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Teure Abzocke: Antwortet nie mit "Ja", wenn ein Anrufer fragt, ob ihr Hund o ...

Teure Abzocke: Antwortet nie mit "Ja", wenn ein Anrufer fragt, ob ihr Hund oder Katze habt

News Team
30.10.2017, 14:05 Uhr
Beitrag von News Team

Die Frau aus Hohenlimburg wurde angerufen und von der Stimme am anderen Ende der Leitung gefragt, ob sie Hund oder Katze habe. Intuitiv tat die Frau das Richtige: Sie verneinte, obwohl sie einen Hund zuhause hat. Das berichtet die "Westfalenpost".

Der Anruf erfolgte aus dem Suttgarter Raum, die Nummer ist der Polizei bekannt. „Nicht rückrufbar. Also kriminell.“ Ein Polizeisprecher rät, „bei solchen Anrufen sofort aufzulegen und keinerlei Information herauszugeben“.

Entweder Einbrecher wollen so an Informationen gelangen, oder Haustierbesitzer sollen durch bestimmte Antworten, die aufgezeichnet werden, anschließend abgezockt werden!

Mit einer Pressemitteilung hatte zuletzt auch die Polizei Trier vor Betrügern gewarnt, die gezielt Haustierbesitzer angehen. Sein Unwesen treibt ein angeblicher "Verband deutscher Tierhalter" oder die "Bundeszentrale für Haustiererfassung".

Diese Organisationen existieren nicht, sondern sind frei erfunden. Insbesondere ältere Menschen wurden angerufen. Die Anrufer eröffneten auch hier das Gespräch regelmäßig mit der Frage, ob es im Haushalt einen Hund gebe. Viele Bürger meldeten sich daraufhin bei der Polizei und äußerten die Befürchtung, dass sie ausbaldowert wurden und ein Einbruch vorbereitet werde.

Wer "Ja" sagt, bestellt, ohne es zu wissen

Es verdichten sich nun die Hinweise, dass es sich bei den Anrufen um eine perfide Betrugsmasche handeln könnte. Durch geschickte Gesprächsführung werden die Angerufenen dazu angeleitet, laut und deutlich "Ja" zu sagen und ihren Namen zu nennen. Teilweise werden die Angerufenen auch dazu aufgefordert, ihre Antworten durch das Drücken einer bestimmten Taste am Telefon zu bestätigen.

Die Betrüger schneiden diese Telefonate dann im Nachhinein so zusammen, als ob der Angerufene sein Einverständnis zu einer Bestellung oder einem Vertrag gegeben hätte.

In der Folge kommt es oftmals zu ungewollten Zeitschriften- oder Tierfutterlieferungen oder zu sogenannten "Drittanbieterabbuchungen".

Drittanbieter sind im Telefongeschäft in erster Linie Service-Dienste, wie Klingeltöne, Spiele, Apps, Gewinnspiele und vieles mehr. Das Geld für diese Dienste holen sich die Drittanbieter über die Telefonrechnung. Als Nachweis für den Vertragsabschluss und die Rechnungsstellung dient das zusammengeschnittene Telefongespräch.

Ein "Ja" in einem Telefonat mit einem zweifelhaften Anrufer zu vermeiden, wäre konsequent, ist aber kaum einzuhalten.

Die Polizei rät daher zu folgenden Verhaltensweisen:

Sagen Sie dem Anrufer mit bestimmten Ton, dass sie kein Interesse haben. Machen Sie keinerlei Zusagen am Telefon. Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter. Im Zweifel legen Sie einfach auf. Das ist keinesfalls unhöflich. Nur so werden Sie Betrüger los.
Darüber hinaus bieten alle Telefongesellschaften die Möglichkeit, eine sogenannte Drittanbietersperre einzurichten. Hiermit können Sie sich davor schützen, dass Geld für Drittanbieterleistungen mit Ihrer Telefonrechnung abgebucht wird. Für die Sperrung fallen in der Regel keine Kosten an.

Einziger Nachteil: es werden auch Dienste gesperrt, die Sie möglicherweise wirklich nutzen möchten, wie z.B. der Kauf einer App über Handyrechung. Hier müssen Sie dann einfach andere Bezahlarten nutzen.

