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Polizei ist sich sicher - Verdächtiger (55) ist der Baby-Gläschen-Vergifter

Polizei ist sich sicher - Verdächtiger (55) ist der Baby-Gläschen-Vergifter

News Team
29.09.2017, 10:15 Uhr
Beitrag von News Team

+++ Update am 30.09.2017 um 09:00 Uhr +++


Wie Focus Online berichtet, hält die Polizei in Baden-Württemberg den am Freitag Festgenommenen für dringend tatverdächtig für die Supermarkt-Erpressungen mit vergifteten Baby-Gläschen. Die zuständige Staatsanwaltschaft folgt dieser Ansicht anscheinend und soll noch an diesem Samstag einen Haftbefehl gegen den 55-Jährigen beantragen.


+++ Update am 30.09.2017 um 06:30 Uhr +++


Konstanz (ots) - Die Sonderkommission überprüft derzeit einen Verdächtigen, auf den die Ermittler durch Hinweise aus der Bevölkerung aufmerksam geworden sind.

Da bei der Vielzahl von den eingegangenen Hinweisen auf bestimmte Personen umfangreiche Überprüfungen noch im Gange sind, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, ob es sich bei der Person im Landkreis Tübingen tatsächlich um einen möglichen Tatverdächtigen im Zusammenhang mit dem Erpressungsfall handelt.

Wie Bild berichtet, wurde der Tatverdächtige in einem Mehrfamilienhaus im Ortskern von Ofterdingen (4800 Einwohner) gestellt, nach dem ein Hubschrauber mit Spezialkräften auf dem Sportplatz der Gemeinde gelandet war.

Ein Verdächtiger wird derzeit überprüft. Ein Ermittlungsergebnis steht derzeit noch nicht fest.

Ursprüngliche Meldung


Dringende Warnung der Behörden an die Bevölkerung: Ein unbekannter Täter erpresst mehrere Handelsketten um einen "hohen Geldbetrag" und droht damit, Lebensmittel in Supermärkten zu vergiften. Der Mann hat laut Polizeiangaben bereits mehrere Gläser Babynahrung mit hochtoxischen Glykolverbindungen präpariert. Die Polizei jagt mit Video und Fahndungsbildern nach dem Mann und bittet um Hinweise.

Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, sollen folgende Handelsketten betroffen sein: Aldi, Rossmann, Lidl, DM, Müller, Edeka, Norma, Rewe. Der Mann habe laut dpa-Informationen bereits in 5 Geschäften in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) zugeschlagen. Er könnte weitere Lebensmittel im gesamten süddeutschen Raum, sowie in Österreich vergiften. Nun will der Mann einen "hohen Geldbetrag" erpressen.

Achtung: Wer kennt diesen Mann?

In einer E-Mail an mehrere Adressaten einschließlich der Polizei soll der Erpresser seine Tat angekündigt haben. Mittlerweile fahndet die Polizei nach einem Verdächtigen, der in einem der betroffenen Geschäfte in Friedrichshafen von einer Überwachungskamera gefilmt worden ist.

Bei Nichterfüllung seiner Geldforderung wolle der unbekannte Täter in Lebensmittel- und Drogeriemärkten im In- und Ausland nicht näher benannte Produkte deponieren, die mit einer unter Umständen tödlich wirkenden giftigen Substanz in flüssiger oder fester Form kontaminiert sind.


Die Ermittlungsbehörden und die amtliche Lebensmittelüberwachung nehmen diese Drohung sehr ernst, zumal der Täter bereits vergangene Woche in verschiedenen Friedrichshafener Einkaufsmärkten mehrere vergiftete Lebensmittelprodukte in Gläschen in Verkaufsregalen platziert hatte, wo sie aber nach seinem Hinweis von Angestellten und der Polizei aufgefunden werden konnten.

Die Polizei fordert die Bevölkerung zu erhöhter Wachsamkeit bei dem Kauf von Lebensmitteln auf. Das Gift könne möglicherweise tödliche Folgen haben!

Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass es zukünftig zu einer Manipulation kommen könnte, werden Verbraucher deshalb aufgefordert, besonders auf Beschädigungen der Produktverpackungen oder das Fehlen des Unterdrucks (besonders bei Glasverpackungen mit Schraubverschluss) zu achten! Deckel von ordnungsgemäß verschlossenen Gläsern weisen üblicherweise eine Wölbung nach innen auf, beim Öffnen ist ein Knackgeräusch zu hören. Werden beim Einkauf verdächtige Produkte festgestellt, werden die Verbraucher gebeten, sofort das Verkaufspersonal zu informieren. Stellen Verbraucher zu Hause eine Manipulation von Verpackungen fest, können diese beim Ladengeschäft oder bei jeder Polizeidienststelle abgegeben werden.

Der Erpressung dringend verdächtig, zumindest daran beteiligt zu sein, ist der abgebildete Mann, der vergangene Woche in einem Lebensmittelmarkt in Friedrichshafen von einer Überwachungskamera erfasst wurde.

Er wird wie folgt beschrieben:

- nach Schätzungen aufgrund der Bilder etwa 50 Jahre alt

- mittlere Größe, schlanke Statur

- schmales Gesicht

- sportlicher Gang

- trägt eine Brille (möglicherweise aber nur zur Tarnung)

- war bekleidet mit einer weiß-hellgrauen Mütze, einem hellen,
vermutlich weißen Hemd, einer grauen Hose und schwarzen Sportschuhen
mit einem auffällig weißen Sohlenrand

- trug schwarze Handschuhe und führte eine dunkle oder schwarze
Umhängetasche mit sich

Fahndungsvideo: Wer hat diesen Mann gesehen?



Personen, denen der abgebildete Mann auffällt, die diesen in den vergangenen Tagen gesehen haben, die Hinweise zu seiner Identität geben können oder Auffälligkeiten im Zusammenhang mit dem Erpressungsfall wahrgenommen haben, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium Konstanz unter Tel. 0049 (0)7531 995 - 3434 oder Friedrichshafen.KD.callcenter@polizei.bwl.de in Verbindung zu setzen.

SoKo "Apfel" soll den Täter fassen!
Die Polizei bildete eine 220-köpfige Sonderkommission „Apfel“, die nun Jagd auf den unbekannten Täter macht. Dazu hofft die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung. Bei der extra eingerichteten Telefon-Hotline sollen bereits mehr als 650 Anrufe eingegangen sein, so ein Polizeisprecher am Freitagmorgen.

Im letzten Moment! Dieser Polizist bewahrt einen verzweifelten Mann vor dem sicheren Tod

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