizei kassierte das Handy des 50-Jährigen als Beweismittel ein. Die Beamten erstatten Anzeige wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung und der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen.

Wie N-TV weiter berichtet, drohen ihm bis zu zwei Jahre Haft oder eine Geldstrafe.


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Motorradfahrer filmt eigenen schweren Unfall und will, dass es alle sehen


3 Kommentare

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Ich bin sprachlos, habe selber meine grosse Liebe bei einem Motorradunfall verloren. Für die Angehörigen und Freunde sehr schwer zu ertragen. Die Strafe kann garnicht hoch genug sein für diese Arschlöcher.
  • 21.09.2017, 08:16 Uhr
  • 1
da ich selbst auch lange jahre biker war kann ich so ein verhalten nicht verstehen. würde ich so einen vor ort sehen dem würde ich sein Handy um die ohren schlagen.der gehört wegen unterlassener Hilfeleistung zum dienst im Spital verdonnert.
  • 21.09.2017, 11:56 Uhr
  • 0
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Die gehören angeklagt, weggesperrt und auf Lebenszeit ein Handyverbot
  • 18.09.2017, 17:01 Uhr
  • 0
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