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Bürgermeister nach Messer-Attacke in Dönerbude: "Unsere Gesellschaft verroht ...

Bürgermeister nach Messer-Attacke in Dönerbude: "Unsere Gesellschaft verroht"

News Team
29.11.2017, 14:58 Uhr
Beitrag von News Team

Andreas Hollstein, der Bürgermeister der Kleinstadt Altena, der mutmaßlich wegen seiner Flüchtlingspolitik Opfer einer Messerattacke wurde, mahnt, die „Verrohung unserer Gesellschaft“ ernster zu nehmen und das Strafrecht konsequenter anzuwenden.

„Ich habe zusehen können, wie sich das Verhältnis zwischen Wählern und Gewählten gewandelt hat“, sagt der CDU-Politiker, der seit den neunziger Jahren in der Kommunalpolitik arbeitet, der Wochenzeitung DIE ZEIT. „Es hat sich eine Haltung breitgemacht nach dem Motto: Wir sind dagegen – und deshalb ist alles legitim.“

Die zunehmende Feindseligkeit gegen Politiker, Rettungssanitäter und Feuerwehrleute ist nach Hollsteins Ansicht „Ausdruck von gewachsener Haltlosigkeit in der Gesellschaft. Sie ist zum Teil entgrenzt.“

Besonders stark zeige sich dies in den sozialen Medien. Als einen Grund dafür nannte Hollstein: „Wir haben lange das Ideal der liberalen Gesellschaft vor uns hergetragen und waren deshalb zögerlich, wenn es darum ging, üble Nachrede und andere verbale Attacken strafrechtlich zu ahnden“, sagt Hollstein. „Aber es reicht nicht, dass wir uns sagen, wie offen wir doch sind, und Einzelne ihre Mitmenschen beschimpfen lassen, wie sie wollen. Wir müssen konsequenter handeln, um uns die Liberalität zu bewahren.“

Hollstein war in einer Dönerbude von einem Mann angegriffen worden, der gegen die liberale Haltung des CDU-Mannes in der Flüchtlingsfrage pöbelte. Der Angreifer verletzte Hollstein dabei mit einem Messer.

Der Döner-Verkäufer und sein Sohn verhinderten Schlimmeres, indem sie den Messer-Mann von Hollstein wegzogen.

3 Kommentare

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Das fällt dem jetzt erst auf?
  • 29.11.2017, 16:55 Uhr
  • 0
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Zitat: „Es hat sich eine Haltung breitgemacht nach dem Motto: Wir sind dagegen – und deshalb ist alles legitim.“

Genau diese Einstellung lebt uns die Politik und die CDU doch tagtäglich vor.

Siehe Glyphosat als jüngstes Beispiel.


Und wer hat denn mit der Gewalt gegen die eigenen Bürgerinnen und Bürger, die friedlich waren, überhaupt erst begonnen?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...720581.html

https://www.stern.de/panorama/stern-...464880.html

Zitat: "Bislang war der Bürgerprotest gegen "Stuttgart 21" friedlich - jetzt ist die Lage eskaliert: Bei der Räumung des Baugeländes hat die Polizei Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt, viele Demonstranten wurden verletzt. Beobachter machen Regierungschef Mappus für den Gewaltausbruch verantwortlich."

"Es regnet Tränengas. Kinder, Schüler, alte Frauen und Männer fallen übereinander, werden hochgehoben und dorthin geschleppt, wo der scharfe Strahl der Wasserwerfer nicht mehr hinreicht. Manche Gesichter sind blutüberströmt, die Augen brennen höllisch, der Atem wird knapp."

Jetzt hat es - zur Abwechslung - halt mal einen CDU-Politiker getroffen.
  • 29.11.2017, 15:20 Uhr
  • 2
  • 29.11.2017, 16:51 Uhr
  • 0
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