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Amokfahrt mit 40-Tonner! Polizei jagt Lkw über Stunden mit Großaufgebot

Amokfahrt mit 40-Tonner! Polizei jagt Lkw über Stunden mit Großaufgebot
News Team
24.01.2018, 09:50 Uhr
Beitrag von News Team

Szenen wie im Actionfilm spielten sich am späten Dienstagabend (23.01.2018) in vier bayerischen Landkreisen ab. Zahlreiche Polizeistreifen verfolgten einen 26-Tonner bei seiner Amokfahrt durch zwei Regierungsbezirke, bis sie ihn nach 80 Kilometern und anderthalb Stunden bei Untersiemau (Lkr. Coburg) in Oberfranken stellen konnten. Der Hintergrund dieser Tat ist bislang noch absolut unklar.

Wo die wilde Fahrt mit dem 26-Tonner begann, ist derzeit noch unklar. Jedoch verfolgte ihn die Polizei bereits gegen 21:45 Uhr auf der A73 zwischen dem Bamberger Kreuz und der Anschlussstelle Breitengüßbach (Lkr. Bamberg) in Richtung Coburg. Bereits hier war der Brummi mit Containerzug ohne Licht unterwegs, während er auf der linken Spur andere Verkehrsteilnehmer überholte und von der Polizei verfolgt wurde. Deren Anhaltesignale ignorierte der Fahrer komplett und verließ die Autobahn erst an der Anschlussstelle Untersiemau (Lkr. Coburg), wo er auf die B289 und dann die B4 abbog.

Diese verließ er in Coburg, als er in die Sackgase „Kleine Rosenau“ abbog, an deren Ende sich eine Wendeschleife befindet. Hier geschah das Unmögliche: Trotz der beengten Verhältnisse gelang es dem Fahrzeuglenker den Lastwagen zu wenden, allerdings fuhr er dabei nicht nur parkende Autos, sondern auch zwei verfolgende Streifenwagen zu Schrott. Hierbei verletzte er mehrere Polizeibeamte

Zurück auf der Bundesstraße fuhr der 26-Tonner dann wieder auf die B4 in Fahrtrichtung Bamberg auf. Der Bundesstraße folgte der Fahrer ein ganzes Stück, bis er irgendwann abbog und auf der B279 von Ebern (Lkr. Haßberge) in Richtung Bad Königshofen im Grabfeld (Lkr. Röhn-Grabfeld) unterwegs war. Zwischen Pfaffendorf und Todtenweisach (Lkr. Haßberge) bog der Fahrer wieder auf die B303 in Richtung Coburg ab.

Ford seitlich gerammt


Immer noch verfolgt von unzähligen Streifenwagen nahm der Lkw-Fahrer keine Rücksicht und fuhr nicht nur ohne Licht, sondern rammte bei Hafenpreppach (Lkr. Haßberge) einen aus Coburg kommenden Ford seitlich, wobei der Autofahrer leicht verletzt wurde.

Ungebremst setzte der 26-Tonner danach seine Fahrt fort. Bei Tambach (Lkr. Coburg) allerdings wäre dem Fahrer eine Rechtskurve in eine Senke beinahe zum Verhängnis geworden. Denn hier krachte er in die Leitplanke, drückte diese weg und walzte sie auf rund 40 bis 50 Meter nieder, wobei er fast in einem Ententeich landete. Nachdem es der Polizei bislang nicht gelungen war die Amokfahrt zu stoppen, sollte dies an der Überleitung der B303 auf die B4 bei Creidlitz (Lkr. Coburg) geschehen.

Jedoch passierte der Lastwagen in Begleitung zahlreicher Polizeifahrzeuge die Stelle und bog in Richtung Coburg auf die B4 ab und setzte anschließend seine Fahrt auf der B4 in entgegengesetzter Richtung fort. An der Überleitung zur B289 bei Untersiemau (Lkr. Coburg) gelang es dann den eingesetzten Polizeieinheiten die Amokfahrt des 26-Tonners, der zuletzt sogar als Geisterfahrer unterwegs war, zu stoppen.

Scheiben mit Schlagstöcken eingeschlagen


Wie genau dies geschah, ist bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. Nach unbestätigten Angaben vom Zugriffsort sollen wohl mehrere Beamte mit Schlagstöcken die Seitenscheiben des Trucks eingeschlagen, dann den Fahrer überwältigt haben und anschließend vorläufig festgenommen haben.

Neben den normalen Kräfte zur Unfallaufnahme wurden auch sofort Kriminalpolizei und Spurensicherung hinzugezogen. Diese untersuchten unter anderem das Führerhaus auf Textil- und DNA-Spuren. Der verplombte Container, mit dem der Brummi beladen war, wurde nach derzeitigen Informationen nicht vor Ort geöffnet. Anhand der Frachtpapiere soll dieser wohl diverse Aggregate geladen haben, jedoch fehlt hierzu noch die offizielle Bestätigung.

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