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Totes Baby mit Drogen in den Knochen: Schreckliche Bilder vom Fundort sollen ...

Totes Baby mit Drogen in den Knochen: Schreckliche Bilder vom Fundort sollen Hinweise bringen

News Team
20.10.2017, 16:01 Uhr
Beitrag von News Team

In den Knochen der Baby-Leiche haben die Ermittler Drogenspuren gefunden! Mit einer Großfahndung wendet sich die Polizei nun an die Öffentlichkeit, um die Geschichte hinter dem grausigen Fund aufzuklären.

Wer ist der kleine Junge, dessen Knochen ein Pilzsammler am 09. September 2017 im Viernheimer Wald in einer Wickeltasche gefunden hatte! Wie ist er gestorben?

Vor diesen Fragen stehen Staatsanwaltschaft und Polizei und schließen ein Verbrechen nicht aus.

Zur Klärung des Falls hat die Kriminalpolizei in Heppenheim die Arbeitsgruppe (AG) "Kitz" eingerichtet. Mit einem Fahndungsaufruf wenden sich die Ermittler jetzt an die Öffentlichkeit und hoffen so, weitere wichtige Hinweise zur Identität des Säuglings oder seiner Mutter zu erlangen.

Nach dem Fund wurden umgehend umfangreiche rechtsmedizinische Untersuchungen veranlasst, deren erste Ergebnisse jetzt vorliegen.
Fest steht, dass die Knochen von einem neugeborenen Jungen im Alter zwischen einer und drei Wochen stammen. Die sterblichen Überreste des Säuglings befanden sich in einer modernen schwarzen Wickeltasche. Wie lange der Junge schon tot ist und wie er zu Tode kam, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

Zum Zeitpunkt des Todes war der kleine Junge mit einem auffällig gemusterten kurzärmeligen Body mit Kapuze bekleidet. Er konnte ebenfalls, wie auch zwei Trinkfläschchen, in der Wickeltasche gefunden werden.

Die aufgefundenen Gegenstände, insbesondere in der Kombination, sind für die Ermittler wichtige Beweismittel, von denen sie sich erhoffen, weitere Hinweise zur Identität des Jungen oder auch seiner Mutter zu bekommen.

Die schwarze Wickeltasche des Herstellers "Lässig" ist auf der Vorderseite mit dem Firmenlogo in Form eines Rehkitzes bestickt. Die zur Tasche gehörende Wickelauflage, eine kleine herausnehmbare Tasche sowie ein Isolierflaschenhalter befanden sich nicht in der aufgefundenen Tasche.

Der kurzärmelige Body mit Kapuze ist in der Grundfarbe weiß mit blauen Aufdrucken, von Seehunden, Seesternen mit Gesicht und der Aufschrift „SPLASH“.
Ermittlungen zu den aufgefunden Babyfläschchen haben ergeben, dass diese ausschließlich über eine Drogeriemarktkette vertrieben werden und seit 2013 im Handel erhältlich sind.

Nach der Veröffentlichung von Bildern und den näheren Umständen zum Fund, sind bisher etwa 20 Hinweise bei der dafür eingerichteten Arbeitsgruppe (AG) "Kitz" eingegangen.

Ein Hinweis zu dem abgebildeten Original-Body kam von einer Frau aus Neckargemünd, die durch die Berichterstattung in den Medien auf den Fall aufmerksam wurde.

Die Frau gab einen Hinweis auf einen nahezu ähnlichen Body mit gleichem Muster in einem Internetportal für Kleinanzeigen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Hersteller des Bodys identisch zu dem Body des toten Jungen ist.
Ein Label mit den entsprechenden Herstellerinformationen haben beide Bodys nicht.

Die Ermittlungsbehörden geben nun ein weiteres interessantes Untersuchungsergebnis aus der Rechtsmedizin bekannt:

Der Säugling ist in seinen jungen Lebenstagen bereits mit Drogen in Berührung gekommen. Mutmaßlich lag bereits während der Schwangerschaft der Kindsmutter ein Drogenkonsum mit Amphetaminen vor.

Auf der Suche nach der Identität des kleinen Jungen, bittet die AG Kitz die Bevölkerung um weitere Mithilfe:

Wer ist der Hersteller des Bodys?
Wo und in welchem Zeitraum wurde dieser verkauft?
Wer kennt eine Frau oder eine Familie, die während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt eines Kindes aus dem Bereich Viernheim oder Bergstraße verzogen ist/ sind?
Wem ist die gesuchte modische Wickeltasche der Firma "Lässig" mit besticktem Logo in Form eines Rehkitzes in Kombination mit dem Body aufgefallen?
Ist die Wickeltasche als gebrauchte Tasche in den Raum Viernheim/ Bergstraße weiterverkauft worden?
Wer kennt/ kannte eine Frau, die schwanger war und deren Baby nicht gezeigt wurde?
Bestand bei dieser schwangeren Frau zudem der Verdacht, dass sie auch Drogen konsumiert hat?

Weiterhin hat die Staatsanwaltschaft Darmstadt eine Belohnung in Höhe von 2.500 Euro ausgesetzt, die zur Ermittlung und Ergreifung des oder der Täter führen.

Der kleine Junge wird auf Initiative des Bürgermeisters der Stadt Viernheim zeitnah auf dem Friedhof in Viernheim beerdigt und kann dort seine letzte Ruhe finden. Der Termin der Beerdigung steht noch nicht fest.

Die AG "Kitz" hat unter der Rufnummer 06151 969 1111 rund um die Uhr ein Hinweistelefon geschaltet.

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