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"Nicht lustig, sondern lebensgefährlich" - Polizei zieht nach Wildschwein-Al ...

"Nicht lustig, sondern lebensgefährlich" - Polizei zieht nach Wildschwein-Alarm in Heide Bilanz

News Team
23.10.2017, 16:17 Uhr
Beitrag von News Team

Die Polizei zieht nach einem Großeinsatz in Heide Bilanz

Zwei Wildschweine waren am Freitagmorgen aus bisher ungeklärter Ursache auf eigene Faust in der Heider Innenstadt unterwegs und haben dabei mehrere Menschen teilweise schwer verletzt sowie Sachschaden angerichtet. Ein Großaufgebot an Rettungs- und Polizeikräften hatte gut zu tun, die Verletzten zu versorgen und einen borstigen Vierbeiner zu bändigen. Ein weiteres Wildschwein entzog sich dem Geschehen durch Flucht.

Was anfangs lustig klingt, ist bei genauer Betrachtung lebensgefährlich. Ein bestimmt nicht alltäglicher Einsatz beschäftigte heute Vormittag die Rettungskräfte von der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH), Polizei und Feuerwehr auf dem Marktplatz und der angeschlossenen Fußgängerzone, denn kurz nach 9.00 Uhr liefen die ersten Notrufe in der Leitstelle in Elmshorn auf, die über freilaufende Wildschweine in der Heider Innenstadt berichteten.



Vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte ist ein Wildschwein in die Kundenhalle der Sparkasse entflohen und verletzte dort einen Angestellten sowie vor dem Gebäude einen Passanten zum Teil schwer. Zuvor hatte es in einem Optikerfachgeschäft eine Seniorin angegriffen und die Glastür beschädigt. Mehrere Sparkassenangestellte flüchteten in ihre Büros und wurden von der Feuerwehr über eine Rettungsplattform aus dem Gebäude befreit, da das Wildschwein im Vorraum der Bank durch Einsatzkräfte der Polizei festgesetzt wurde. Um eine weitere Gefährdung und Schaden durch das aggressive Tier zu verhindern, erlegte ein Jäger den Keiler im Verlauf des Einsatzes vor dem Gebäude.

Insgesamt wurden vier Menschen durch das Wildschwein verletzt und nach rettungsdienstlicher Behandlung vor Ort ins Krankenhaus gebracht. Vier weitere Menschen erlitten durch das Geschehen einen großen Schreck, von dem sie sich nun - nach rettungsdienstlicher Sichtung aber ohne Klinikaufenthalt - erholen müssen.



Ein zweites Wildschwein war während des Einsatzes flüchtig und wurde von Polizei und Jägern im Stadtgebiet gesucht. Die Ermittlung des konkreten Aufenthaltsortes verlief allerdings erfolglos, so dass kurz vor 13.00 Uhr seitens der Polizei Entwarnung für die Bevölkerung gegeben werden konnte. Es wird jedoch generell davor gewarnt, sich Wildschweinen zu nähern, da diese unberechenbar und aggressiv gegenüber Menschen sein können.



Die RKiSH war mit gut 20 Kräften mit insgesamt sechs Rettungswagen (RTW), einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF), dem Organisatorischen Leiter (OrgL), dem A-Dienst und dem Team der Pressebetreuung bei dem über zweistündigen Geschehen im Einsatz.

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