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Nach 3 Jahren Flucht: Diese Stimme entlarvte den Entführer von Unternehmer-S ...

Nach 3 Jahren Flucht: Diese Stimme entlarvte den Entführer von Unternehmer-Sohn Markus Würth

News Team
15.03.2018, 12:41 Uhr
Beitrag von News Team

Drei Jahre nach der kurzzeitigen Entführung von Unternehmer-Sohn Markus Würth (53) hat die Polizei den mutmaßlichen Täter geschnappt. Eine Zeugin hatte die Stimme des Kidnappers erkannt und sich daraufhin bei der Polizei gemeldet, so die "hessenschau".

Diese Stimme überführte den Würth-Entführer

Am 17. Juni 2015 wurde Markus Würth (53), der geistig behinderte Sohn von Schrauben-Unternehmer Reinhold Würth (82), aus einer integrativen Wohngemeinschaft im Vogelsbergkreis gekidnappt. Der Täter forderte damals drei Millionen Euro Lösegeld, zur Übergabe kam es jedoch nicht.

Nur einen Tag später fand die Polizei Markus Würth an einen Baum gefesselt in einem Waldgebiet in Würzburg – unversehrt. Seither jagte die Polizei den Würth-Entführer. Bei "Aktenzeichen XY…ungelöst" präsentierten die Ermittler im vergangenen Jahr eine Sprachanalyse des Kidnappers. Ein Täterprofil wurde erstellt.

Demnach sollte es sich bei dem Kidnapper um einen 40-52 Jahre alten Mann aus dem Raum Sandzak zwischen Serbien und Montenegro handeln, der im Rhein-Main-Gebiet Deutsch gelernt haben muss.

Zeugin erkennt Stimme ihres Handwerkers


Im Januar 2018 meldete sich schließlich eine Zeugin bei der Polizei. Sie konnte die Stimme des Entführers einem Handwerker zuordnen, der für sie gearbeitet hatte. Nach wochenlanger Überprüfung folgte am Mittwoch (14.3.) der Zugriff durch das SEK.

Der Serbe Nezdad A. (48) wurde in einer Wohnung im fünften Stock eines Offenbacher Hochhauses überwältigt und festgenommen. A. soll im vergangenen Jahr sogar noch mit einer weiteren Entführung gedroht haben. Beides bestreitet der 48-Jährigen zwar, doch die Ermittler sind sich sicher: Sie haben den Richtigen geschnappt.

Ein Abgleich mit der Stimmanalyse weist ihn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als den gesuchten Anrufer aus

, heißt es.

A. muss sich jetzt wegen räuberischer Erpressung verantworten. Der Unternehmer-Sohn Markus Würth lebt mittlerweile an einem unbekannten Ort.

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