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Anschlag in Münster: Polizei findet Waffen, Drähte und Böller im Amok-Bus

Anschlag in Münster: Polizei findet Waffen, Drähte und Böller im Amok-Bus

News Team
08.04.2018, 10:00 Uhr
Beitrag von News Team

Am Samstagnachmittag ist ein Campingbus in der Münsteraner Altstadt in den Biergarten der Gaststätte Kiepenkerl gerast. Es gibt drei Tote (inkl. Täter) und 20 Verletzte, sechs davon schweben in Lebensgefahr. Bislang deutet nichts auf einen terroristischen Hintergrund hin. Der Amok-Fahrer Jens R. (48), ein psychisch kranker Deutscher, erschoss sich selbst. Hier die aktuellen Entwicklungen...

+++ UPDATE Sonntag, 8. April 9:45 Uhr +++

Einen Tag nach der Amok-Fahrt in der Münsteraner Altstadt steht die Bevölkerung noch immer unter Schock. Eine 51-jährige Frau und ein 65-jähriger Mann starben bei dem Attentat. Vier Schwerstverletzte mussten laut "Bild" in der Uniklinik Münster notoperiert werden. 250 Ärzte und Pfleger waren einsatzbereit.

Derweil ist das Motiv des Amok-Fahrers Jens R. (48) noch unklar. "Bislang liegen keine Hinweise auf einen möglichen Hintergrund für die Tat vor. Die Ermittlungen werden mit Hochdruck und in alle Richtungen geführt", so Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Laut "Bild" soll der Täter Kontakte in die rechtsextreme Szene gehabt haben. Dies wurde bislang jedoch nicht bestätigt. Im Tatfahrzeug fanden die Ermittler Drähte, die Tatwaffe sowie eine Schrechschusswaffe und zahlreiche Polenböller. In der Wohnung des 48-Jährigen befand sich zudem ein Sturmgewehr vom Typ AK47 - eine Atrappe, wie sich später herausstellte.

+++ UPDATE Samstag, 7. April 20:15 Uhr +++

Laut "Bild" handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um den 48-jährigen Jens R. - einen Deutschen ohne jegliche Vorstrafen. Das SEK soll bereits an seiner Wohnadresse in Münster ein. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass der Täter 2014 und 2016 psychisch auffällig gewesen sein soll. Im "ZDF" heißt es, er habe vor Kurzem einen Selbstmordversuch unternommen. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund soll es nicht geben.

Die Polizei prüft noch immer Zeugenhinweise, wonach zwei weitere Menschen aus dem Transporter gesprungen und geflüchtet sein könnten. Ein Teil der Münsteraner Altstadt ist weiterhin abgesperrt.

+++ UPDATE Samstag, 7. April 18:45 Uhr +++

Offenbar gibt es laut Polizei doch Gerüchte, wonach zwei weitere Menschen aus dem Transporter gesprungen und geflüchtet sein könnten. Ein Polizeisprecher sagte laut "Bild", dies müsse nun verifiziert werden.

+++ UPDATE Samstag, 7. April 18:39 Uhr +++

Die "Bild" berichtet über Evakuierungen in Münster, nachdem im Tatfahrzeug offenbar ein verdächtiger Gegenstand gefunden wurde.

+++ UPDATE Samstag, 7. April 18:30 Uhr +++

Die Uniklinik Münster öffnet von 19 bis 22 Uhr ihre Pforten für Blutspender. Aus Zeitgründen können vorerst allerdings nur registrierte Blutspender zugelassen werden.
Bei Rückfragen: 0251-8355777



+++ UPDATE Samstag, 7. April 18:25 Uhr +++

Heute vor genau einem Jahr raste ein gestohlener Lastwagen in der Innenstadt von Stockholm in einer Fußgängerzone. Dabei wurden fünf Menschen getötet, 14 zum Teil schwer verletzt.

+++ UPDATE Samstag, 7. April 18:21 Uhr +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) meldete sich via Twitter zu Wort.
Ein Augenzeuge schilderte dem "MDR" den Moment des Anschlags.
"Ich habe einen lauten, dumpfen Schlag gehört und mit einem Mal schrieen die Leute auf: ,Oh mein Gott!‘ Alle liefen nach vorne. Eine Minute später waren schon Streifenwagen da."


