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Mann tickt aus und schlägt auf Frau los - da ging ein Rollstuhl-Fahrer entsc ...

Mann tickt aus und schlägt auf Frau los - da ging ein Rollstuhl-Fahrer entschieden dazwischen

News Team
05.04.2018, 17:37 Uhr
Beitrag von News Team

Als sie nicht tat, was er verlangte, wurde der Mann rabiat und schlug auf eine Frau los. Als alle anderen nur tatenlos zuschauten, wurde ein Rollstuhl-Fahrer zum Helden.

Wie die Polizei berichtet, ereignete sich der Zwischenfall bereits am 22. Januar 2018 kurz vor 20 Uhr in einem Tabakladen im Münchner Hauptbahnhof. Mehrere Reisende wurden Zeugen, als ein Mann plötzlich mit der Faust mit voller Wucht auf den Verkaufstresen eindrosch. Dann schnappte er sich die Geldablage aus Plexiglas und versuchte sie abzureißen. Als die Verkäuferin (44) versuchte, ihren Laden vor dem Vandalen zu schützen, beugte sich der zu ihr und versuchte, sie zu fassen zu bekommen. Als sie zurückwich, schlug er zweimal mit geballten Fäusten in ihre Richtung. Dank des rettenden Tresens zwischen den beiden traf er sie aber nicht. In seinem Tobsuchtsanfall packte er eine massive Ablageplatte vom Tresen und hantierte damit in die Richtung der Frau.

In diesem Moment entschied sich ein Rollstuhlfahrer, der Frau zu Hilfe zu eilen.

Er hatte den Übergriff, wie andere Passanten, außerhalb des verglasten Verkaufsraums beobachtet. Doch dann realisierte er, dass er eingreifen musste. Ruhig und und unaufgeregt näherte er sich dem Angreifer und versuchte mit beschwichtigenden Gesten und Worte die Situation zu deeskalieren. Der Täter ließ daraufhin von der Verkäuferin ab und fuchtelte stattdessen vor dem Rollstuhlfahrer wie wild mit den Platten herum. In diesem Moment fassten sich auch zwei weitere Männer ein Herz und gingen in den Tabakladen. Gerade, als sie dem Mann die Platten aus den Händen genommen hatten, traf auch schon die alarmierte Steife der Bundespolizei ein.

Den Beamten erklärte die Verkäuferin, die wenigen Minuten des Zwischenfalls hätten sich wie Stunden angefühlt.


Wie sich in Folge herausstellte, handelte es sich bei dem mutigen Rollstuhlfahrer um einen Iraker (47). Der Akademiker hat 2015 in Deutschland Asyl beantragt. Über sein Gesuch wurde noch nicht endgültig entschieden. Die Polizei ist überzeugt, dass er durch sein Eingreifen die Verkäuferin vor weiterem Schaden und ihre körperliche Unversehrtheit bewart hat. Die Behörde dankt ihm ausdrücklich für seien Tat.

Bei dem Angreifer handelt es sich um einen Obdachlosen. Der aus Serbien stammende Mann (48) hatte eine EC-Karte in einem Geldautomaten gefunden und unterschlagen. Als er damit im Tabakladen bezahlen wollte, stellte die Verkäuferin fest, dass der deutsch klingende Name nicht so recht zu dem verwirrten Mann passen wollte, der mit starkem Akzent sprach und trotz Winter barfuß unterwegs war. Als er nur ein Dokument mit kyrillischen Buchstaben vorweisen konnte, erklärte sie ihm, sie werde die Polizei benachrichtigen. Darauf begann die Eskalation.

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