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Polizeigroßeinsatz in 13 Bundesländern! Abschaltung von Download-Portal!

Polizeigroßeinsatz in 13 Bundesländern! Abschaltung von Download-Portal!

News Team
10.11.2017, 09:10 Uhr
Beitrag von News Team

Abschaltung eines illegalen deutschsprachigen Download-Portals und Durchsuchungsmaßnahmen gegen mutmaßliche Verantwortliche des Portals in einem bundesweiten Ermittlungskomplex

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main - Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) - und das Hessische Landeskriminalamt (HLKA) sowie Generalstaatsanwaltschaften und Staatsanwaltschaften anderer Bundesländer haben vom 8. bis 9. November 2017 wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen unerlaubten Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke die Wohnungen von 42 Tatverdächtigen in 13 Bundesländern durchsucht und zahlreiche Beweismittel, insbesondere Computer und Datenträger sichergestellt.

Die Beschuldigten im Alter von 23 bis 72 Jahren stehen im Verdacht, das über das Internet zugängliche, illegale deutschsprachige Download-Portal mit der Bezeichnung "usenetrevolution.info" betrieben und organisiert zu haben. Auf dem Portal wurde eine Vielzahl an Raubkopien von Kinofilmen, Filmserien, Musik, Software, Computerspielen und E-Books angeboten, ohne hierfür Gebühren an die Rechteinhaber abzuführen. Zuletzt umfasste das Download-Portal etwa 27.000 Mitglieder.

Administrator gefasst

Der von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main geführte - hessische - Teil des Ermittlungskomplexes richtet sich gegen einen 49-jährigen Hauptbeschuldigten aus dem Wetteraukreis, dessen 39-jährige Ehefrau sowie einen 42-Jährigen aus Darmstadt, einen 52-Jährigen aus Kassel und einen 41-Jährigen aus dem Wetteraukreis.

Der Hauptbeschuldigte steht im Verdacht, als sogenannter Administrator für den technischen Betrieb des illegalen Download-Portals verantwortlich gewesen zu sein. Die weiteren Beschuldigten aus Hessen stehen in Verdacht, als Moderatoren bzw. sog. "Uploader" den Betrieb des illegalen Download-Portals organisiert oder zumindest unterstützt zu haben.

Die Ermittlungsverfahren gegen die weiteren 37 Beschuldigten mit Wohnsitzen außerhalb von Hessen hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main - noch vor den Durchsuchungsmaßnahmen - an die örtlich zuständigen Generalstaatsanwaltschaften und Staatsanwaltschaften abgegeben.

Im Einzelnen sind an dem Ermittlungskomplex bundesweit folgende Ermittlungsbehörden beteiligt:

Generalstaatsanwaltschaft Bamberg (2 Tatverdächtige), Generalstaatsanwaltschaft Dresden (1 Tatverdächtiger), Generalstaatsanwaltschaft Koblenz (4 Tatverdächtige), Staatsanwaltschaft Berlin (5 Tatverdächtige), Staatsanwaltschaft Cottbus (1 Tatverdächtiger), Staatsanwaltschaft Essen (6 Tatverdächtige), Staatsanwaltschaft Göttingen (1 Tatverdächtiger), Staatsanwaltschaft Halle (2 Tatverdächtige), Staatsanwaltschaft Hamburg (2 Tatverdächtige), Staatsanwaltschaft Heilbronn (1 Tatverdächtiger), Staatsanwaltschaft Magdeburg (2 Tatverdächtige), Staatsanwaltschaft Mannheim (3 Tatverdächtige), Staatsanwaltschaft Mühlhausen (3 Tatverdächtige), Staatsanwaltschaft Osnabrück (1 Tatverdächtiger), Staatsanwaltschaft Rostock (1 Tatverdächtiger), Staatsanwaltschaft Stuttgart (1 Tatverdächtiger), Staatsanwaltschaft Verden (1 Tatverdächtiger).

