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Nach Badeunfall: Angler findet zweite Mädchenleiche (†13), auch ein 21-Jähri ...

Nach Badeunfall: Angler findet zweite Mädchenleiche (†13), auch ein 21-Jähriger ertrinkt im Rhein

News Team
05.08.2018, 15:33 Uhr
Beitrag von News Team

[f]Sie kamen nach Deutschland, um vor Krieg und dem sicheren Tod zu fliehen, jetzt sind zwei afghanische Flüchtlingsmädchen (9 und 13 Jahre) im Rhein ertrunken. Eine Bootsfahrergruppe fand zunächst den leblosen Körper der 9-Jährigen am Samstagmittag im Wasser bei Biebesheim, der Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen. In der Nacht zum Sonntag entdeckte ein Angler im Bereich der verlängerten Jahnstraße auch die Leiche der 13-Jährigen am Rheinufer.

Die beiden Mädchen waren am Freitag in einer Gruppe mit vier Frauen und mehreren Kindern zum Baden ans Rheinufer gekommen. Laut "Wormser Zeitung" spielten sie an den Buhnen an der Seebachmündung bei Rheindürkheim, als die 9-Jährige plötzlich in den Fluss stürzte. Das ältere Mädchen sprang hinterher, um zu helfen. Doch beide Nichtschwimmerinnen gerieten in einen Strudel und wurden unter Wasser gezogen.

In diesem Rhein-Abschnitt werden die Kinder vermisst
In diesem Rhein-Abschnitt werden die Kinder vermisst

Die alarmierten Rettungskräfte suchten bis spät in den Abend nach den beiden Mädchen - ohne Erfolg. Die 13-Jährige war kurz zuvor mit ihrer Familie aus München nach Worms gereist, um eine Tante zu besuchen. Die 9-Jährige lebte bei einer Tante in der Gegend, weil ihre Eltern in Afghanistan geblieben waren. Die Angehörigen werden von Notfallseelsorgern betreut.

VIDEO! Warum in Deutschland so viele Menschen ertrinken


Wie die Polizei mitteilte ereignete sich auch in Elchesheim-Illingen ein weiterer tödlicher Badeunfall. Acht Freunde beobachteten beim Baden im Rhein Schiffe, als ein 21-Jähriger plötzlich verschwand. Die Männer fanden ihn schließlich in rund 2,5 Meter Tiefe leblos am Grund des Flusses. Auch hier kam jede Hilfe zu spät.

Warnung vor Strömungen im Rhein


Bereits am Freitag hatte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt eine öffentliche Warnung herausgegeben. Denn das Baden im Rhein birgt generell große Gefahren. Der Strom hat zwar aktuell einen niedrigen Pegel, fließt aber mit einer Geschwindigkeit von 2,5 Metern pro Sekunde. Es gibt an vielen Stellen Untiefen und unberechenbare Verwirbelungen, die selbst geübten Schwimmern zum Verhängnis werden können. So auch die Buhnen, an denen die beiden verstorbenen Mädchen gespielt hatten.

Gerade im Bereich der Buhnen herrschen große Strömungsunterschiede. "Es besteht die Gefahr, in das Fahrwasser zu treiben," heißt es in der Veröffentlichung. Der kurzfristige Wasserspiegelunterschied könne bis zu einem Meter betragen.

Im Bereich von 100 m oberhalb bis 100 m unterhalb von Schifffahrtsanlagen, Hafeneinfahrten und Brücken ist das Baden gänzlich verboten - Lebensgefahr! "Leider beachten viele diese Warnungen nicht!"

Bitte Vorschriften beachten - zur eigenen Sicherheit


Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt bittet alle Badegäste inständig, sich an die Vorschriften zu halten. Es könnte Leben retten.

1. Bitte nur in unmittelbarer Nähe zum Ufer aufhalten
2. Kinder vor den Gefahren warnen und immer beaufsichtigen
3. Kinder nur mit Schwimmhilfe ins Wasser lassen
4. An Badeverbote halten, da Strömungen auch geübte Schwimmer mitreißen können

67547 Worms auf der Karte anzeigen:
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5 Kommentare

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Es können auch immer weniger Deutsche kinder schwimmen.
1. Weil es die Eltern ihnen nicht beibringen.
2. Immer mehr Bäder geschlossen werden weil es den Gemeinden zu teuer ist.
3 es beim Schulsport gestrichen ist und die Lehrer die verantwortung ablehnen. Selbst wenn die kinder Schwimmen können.
  • 05.08.2018, 15:59 Uhr
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Wann begreift unsere regierung endlich das unsere ausländischen mitbürger als erstes einen schwimmkurs benötigt...die Meldungen der letzten wochen zeigt ja wohl eindeutig das es zwingend notwendig ist...
  • 04.08.2018, 17:00 Uhr
Das hätte auch anderen Kindern passieren können ...auch inländischen
  • 04.08.2018, 19:00 Uhr
Die arme Regierung, was die alles machen soll und die Flüchtlinge haben gar nicht die Zeit alles das zu machen, was hier einige erwarten. Integration braucht Zeit. Und Unglücke passieren allen Menschen auf dieser Erde. Schade um die Mädchen und Beileid für die Hinterbliebenen.
  • 05.08.2018, 11:37 Uhr
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Rip
  • 03.08.2018, 17:08 Uhr
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