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Asylantrag 2012 abgelehnt: Vater schneidet Tochter Kehle durch - Nachbarn ha ...

Asylantrag 2012 abgelehnt: Vater schneidet Tochter Kehle durch - Nachbarn hatten Angst vor ihm

News Team
25.10.2017, 08:41 Uhr
Beitrag von News Team

Dieser Fall löst deutschlandweit Entsetzen aus. Der Verdacht: In Hamburg hat ein 33-jähriger Mann seine Tochter getötet. Er schnitt allem Anschein nach dem zweijährigen Mädchen die Kehle durch. Die Mutter des Kindes sah das Unheil kommen und war gerade auf der Polizeiwache, um Hilfe zu holen.

Als die Beamten in die Wohnung kamen, war der Kindsmord bereits geschehen. Seither ist der Mann auf der Flucht. Seine Spur ließ sich bis zum Hauptbahnhof verfolgen und verliert sich dann. Seither läuft eine Großfahndung nach dem dringend Tatverdächtigen.

Video: Jagd nach dem Kindermörder von Hamburg

Wie Spiegel Online berichtet, fiel die Familie den Nachbarn bereits seit längerem durch heftige Auseinandersetzungen auf. Das Paar habe sich oft gestritten, die Kinder hätten viel geweint. Polizei und Jugendamt seien schon da gewesen.

Dem Bericht zufolge war die Familie dem Jugendamt bekannt. Die Behörde schickte eine Sozialpädagogin dort hin, als eine Kinderärztin häusliche Gewalt gemeldet hatte. Im Nachhinein müssen sich die Ämter fragen, ob zu lax reagiert wurde. Der Mann hatte weiterhin Zugang zu Frau und Kindern.

Bei dem Familienvater handelt es sich um einen Asylbewerber, der die Frau in Deutschland kennengelernt hatte.

Sein Antrag auf Asyl sei 2012 in Hessen abgelehnt worden, sagte ein Sprecher laut "Spiegel Online". Auch ein Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis in Hamburg sei im März abgelehnt worden. Dagegen wiederum wehrt sich der Mann mit anwaltlicher Hilfe.

Der Tatverdächtige konnte mit einer Duldung im Land bleiben, wie die "Hamburger Morgenpost" schreibt, weil Abschiebe-Unterlagen wie der Pass fehlten. Als komplex stuften die Behörden den Fall außerdem ein, da Familien nur unter besonderen Umständen auseinandergerissen werden.

Eine andere Nachbarin, Fatima K., beschreibt gegenüber "Spiegel Online" den Verdächtigen als "hochaggressiv". Die Kinder hätten oft geweint, es gebe Gerüchte, dass er seine Frau geschlagen habe. "Ich hatte Angst vor ihm", sagt K.

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