Server im Ausland

Darüber hinaus gelang der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und dem Hessischen Landeskriminalamt die Lokalisierung der Server des illegalen Download-Portals sowie einer Vertriebsseite für Usenet-Zugänge in den Niederlanden und in Frankreich, sodass das Download-Portal am 8. November 2017 abgeschaltet werden konnte.

Bei der Umsetzung dieser Maßnahmen im Ausland unterstützten die europäische Justizbehörde EUROJUST und das Bundeskriminalamt die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Hessische Landeskriminalamt. Auf die Webseite des illegalen Download-Portals wurde das nachfolgende Sicherstellungsbanner hochgeladen.

"aktuelles seizure banner"

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Polizei befreit Frau aus Händen von Vergewaltiger

12 Kommentare

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Härtere Strafen für Sexuelltäter
  • 12.11.2017, 00:26 Uhr
  • 0
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Da hat die Polizei wenigstens mal ein kleiner erfolg gehabt ,ansonsten sind die Erfolge recht mager
  • 10.11.2017, 23:32 Uhr
  • 0
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"aktuelles seizure banner"

Sollte da nicht eine Grafik zu sehen sein?
  • 10.11.2017, 11:01 Uhr
  • 0
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Auch wenn manche an der Prioritätensetzung rumnörgeln, der Groß-Einsatz ist richtig ! Befürchte nur, dass die Server im Ausland kaum zu überschauen sind.
  • 10.11.2017, 10:57 Uhr
  • 1
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Toll, dafür gibt es einen Großeinsatz, genug Polizei, intensive Ermittlungen und internationale Zusammenarbeit, aber wenn es um Einbrüche, Auto- und Fahrraddiebstahl und ähnliche Delikte ( ganz zu schweigen von Menschen- und Drogenhandel) geht: "Dafür haben wir nicht genug Personal".
Ich will Raubkopien nicht verteidigen, was mich aber nervt, ist die Prioritätensetzung!
  • 10.11.2017, 10:36 Uhr
  • 11
Die Polizei muss doch auch mal einen Erfolg kundtun sonnst verliert Sie Ihre Glaubwürdigkeit. Bei einer Rate von 15% Aufklärung aller Einbrüche klingt so was doch besser. Wenn auch noch die großen Firmen als Sponsoren dahinter stehen
  • 10.11.2017, 12:51 Uhr
  • 1
Ja, hast Recht. Deshalb muss ich jetzt mal ein Lob aussprechen an die Polizei. Die Internetkriminalität ist sehr stark am wachsen, Betrüger lauern überall im Netz. Es kann doch nur in unserem Interesse sein wenn da Erfolge verbucht werden ...
  • 10.11.2017, 17:22 Uhr
  • 1
Ich glaube kaum, dass die zuständigen Stellen sich gesagt haben: "Raub und Einbruch? Och nö, dagegen vorzugehen haben wir keinen Bock. Machen wir lieber was mit Internet."
  • 10.11.2017, 22:46 Uhr
  • 0
@ wize.life-Nutzer Es ging bei diesem Großeinsatz eben NICHT um Betrug, sondern um illegale Downloads - wann gab es denn mal einen vergleichbaren Großeinsatz gegen Internetbetrüger, die "kleine Leute" betrügen?
  • 11.11.2017, 08:09 Uhr
  • 1
wize.life-Nutzer Ach, glaubst du nicht? Bei der dünnen Personaldecke, die die Polizei hat, werden nun mal Prioritäten gesetzt. Dabei geht es natürlich nicht um "Bock haben".
Da geht es darum, wer den meisten Druck ausübt - und das sind eben die großen Firmen, die Gewinneinbußen durch Download-Portale haben.
  • 11.11.2017, 08:15 Uhr
  • 1
Und wie soll das gehen? Sind das Supermänner, die von GSG9 über Mord & Totschlag bis hin zu Bits & Bytes alles draufhaben?
  • 11.11.2017, 13:58 Uhr
  • 1
Mehr Videoüberwachungen
  • 12.11.2017, 00:28 Uhr
  • 0
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