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Mit Igeln Fußball gespielt, bis die Lunge zerfetzte - Tierquäler gesucht!

Mit Igeln Fußball gespielt, bis die Lunge zerfetzte - Tierquäler gesucht!

News Team
29.09.2017, 13:39 Uhr
Beitrag von News Team

Eine Schülerin hat am Donnerstagmittag vergangener Woche einen toten und einen schwerverletzten Igel auf einer Rasenfläche vor der Oskar-Heinroth-Grundschule in Berlin-Britz gefunden.

Der noch lebende Igel wurde umgehend zu einem Tierarzt gebracht. Er hatte eine völlig zertrümmerte Lunge und musste eingeschläfert werden. Der Veterinär geht davon aus, dass das Tier massiv getreten oder geschlagen wurde. Wegen der völlig zerfetzten Lunge musste das noch lebende Tier eingeschläfert werden.


Möglicherweise wurde mit den beiden Igeln „Fußball“ gespielt.

Der Berliner Tierschützer Stefan Klippstein, der von der Igelfinderin um Hilfe gebeten wurde, erstattete Strafanzeige gegen Unbekannt und informierte das Veterinäramt Berlin Neukölln sowie die Untere Naturschutzbehörde. Igel stehen unter besonderem Schutz.


Um die Suche nach den Tierquälern zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA jetzt eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise, die zu ihrer Ergreifung führen, aus. Zeugen wenden sich an die Polizei und können sich telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail bei PETA melden – auch anonym.

Wer Tiere quält, quält auch Menschen

„Die Täter müssen überführt und für ihr brutales Vorgehen zur Rechenschaft gezogen werden“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Igel stehen zudem unter Naturschutz. Wir hoffen, dass unsere Belohnungsauslobung dazu beiträgt, die Tierquäler zu finden.“

Fälle von grausamer Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu:

Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.

Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

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