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Zweitklässler (7) sticht Lehrerin nieder – Polizei und Jugendamt spielen den ...

Zweitklässler (7) sticht Lehrerin nieder – Polizei und Jugendamt spielen den Vorfall herunter

News Team
17.03.2018, 15:45 Uhr
Beitrag von News Team

Ein Zweitklässler (7) hat an der Nimburger Grundschule in Teningen bei Freiburg seiner Lehrerin mit einem Messer (9 cm Klinge) in den Bauch gestochen. Während die Lehrerin seit dem Vorfall am 6. März unter Panikattacken leidet und krankgeschrieben ist, spielen die Behörden den Vorfall herunter.


Polizeisprecher Walther Roth sagte der "Badischen Zeitung":

Wir haben versucht, die Dramatik herunterzustufen, die letztendlich gar nicht vorhanden war, ohne es herunterzuspielen.

Die Lehrerin sei wegen einer oberflächlichen Schnittverletzung im Krankenhaus behandelt worden. Ulrike Kleinknecht-Strähle, die Sozialdezernentin des Landkreises, sprach lediglich von einem "bedauerlichen Vorfall für alle Beteiligten". Das Jugendamt stehe in Kontakt mit dem Schulamt und werde Gespräche mit dem Schüler, seinen Eltern und der Schule führen.

Ich rate zur Besonnenheit. Es ist ein Kind, ein siebenjähriges Kind.

Lehrerin warnte die Behörden vor dem Jungen


In der "Bild"-Zeitung zeichnet das Opfer jedoch ein anderes Bild des 7-Jährigen. Ihre Wunde am Bauch musste im Krankenhaus operiert werden.

Ich leide noch heute unter dem Angriff und finde es schlimm, dass das so verharmlost wird.

Besonders tragisch: Die Lehrerin hatte bereits im Januar in einem Brief an das Schulamt vor dem aggressiven Schüler gewarnt. In dem Schreiben, der "Bild" vorliegt, heißt es unter anderem:

Aufgrund der täglichen Vorfälle (Beißen und Schlagen von Mitschülern und Lehrern, Zerschlagen des Lineals auf dem Kopf eines Mitschülers, Werfen von Stühlen…) und seiner stetigen Unberechenbarkeit fühle lich mich nicht mehr in der Lage, für die Sicherheit meiner Schüler zu garantieren.

Antrag auf Schulversetzung bleibt unbeantwortet


Eine Antwort erhielt die Lehrerin darauf nicht. Dabei soll der Junge schon in der Kita auffällig gewesen sein. Seit der ersten Klasse gebe es zudem einen Antrag, dass er in eine andere Einrichtung komme. Auch darauf gab es keine Antwort.

Also kam es am 8. März schließlich zum Eklat. Die Lehrerin hatte den aggressiven Schüler auf den Flur gesetzt, weil er zum wiederholten Male den Unterricht gestört hatte. Als sie wenig später nach ihm sehen wollte, hatte er sich - vermutlich aus dem Bastelzimmer - ein Messer besorgt. Die Lehrerin forderte ihn auf, ihr das Messer zu geben, da stach er zu.

Trotz des Vorfalls hat die Lehrerin Mitleid mit dem 7-Jährigen. Der "Bild" sagte sie:

Ich würde mir wünschen, dass der Junge die Hilfe bekommt, die er braucht.

Das Schulamt Freiburg wollte sich gegenüber der Zeitung nicht äußern.
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5 Kommentare

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Das SEK war mit 3 Mannschaftsbussen und einem Hubschrauber im Einsatz, aus dem sich mit Maschinenpistolen bewaffnete Beamte auf das Dach der Grundschule abgeseilt haben.
Vor der Schule kam es zu schweren Tumulten zwischen Eltern, Schülern und Lehrern, die mittels Wasserwerfer und dem Einsatz der Reiterstaffel beendet werden mussten.
Auf der A5 kam der Verkehr zwischen den Anschlußstellen Riegel und Freiburg Nord zum erliegen, da die Polizeidirektion Emmendingen die Bundeswehr um Amtshilfe bzw. den Einsatz von Leopard II Kampfpanzern gebeten hatte. Und wenn ich mich nicht ganz täusche, dann haben auch zwei Tornado-Kampfjets Nimburg überflogen.
  • 18.03.2018, 19:00 Uhr
  • 0
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Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass schon im Kindergarten auf auffällige Kinder hingewiesen wird. Meistens sind die Eltern genauso auffällig und uneinsichtig. Ein Kind ist nie aus eigenem Antrieb so, es sei denn, es liegt eine schwere psychische Störung oder Hirnschädigung vor.
Das Elternhaus dieses Kindes MUSS überprüft werden und das Kind möglicherweise aus diesem gefährdenden Elternhaus genommen werden. Aber das ist ein langer Weg.
Also wird die Sache möglichst heruntergespielt und die Lehrer als Weisungsgebundene werden verdonnert so ein Verhalten hinzunehmen. Was folgt daraus? Krankschreibung. Und die ist auch berechtigt. Wer will sich schon am Arbeitsplatz umbringen lassen? Wer ist am Arbeitsplatz solchen Attacken hilflos ausgeliefert? Kenne keinen. Wenn sich die Lehrerin dieses Bürschchen zur Brust genommen hätte und ihm einen saftigen Arschvoll verpasst hätte, hätte ich da mal die Medien hören wollen und - sie wäre ihren Job los. Tja, da entzieht man sich doch besser der Gefahr, schutzlos wie man ist,oder?
  • 18.03.2018, 18:46 Uhr
  • 1
Demnächst werden dann Lehrer mit schuss - und stichsicheren Westen ausgestattet. Aber bloß nicht das wirkliche Problem angehen.
  • 18.03.2018, 18:48 Uhr
  • 1
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Was soll man dazu noch sagen. Die Probleme werden heruntergespielt. Die Frage müsste sein, was wurde dem Kind vom Elternhaus vermittelt? Respekt vor seiner Lehrerin wohl kaum. Und warum haben die Behörden nicht vorher reagiert und spielen die sogenannte nicht vorhandene Dramatik jetzt herunter? Was wäre denn eine Dramatik? Muss die Lehrerin erst tot sei?
  • 18.03.2018, 18:35 Uhr
  • 0
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Eine Nachfrage, welcher Migrantengruppe der Junge angehört, erübrigt sich anhand seines "Werkzeuges": Das Jugendamt sollte sich einmal intensiv mit den "Eltern" unterhalten, deren Gesinnung wird sicher kaum konform mit unserem Grundgesetz sein. Vielleicht sollte die Polizei bei diesem Gespräch nicht weit weg sein.
  • 18.03.2018, 13:02 Uhr
  • 1
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