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Özdemir gesteht Fehler der Grünen in Flüchtlingspolitik ein

Özdemir gesteht Fehler der Grünen in Flüchtlingspolitik ein

News Team
26.01.2018, 15:10 Uhr
Beitrag von News Team

Der scheidende Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hat seine Partei aufgefordert, sich verstärkt um neue Wählergruppen zu bemühen. "In der Mitte der Gesellschaft erwarten viele, von uns angesprochen zu werden", sagte Özdemir im WELT-Interview. "Das ist die Aufgabe des neuen Vorstandes, und dabei werde ich helfen." Wer die Bundestagswahlergebnisse analysiere, stelle fest, dass die Grünen gerade in den Bundesländern, in denen sie eine solche Politik der gesellschaftlichen Öffnung machten, dazugewonnen hätten, allen voran in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg." In Abgrenzung zur Definition der Grünen als Partei der linken Mitte, wie sie parteiintern verbreitet ist, sagte der Realo Özdemir: "Derjenige, für den die Verteilungsfrage im Mittelpunkt steht, wählt eher die Linkspartei oder die SPD."

"Belastende Dinge" durch Flüchtlinge


In der Flüchtlingspolitik gestand Özdemir Fehler ein: "Selbstkritisch würde ich schon hinzufügen, dass wir deutlicher hätten machen können, wie Zuwanderung gesteuert werden muss", so Özdemir. "Man muss eben auch aussprechen, dass Menschen, die als Flüchtlinge kommen, mitunter eben auch Dinge mitbringen, die für eine Gesellschaft belastend sein können. Von den eigenen Gewalterfahrungen, die man ja nicht an der Garderobe abgeben kann, über ein oft problematisches Frauenbild bis zu einem gelegentlich eingeimpften Antisemitismus", erklärte er. "Über all diese Dinge müssen wir mehr reden."

"Das ist ein radikaler Ansatz"


"Es ist nicht derjenige der humanste, der sich bemüht, möglichst viele Flüchtlinge aufzunehmen, sondern das vornehmste Ziel muss es doch sein, dafür zu sorgen, dass möglichst wenige Menschen gezwungen werden, ihre Heimat zu verlassen", sagte Özdemir. "Darum sollten die Grünen die Schrittmacher der Debatte sein, wie sich Fluchtursachen bekämpfen lassen. Das ist ein sehr radikaler Ansatz, der beispielsweise unsere Außenhandelsabkommen mit afrikanischen Staaten auf den Prüfstand stellt."

3 Kommentare

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Das mit dem unfairen Außenhandelsabkommen mit Afrika hatte ich auch schon mehrfach angesprochen.
Ich hatte es irgendwann auch mal aus der Presse erfahren. Z. B. von hier: http://www.zeit.de/kultur/2016-07/we...fsat-abiola
Seither wird es aber anscheinend mehr oder weniger totgeschwiegen

Vor allem der Export hochsubventionierter Landwirtschaftsprodukte nach Afrika sollte endlich unterbunden werden, damit es sich für die Bauern in Afrika endlich lohnt, selber wieder Nahrungsmittel anzubauen, wodurch die Abhängigkeit von Preis-/Währungsschwankungen geringer wäre.

Das würde mehr bringen, als Almosen in Form von Entwicklunghilfe.

Aber hört man dazu mal irgendwas wirklich Konkretes oder Verbindliches? Z. B. von unserer Kanzlerin? Nix, Nada.

Maximal heiße Luft, sonst nix.
  • 26.01.2018, 17:44 Uhr
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ja, habe ich schon gelesen - jetzt kann er ohne Zwang seine Meinung äußern - ich habe einen guten Beitrag heute gelesen, in dem er als der fähigste Politiker der Grünen bezeichnet wird. So ein Mann wird politisch auf keinen Fall untergehen!
  • 26.01.2018, 17:19 Uhr
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Stoiber... der Ex-Sultan aus Bayern..., redet er aus dem Jenseits ?...er kann besser mit dem Wirtschaftskriminillen Hoeneß kommunizieren; bei dem war er ja auch Stammgast im Knast
  • 26.01.2018, 15:27 Uhr
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