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Türkische und arabische Polizeischüler in Berlin: Hass- und Gewaltprobleme l ...

Türkische und arabische Polizeischüler in Berlin: Hass- und Gewaltprobleme lange Zeit verschwiegen?

News Team
02.11.2017, 17:18 Uhr
Beitrag von News Team

Die Führung der Berliner Polizei ist offenbar über die sich zuspitzenden Missstände an der Akademie bereits seit längerer Zeit informiert. Der WELT liegt ein internes Papier einer Führungsbesprechung vor, das vom August dieses Jahres datieren soll.

Demnach beklagt die Polizeiakademie Probleme, "welche sich im Zuge der Einstellungen von Beamten/innen mit Migrationshintergrund (derzeit 30%) entwickelt haben". So könnten die Anwärter teils nicht schwimmen, obwohl dies eine Einstellungsvoraussetzung ist. Ferner wird ein "herablassender Umgang mit weiblichen Angestellten wie Putzfrauen" festgestellt. Anwärter zeigten zudem Defizite im Berufsethos.

Innerhalb der Akademie herrscht nach Informationen der WELT ein Gefühl der Angst. "Es gab Lehrer, die sich mit den Vertretern der Parteien treffen wollten, um über Missstände zu sprechen. Doch auf diese wurde Druck ausgeübt", sagte ein Berliner Polizeiführer.

Klagen über türkische und arabische Polizeischüler

Der innenpolitische Sprecher der FDP in Berlin, Marcel Luthe, sagte: "Die Gewerkschaft der Polizei hatte ein Gespräch mit uns und Lehrkräften organisiert. Es wurde abgesagt." Ausgelöst wurde die Debatte um die Missstände an der Polizei-Akademie durch eine Audio-Aufnahme, auf der Klagen eines Einsatztrainers über türkische und arabische Polizeischüler zu hören sind. Ein Ausbilder sagte: „Ich hab Unterricht gehalten an der Polizeischule. Ich hab noch nie so was erlebt, der Klassenraum sah aus wie Sau, die Hälfte Araber und Türken, frech wie Sau. Dumm. Konnten sich nicht artikulieren.“

Die WELT hatte als erstes darüber berichtet. Polizeipräsident Klaus Kandt gab an, er habe die Datei am vergangenen Freitag erhalten. Der Absender der Datei wurde ermittelt, mit ihm wurde ein Gespräch geführt. Intern wurde kritisiert, dass er sich nicht an seinen Dienstherren gewandt hatte.

Luthe sagte: "Mir ist kein Fall bekannt, in dem etwas anderes passiert wäre, als das Problem zu leugnen. Die Polizeiakademie ist direkt dem Polizeipräsidenten unterstellt, die immer wieder auftretenden dramatischen Probleme liegen in seiner direkten Verantwortung. Die Akademie braucht einen dienst- und lehrerfahrenen und unabhängigen Polizeiführer an der Spitze." Luthe forderte den Innensenat zum Handeln auf. "Egal, wo man den Stein umdreht, ob Terrorismus, 15 Prozent mehr Straftaten seit 2011, die niedrigste Aufklärungsquote, offene Dealer-Gebiete und nun die Polizeiakademie – die Spitze der Polizei versagt auf ganzer Linie. Wie lange will der Innensenator das den Berlinern noch zumuten?"

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