+++ UPDATE Samstag, 7. April, 18:15 Uhr +++

Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe reagierte bestürzt auf den mutmaßlichen Anschlag.
Derweil fordert die Polizei noch immer die Passanten auf, Straßen und vor allem den Tatort zu meiden und in geschlossene Räume zu gehen.


+++ UPDATE Samstag, 7. April, 18:06 Uhr +++

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums sind nach aktuellem Informationsstand vier Menschen in Münster ums Leben gekommen. Die "Rheinische Post" berichtet, dass nach zwei weiteren Tätern gefahndet werde und beruft sich auf "gut informierte Polizeikreise".

Eine Polizeisprecherin sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters jedoch, dass die Gefahr gebannt sei und nicht nach weiteren Verdächtigen gesucht werde. Es sei zudem unklar, ob es sich tatsächlich um einen Anschlag handele.
"Wir ermitteln in alle Richtungen."


Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft in NRW, Erich Rettinghaus, hatte zuvor gegenüber der Zeitung von einem Anschlag gesprochen. "Es bestand stets eine latente hohe Anschlagsgefahr in ganz Deutschland. Nun hat es auch NRW getroffen, waren wir bisher glücklicherweise immer in der Lage geplante Attentate und Anschläge im Vorfeld zu verhindern, ist es dieses Mal nicht gelungen. Es gilt nun aufzuklären und vor allem mögliche Hintermänner der Tat dingfest zu machen, um weitere mögliche Taten zu verhindern."

+++ UPDATE Samstag, 7. April, 17:30 Uhr +++

Die Leiche des Fahrers soll sich laut "Bild"-Informationen noch im oder am Laster befinden. Das Fahrzeug wird nach Sprengstoff durchsucht. Im Inneren soll sich offenbar eine Tasche befinden.

+++ UPDATE Samstag, 7. April, 17:20 Uhr +++

Ein Augenzeuge twitterte ein Bild vom Anschlagsort. An dieser Stelle soll der Transporter in die Menschenmenge gefahren sein.

Die Polizei bestätigte mittlerweile laut "Bild", dass es mindestens drei Tote und zahlreiche Verletzte gegeben habe, sechs schweben in Lebensgefahr.

+++ Samstag, 7. April, 17 Uhr: Anschlag in Münster +++

In der Münsteraner Altstadt läuft aktuell ein Großeinsatz. Wie die "Westfälischen Nachrichten" berichten, soll ein Fahrzeug in eine Gruppe sitzender Menschen gefahren sein. Die Polizei bestätigte dies gegenüber der Zeitung.


Laut "Rheinischer Post" soll es sich bei dem Fahrzeug um einen Kleinlaster gehandelt haben. Dabei sollen bis zu 30 Personen verletzt und drei getötet worden sein. Für diese konkreten Zahlen gibt es jedoch keine offizielle Bestätigung.


Fahrer richtet sich selbst


Ein Teil der Altstadt rund um die Gaststätte Kiepenkerl wurde abgeriegelt. Der Fahrer erschoss sich selbst. Dies bestätigte die Polizei.

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft in NRW, Erich Rettinghaus sprach in der "Rheinischen Post" von einem Anschlag:

Zunächst sind wir in Trauer um die Opfer und Verletzten. Allen Verletzten und den Angehörigen der Toten und Verletzten gilt unsere aufrichtige Anteilnahme verbunden mit den besten Genesungswünschen. Es bestand stets eine latente hohe Anschlagsgefahr in ganz Deutschland. Nun hat es auch NRW getroffen, waren wir bisher glücklicherweise immer in der Lage geplante Attentate und Anschläge im Vorfeld zu verhindern, ist es dieses Mal nicht gelungen. Es gilt nun aufzuklären und vor allem mögliche Hintermänner der Tat dingfest zu machen, um weitere mögliche Taten zu verhindern.


Derzeit sucht die Polizei rund um den Anschlagsort noch nach Sprengstoff.
In Kürze mehr.
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