wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Todesstrafe - US-Bundesstaat Oklahoma will Häftlinge künftig vergasen

Todesstrafe - US-Bundesstaat Oklahoma will Häftlinge künftig vergasen

News Team
15.03.2018, 12:55 Uhr
Beitrag von News Team

Der US-Bundesstaat Oklahoma will zum Tode verurteilte Häftlinge in Zukunft nur noch mit Stickstoff hinrichten. Dies teilte Generalstaatsanwalt Mike Hunter auf einer Pressekonferenz am Mittwoch mit. Wenn die neue Methode erlaubt wird, soll dies das erste Mal sein, dass ein Bundesstaat in den USA Giftgas bei der Vollstreckung der Todesstrafe einsetzt.


Die Beschaffung von Todesspritzen hatte den amerikanischen Behörden in den vergangenen Jahren erhebliche Probleme bereitet. Viele Unternehmen weigerten sich, das für die Giftinjektionen verwendete Mittel an die Hinrichtungszentren zu liefern. Auch deshalb wird seit 2015 in Oklahoma kein Häftling mehr hingerichtet.

„Wir können nicht länger auf die Drogen warten“, sagte Hunter. „Stickstoff ist wirkungsvoll, einfach zu handhaben und leicht beschaffbar. Seine Anwendung setzt außerdem keine komplexen medizinischen Verfahren voraus.“


VIDEO: Wie kann ein Kind zum Mörder werden?


Dennoch soll jeglicher Versuch, Stickstoff als Hinrichtungsmethode einzuführen, juristische Schwierigkeiten mit sich bringen. Wie die Associated Press berichtet, ist die Verwendung von Nitrogen noch nicht ausreichend getestet worden. Das Giftgas kam bisher nur in vereinzelten Fällen zum Einsatz.

Nun wird eine Kommission die neue Methode erproben. Sollte eine Genehmigung erteilt werden, könnten bald auch die Bundestaaten Alabama und Mississippi die Hinrichtung mit Stickstoff einführen.

In Arizona, Kalifornien, Missouri und Wyoming sind Gaskammern bereits erlaubt und gelten als alternative Hinrichtungsmethode.

Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren