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Weltweites Flüchtlingschaos: Sicherheitskräfte stürmen besetztes Asylantenlager nach Protesten

Weltweites Flüchtlingschaos: Sicherheitskräfte stürmen besetztes Asylantenla ...
News Team
24.11.2017, 11:19 Uhr
Beitrag von News Team

Flüchtlingschaos auch im fernen Osten: Die Polizei in Papua-Neuguinea begann die Räumung eines besetzten Flüchtlingslagers. Am 31. Oktober war es offiziell geschlossen worden, nachdem ein Gericht in Papua-Neuguinea es als verfassungswidrig eingestuft hatte. Hunderte Bewohner weigerten sich aber, das bislang von Australien betriebene Camp zu verlassen.

Den Besetzern des umstrittenen Lagers auf Manus Island wurde befohlen den Ort zu verlassen und ihre Habseligkeiten zu zerstören.

Bis zum frühen Nachmittag waren Dutzende der Asylsuchenden aus dem Lager entfernt und in drei Kleinbusse gesetzt worden, sagten Flüchtlingsaktivisten, die vor Ort waren in Interviews mit australischen Medien.

"Sie fuhren mit dem Kopf aus dem Fenster gestreckt davon und schrieen um Hilfe", sagte Tim Costello von der Wohltätigkeitsorganisation World Vision Australia.

Sicherheitskräfte hatten das Lager um 7 Uhr morgens gestürmt und verkündeten mit Lautsprechern, dass die Asylanten in alternative Einrichtungen auf der Insel gehen müssten.

"Sie haben alles zerstört: unsere Habseligkeiten, unsere Unterkünfte, unsere Zimmer und Betten", sagte Behrouz Boochani, ein kurdischer Flüchtling und Journalist laut der New York Times.

Die Asylsuchenden waren zum Teil aus Protest in dem Lager geblieben. Viele alternative Flüchtlingscamps seien nicht bereit die zusätzlichen Asylanten aufzunehmen. Viele der Männer gaben auch an, dass sie befürchten, von Anwohnern angegriffen oder eingeschüchtert zu werden, die sich dem Versuch Australiens widersetzen wollen, die Asylanten näher an der größten Stadt der Insel, Lorengau, anzusiedeln.

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