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Großeinsatz! Massive Polizei-Kräfte nehmen 3 Terror-Verdächtige im Saarland  ...

Großeinsatz! Massive Polizei-Kräfte nehmen 3 Terror-Verdächtige im Saarland fest!

News Team
13.04.2018, 11:46 Uhr
Beitrag von News Team

Ermittler der Staatsschutzabteilung des Landespolizeipräsidiums Saarbrücken haben am Donnerstag mit Spezialeinheiten drei syrische Staatsangehörigen (21, 23 und 27 Jahre) im Raum Saarlouis festgenommen. Gegen die Personen, die alle in Saarlouis wohnhaft waren, bestanden Haftbefehle wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung, teilte die Polizei am Freitag mit. Sie werden heute (13.04.2018) beim Oberlandesgericht Koblenz vorgeführt.

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Bereits seit Oktober 2017 ermittelt eine neunköpfige Ermittlungsgruppe gegen die drei Männer, die im Jahr 2015 als Bürgerkriegsflüchtlinge nach Deutschland kamen und Asyl beantragten.

Den Hinweis auf die Gruppe erhielten die Polizeibehörden von einem Mitarbeiter einer Flüchtlingsunterkunft außerhalb des Saarlandes. Dieser hatte den 23-Jährigen Mann in einem Video erkannt, indem er mit Handgranaten, diversen Kriegswaffen und in Kampfuniform abgebildet war.

Verdacht erhärtet

Umfangreiche Ermittlungen des Staatsschutzes, u.a. im Internet und islamwissenschaftliche Bewertungen erhärteten den Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung gegen den 23-Jährigen und seine beiden Komplizen.

So versuchte der 23-Jährige beispielsweise über das Internet Personen aus Deutschland als Kämpfer für den syrischen Bürgerkrieg zu rekrutieren. Dabei war er für die verbotene terroristische Vereinigung Ahar-Al Sham tätig, eine 2011 gebildete Gruppierung der syrischen Aufstandsbewegung gegen das Assad-Regime. Diese Organisation gehört zum salafistischen Spektrum des Widerstandes und will in Syrien einen islamischen Staat auf der Grundlage der Sharia gründen. Die 21 und 27 Jahre alten Männer sollen in Syrien Mitglieder des s.g. islamischen Staates gewesen sein.

Sowohl der 23-Jährige als auch der 21-jährige Mittäter wurden darüber hinaus im Kontext der Ermittlungen als islamistische Gefährder eingestuft. Allerdings liegen den Sicherheitsbehörden derzeit keine Erkenntnisse vor, dass die drei Beschuldigten konkrete Anschlagspläne für Deutschland bzw. Europa geplant hätten.

Im Rahmen der Festnahmeaktion stellten die Beamten umfangreiches Beweismaterial, u.a. Handys und Laptops, sicher.

Die Ermittlungen sowie die Auswertung von sichergestelltem Beweismaterial dauern derzeit noch an.

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