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Tödlicher Scherz-Notruf: Polizei erschießt unschuldigen "Geißelnehmer"

Tödlicher Scherz-Notruf: Polizei erschießt unschuldigen "Geißelnehmer"

News Team
30.12.2017, 18:46 Uhr
Beitrag von News Team

Ein unschuldiger Familienvater ist in Wichita im US-Bundesstaat Kansas Opfer eines Streits unter Online-Gamern geworden. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hatte ein Anrufer bei der Polizei eine Schießerei und eine Geißelnahme gemeldet.

Als die Polizei am vermeintlichen Tatort ankommt, erschien ein Mann vor dem Haus. Die Polizisten gingen davon aus, dass es sich um den Geißelnehmer handele und er eine Waffe habe. Daraufhin erschoss ein Beamter den Mann, der sich später als unbeteiligter Familienvater herausstellte.

"Albtraum für alle Beteiligten"


Die Mutter des Toten sagte der Lokalzeitung "Wichita Eagle":

Ich hörte meinen Sohn schreien, ich stand auf und hörte einen Schuss. Der Polizist brachte meinen Sohn wegen eines falschen Berichts um.

Die Polizei habe sie dann aufgefordert, mit erhobenen Händen herauszukommen. Dann seien sie in Handschellen aufs Polizeirevier gebracht worden. Sie frage sich, was den Polizisten das Recht gegeben habe, zu schießen.

Der stellvertretende Polizeichef von Wichita, Troy Livingston, sagte:

Der Vorfall ist ein Albtraum für alle Beteiligten. Wegen der Handlungen eines Spaßvogels haben wir ein unschuldiges Opfer.

Tatverdächtiger festgenommen


Am Freitagnachmittag (Ortszeit) nahm die Polizei in Los Angeles eine 25-Jährigen fest. Er soll der Fake-Anrufer sein, so die TV-Sender "ABC" und "NBC".

Hintergrund des Spaß-Notrufs soll ein Streit zwischen zwei Online-Spielern gewesen sein. Der verhaftete Tatverdächtige wollte demnach einem anderen Online-Gamer einen Streich spielen. Daher behauptete er bei der Polizei, er habe seinen Vater erschossen und bedrohe seine Mutter und seinen jüngeren Bruder mit einer Waffe. Er habe zudem gedroht, das Haus anzuzünden. Nichts davon entsprach der Wahrheit.

Weil der Anrufer bei der Polizei eine falsche Adresse angab, musste ein Unschuldiger sterben.

Fake-Notrufe nehmen überhand


Die Fake-Notrufe unter Online-Gamern haben in den USA Hochkonjunktur. Beim sogenannten "Swatting" setzt jemand einen falschen Notruf ab, damit das Haus eines anderen Gamers gestürmt wird. Im Optimalfall sitzt das Opfer zu diesem Zeitpunkt noch live vor der Webcam.

Im aktuellen Fall hofft die Mutter des Opfers, dass nicht nur der Anrufer sondern auch der Schütze zur Verantwortung gezogen wird.
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