wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Ex-Knacki der JVA Plötzensee packt aus: "Ein Wunder, dass nicht viel mehr Le ...

Ex-Knacki der JVA Plötzensee packt aus: "Ein Wunder, dass nicht viel mehr Leute ausbrechen"

News Team
30.12.2017, 15:12 Uhr
Beitrag von News Team

Nach dem spektakulären Ausbruch von vier Häftlingen, der von einer Überwachungskamera gefilmt wurde, werden die desaströsen Zustände in der JVA Plötzensee immer deutlicher.

Gegenüber der "Bild"-Zeitung packte jetzt ein Ex-Knacki aus. Der 32-Jährige, der bis Ende 2015 fünf Jahre hinter Gittern verbrachte sagte:

Mich wundert, dass nicht schon viel mehr Leute ausgebrochen sind. Es ist so einfach, dort auszubrechen.


Zu wenig Wärter - Schmuggeln kein Problem


In der Kfz-Werkstatt, über die den vier Insassen die Flucht gelungen war, würden höchsten vier Wärter Dienst schieben. Aber nur, wenn niemand krank ist. Heißt im Klartext: Oft sind es auch weniger Wärter.

Es sei laut dem Ex-Häftling auch leicht, Dinge in den Knast zu schmuggeln. Einfach etwas von Kontaktpersonen in den Autos deponieren lassen, die dann in der Werkstatt repariert werden sollen.

Ich habe dem Wärter in der Werkstatt nur gesagt, dass ich mal aufs Klo muss und konnte dann ’ne halbe Stunde in Ruhe telefonieren. Das hat da keinen interessiert. Die Wärter sind meistens in ihren Räumen und spielen mit ihren Handys. Man kann sie aber auch ganz einfach ablenken.

Hilfe von Mithäftlingen wahrscheinlich


Zudem sei der Heizungsraum, über den die vier Häftlinge entkamen angeblich nie abgeschlossen. Auch Türen stünden offen und Leitern seien frei zugänglich. Ebenso wie Werkzeug.

Die Werkzeuge liegen dort offen herum.

Der Ex-Knacki ist überzeugt, dass die vier Ausbrecher Hilfe von anderen Mitgefangenen hatten.

Vermutlich haben die noch extra Krach gemacht, damit das Flexen nicht gehört wird.

Auch der 32-Jährige hatte während seiner Haft über eine Flucht nachgedacht, sei dann jedoch wieder davon abgekommen.

Absitzen muss man die Strafe dann ja sowieso irgendwann.

Falschparken schneller bemerkt als ein Ausbruch


Derweil sind die vier Ausbrecher trotz Großfahndung noch immer auf freiem Fuß. Obwohl eine Kamera um 8:49 Uhr am Donnerstag den Ausbruch filmte, wurde erst 41 Minuten später Alarm geschlagen. Auch weil in der Alarmzentrale mit 30 Monitoren nur ein Angestellter sitzt, der den Überblick behalten muss.

Kurioses am Rande: Der "Bild"-Journalist, der mit sein Auto nahe der Ausbruchstelle im Parkverbot abstellte bekam schon nach 23 Minuten ein Knöllchen.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Polizei startet riesige Fotojagd: Wer kennt einen dieser 104 G20-Chaoten?

Mehr zum Thema

Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren