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Bereits 11 Vorfälle: Mordete sich der Todespfleger aus Polen durch ganz Deutschland?

News Team
27.03.2018, 15:49 Uhr
Beitrag von News Team

Ein schrecklicher Verdacht begleitet die Ermittlungen gegen Grzegorz Stanislaw Wolsztaijn. Der Pfleger, der wegen Mordverdachts an einem 87-Jährigen aus Ottobrunn bei München in Untersuchungshaft sitzt, hat womöglich noch viel mehr Menschenleben auf dem Gewissen.


Die Öffentlichkeitsfahndung ergab bislang, dass der 36-jährige Pole seit 1. Mai 2015 bundesweit an 57 Beschäftigungsadressen tätig war. 23 wurden erst durch die Fahndungsmaßnahmen bekannt.

An diesen Orten war der Todespfleger beschäftigt.
An diesen Orten war der Todespfleger beschäftigt.

Ermittlungen in elf Fällen


Insgesamt wird neben dem mutmaßlichen Tötungsdelikt in Ottobrunn in zehn weiteren Fällen gegen Wosztaijn ermittelt. Im Januar 2018 verstarb ein 84-Jähriger aus dem Landkreis Kitzingen während einer dreitägigen Betreuung des Pflegers. Die Polizei erlangte zunächst keine Kenntnis davon. Im Zuge der Ermittlungen wurde die Leiche nun exhumiert. Die Obduktion ergab: Auch der 84-Jährige starb nicht eines natürlichen Todes.

Damit ermittelt die Staatsanwaltschaft aktuell in zwei Fällen wegen Mordes, in fünf weiteren Fällen wegen versuchten Mordes. Vier Patienten starben im engen örtlichen und zeitlichen Zusammenhang mit der Betreuung durch den Pfleger. Die Ergebnisse einer weiteren Exhumierung und Obduktion stehen noch aus.

Todespfleger ruft selbst den Notruf


An 15 Örtlichkeiten soll der Verdächtige zudem Gegenstände (Geld, Schmuck, Essen) entwendet haben. So wie auch bei seinem letzten Opfer aus Ottobrunn. Wosztaijn hatte am Rosenmontag selbst den Notruf alarmiert, weil er den alten Herren leblos vorgefunden haben will. Die Polizei hegte Zweifel, durchsuchte daraufhin die Wohnung des Pflegers. Dort fanden die Ermittler die mutmaßliche Mordwaffe, einen Insulin-Pen samt Insulin Ampulle sowie zwei EC-Karten des Toten samt Geheimnummern.

Weil nicht feststeht, wie viele Menschenleben der Todespfleger noch auf dem Gewissen hat, wird der Fall am Mittwoch, 28. März, in der Fahndungs-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" erneut behandelt.

Der Zeugenaufruf gilt weiterhin:


Wer kann Angaben zu Grzegorz Stanislaw WOLSZTAIJN machen? Wer kennt Aufenthaltsorte von ihm bzw. kann Personen nennen, die von ihm betreut wurden?


Hinweise nimmt die Kriminalpolizei München unter der Rufnummer 089/29100 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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