Sollten Sie zu denen gehören, die angerufen wurden und sind sich unsicher, ob Sie Opfer dieser Betrugsmasche geworden sind, dann kontrollieren Sie bitte mindestens einmal im Monat ihre Kontoauszüge und ihre Telefonrechnung.

Lassen Sie unberechtigte Abbuchungen rückgängig machen. Wenden Sie sich hierzu unverzüglich an ihren Bankberater. Teilen Sie dem Telefonanbieter unverzüglich mit, welche Forderung unberechtigt ist und bitten um eine neue "bereinigte" Rechnung. Wurde der gesamte Betrag bereits abgebucht, sollten Sie bei ihrer Bank widersprechen und nur den berechtigten Teil der Telefonrechnung begleichen. Unberechtigte Lastschrifteinzüge können den Tatbestand des Betrugs gemäß § 263 StGB erfüllen.

Erstatten Sie im Zweifel Anzeige bei der Polizei. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.polizei-beratung.de

16 Kommentare

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Ich melde mich bei seltsamen Nummern im Display immer mit "Staatsanwaltschaft, Regensburg, Telefonbetrugsdezernat".
Die rufen nicht mehr an !!!
  • 01.11.2017, 10:17 Uhr
  • 1
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ich stehe nicht mehr im telfonbuch.. dieses dämliche angequatsche von "schlechtem Deutsch" ist mehr als auffällig
... habe du kaufe..wolle gucka was kost...
aus Indien Software Überprüfung.. aus Afrika große Erbschaften
und aus Süd-Osteuropa fragen zu angeblichen Ersparnissen und Gewinnen die durch Vorrauskasse ausbezahlt werden !!
  • 31.10.2017, 11:36 Uhr
  • 2
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Ich habe vor einigen Jahren, als meine Tel. Nr. noch im Telefonbuch verzeichnet war, jede Woche ein bis zwei merkwürdige Anrufe bekommen.
Als es mir gereicht hatte, habe ich mich mit "Leichenschauhaus Berlin Hannoversche Straße gemeldet - und der Spuk war vorbei.
  • 31.10.2017, 11:14 Uhr
  • 4
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meine Fritz-Box bietet mir die Möglichkeit eine Anrufer-Telefon-Nummer zu sperren. Ich kenne z.B. niemanden in GroßBritannien, der mich gestern anrief. Die TelNr. war im Internet bereits als betrügend erkannt - ich habe sie ebenfalls in meine Sperrliste aufgenommen.
Und ich habe Ruhe bis diese Subjekte eine neue TelNr. benutzen.
  • 31.10.2017, 10:14 Uhr
  • 0
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Ich würde höchstens antworten: " Sie sprechen mit der Katze"....Gruss Eva.
  • 31.10.2017, 10:14 Uhr
  • 0
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Ich werte es als positives Ereignis wenn es noch etwas "abzuzocken" gibt. Warum? Da auch das "Abzuzockende" erst mal produziert sein muss, es mithin noch eine "Wirtschaft" gibt die das bewerkstelligen kann. Die Art des Raubes hängt von der Art der Produktionsweise ab, mithin der angewandten Produktivkräfte, damit von den Produktionsverhältnissen, daraus die Eigentumsverhältnisse. Wer nichts mehr hat kann auch nicht "abgezock" werden. Und bitte auch das Telefon und deren ganze Verbindungsmaschinerie ist notwendig um "abzuzocken".

Nun noch etwas für Menschen die gerne Lesen und sich über das gelesene auch Gedanken machen können:

Karl Marx
Abschweifung über produktive Arbeit
Ein Philosoph produziert Ideen, ein Poet Gedichte, ein Pastor Predigten, ein Professor Kompendien usw. Ein Verbrecher produziert Verbrechen. Betrachtet man näher den Zusammenhang dieses letztren Produktionszweigs mit dem Ganzen der Gesellschaft, so wird man von vielen Vorurteilen zurückkommen. Der Verbrecher produziert nicht nur Verbrechen, sondern auch das Kriminalrecht und damit auch den Professor, der Vorlesungen über das Kriminalrecht hält, und zudem das unvermeidliche Kompendium, worin dieser selbe Professor seine Vorträge als »Ware« auf den allgemeinen Markt wirft. Damit tritt Vermehrung des Nationalreichtums ein. Ganz abgesehn von dem Privatgenuß, den, wie uns ein kompetenter Zeuge, Prof. Roscher, [sagt,] das Manuskript des Kompendiums seinem Urheber selbst gewährt. [Fußnote]
Der Verbrecher produziert ferner die ganze Polizei und Kriminaljustiz, Schergen, Richter, Henker, Geschworene usw.; und alle diese verschiednen Gewerbszweige, die ebenso viele Kategorien der gesellschaftlichen Teilung der Arbeit bilden, entwickeln verschiedne Fähigkeiten des menschlichen Geistes, schafffen neue Bedürfnisse und neue Weisen ihrer Befriedigung. Die Tortur allein hat zu den sinnreichsten mechanischen Erfindungen Anlaß gegeben und in der Produktion ihrer Werkzeuge eine Masse ehrsamer Handwerksleute beschäftigt.
Der Verbrecher produziert einen Eindruck, teils moralisch, teils tragisch, je nachdem, und leistet so der Bewegung der moralischen und ästhetischen Gefühle des Publikums einen »Dienst«. Er produziert nicht nur Kompendien über das Kriminalrecht, nicht nur Strafgesetzbücher und damit Strafgesetzgeber, sondern auch Kunst, schöne Literatur, Romane und sogar Tragödien, wie nicht nur Müllners »Schuld« und Schillers »Räuber«, sondern selbst »Ödipus« und »Richard der Dritte« beweisen. Der Verbrecher unterbricht die Monotonie und Alltagssicherheit des bürgerlichen Lebens. Er bewahrt es damit vor Stagnation und ruft jene unruhige Spannung und Beweglichkeit hervor, ohne die selbst der Stachel der Konkurrenz abstumpfen würde. Er gibt so den produktiven Kräften einen Sporn. Während das Verbrechen einen Teil der überzähligen Bevölkerung dem Arbeitsmarkt entzieht und damit die Konkurrenz unter den Arbeitern vermindert, zu einem gewissen Punkt den Fall des Arbeitslohns unter das Minimum verhindert, absorbiert der Kampf gegen das Verbrechen einen andern Teil derselben Bevölkerung. Der Verbrecher tritt so als eine jener natürlichen »Ausgleichungen« ein, die ein richtiges Niveau herstellen und eien ganze Perspektive »nützlicher« Beschäftigungszweige auftun.
Bis ins Detail können die Einwirkungen des Verbrechers auf die Entwicklung der Produktivkraft nachgewiesen werden. Wären Schlösser je zu ihrer jetzigen Vollkommenheit gediehn, wenn es keine Diebe gäbe? Wäre die Fabrikation von Banknoten zu ihrer gegenwärtigen Vollendung gediehn, gäbe es keine ||V-183| Falschmünzer? Hätte das Mikroskop seinen Weg in die gewöhnliche kommerzielle Sphäre gefunden (siehe Babbage) ohne Betrug im Handel? Verdankt die praktische Chemie nicht ebensoviel der Warenfälschung und dem Bestreben, sie aufzudecken, als dem ehrlichen Produktionseifer? Das Verbrechen, durch die stets neuen Mittel des Angriffs auf das Eigentum, ruft stets neue Verteidigungsmittel ins Leben und wirkt damit ganz so produktiv wie strikes auf die Erfindung von Maschinen. Und verläßt man die Sphäre des Privatverbrechens: Ohne nationele Verbrechen, wäre je der Weltmarkt entstanden? Ja, auch nur Nationen? Und ist der Baum der Sünde nicht zugleich der Baum der Erkenntnis seit Adams Zeiten her? Mandeville in seiner »Fable of the Bees« (1705) hatte schon die Produktivität aller möglichen Berufsweisen usw. bewiesen und überhaupt die Tendenz dieses ganzen Arguments:
»Das, was wir in dieser Welt das Böse nennen, das moralische so gut wie das natürliche, ist das große Prinzip, das uns zu sozialen Geschöpfen macht, die feste Basis, das Leben und die Stütze aller Gewerbe und Beschäftigungen ohne Ausnahme; hier haben wir den wahren Ursprung aller Künste und Wissenschaften zu suchen; und in dem Moment, da das Böse aufhörte, müßte die Gesellschaft verderben, wenn nicht gar gänzlich untergehen.«' [Fußnote]
Nur war Mandeville natürlich unendlich kühner und ehrlicher als die philisterhaften Apologeten der bürgerlichen Gesellschaft
  • 31.10.2017, 06:11 Uhr
  • 2
Hallo Claudia ich hab nichtmal die Haelfte verstanden. Sorry. Gruss Rosemarie
  • 31.10.2017, 16:36 Uhr
  • 1
Entschuidigung cornelia
  • 31.10.2017, 16:36 Uhr
  • 1
Macht nichts, frau steigt ja auch nicht gleich auf die höchsten Berge, sondern beginnt mit einfachen Übungen. Wenn aber der Wille da ist kann frau dann auch die höchsten Gipfel erstürmen. Nur leider sehen die im Tal einen dann kaum mehr und meinen das frau einen Stich haben muss so hoch hinaus zu wollen. Meine Klettertour begann schon vor 60+ Jahren. Ganz nach oben werde ich es nicht mehr schaffen, weil ja noch der tägliche Kram erledigt werden muss, doch ein Stückerl nach oben will ich noch auf die Gebirge der Wissenschaft kommen. Wenn ich auch keine "Professionelle" bin, hat mir meine praktische Arbeit in verschiedenen Schwer- und Schwerstberufen sehr geholfen auch den komplizierteren Teil der Wirklichkeit mir verständlich und durchsichtig zu machen. Das ist nicht immer von Vorteil, denn hier oben ist die Luft dünn aber die Aussicht ist einfach überwältigend und lässt Ahnen was der Menschheit noch an Gutem bevorstehen kann.
  • 31.10.2017, 21:53 Uhr
  • 0
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Ich -normalerweise- ein sehr höflicher Mensch! Sage sofort, Danke, aber ich das brauche ich nicht! Wenn Ich gefragt werde "ich möchte gern Frau... sprechen" Sage ich nur " am Apparat" Um dann gleich danach, wenn die ihren Sermos loslegen, zu sagen (teils auch etwas barsch und unhöflich) Danke, bitte verschonen Sie mich mit Ihrem Gelaber: Kein Bedarf! Und lege auf! 😯 In dem Moment ist mir Höflichkeit auch schiefegal!😜
  • 31.10.2017, 00:14 Uhr
  • 2
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Habe 2 bis 3 mal die Woche Anonyme Anrufer der nicht spricht nur horcht. und nach einer Zeit legt er auf wenn ich nicht vorher aufgelegt habe.
  • 30.10.2017, 23:33 Uhr
  • 2
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Mich werden sie nicht erreichen, da im Telefonbuch nur mein zweiter Anschluss steht, der allerdings nicht angeschlossen ist. Da können sie sich die Finger wund tippen... - ich weiß schon warum ich damals die 2. Nummer angegeben habe.....seitdem ist Ruhe mit den nervigen Werbeanrufen.
Menschen, die mir wichtig sind, kennen meine richtige Nummer!!!
  • 30.10.2017, 21:41 Uhr
  • 5
Inzwischen ist es ja so, dass man meist nicht mehr im Tel.-Buch steht! 😀 Gut, dass das Monopol angeschafft wurde! 😃 Früher gab's da schon des Öfteren unliebsame Anrufe! 😥
  • 31.10.2017, 00:19 Uhr
  • 0
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Hatte neulich auch so eine Anfrage. Habe dann auf türkisch geantwortet. Das Hundefutter habe ich immer noch nicht bekommen.
  • 30.10.2017, 21:34 Uhr
  • 2
Gut!😀 Ich hoffe nur, dass Du keinen 🐕 hat, der womöglich in der Zwischenzeit verhungern könnte! 😉 Liebe Grüße Heidrun 😃
  • 31.10.2017, 00:21 Uhr
  • 1
Hundefutter gibt's in jeden Supermarkt. Weder Hund noch Katze müssen verhungern. Für mich ist es jedoch ein besonderer Spaß auf Werbeanrufe in einer fremden Sprache zu antworten. Wenn jemand nach der Kontonummer fragt lautet die Antwort auf italienisch " mio cane e sano". Liebe Grüße wize.life-Nutzer
  • 01.11.2017, 20:46 Uhr
  • 1
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