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Noch bei der Sparkasse? Dann ist es Zeit über den Wechsel der Bank nachzuden ...

Noch bei der Sparkasse? Dann ist es Zeit über den Wechsel der Bank nachzudenken!

Helmut Achatz
17.05.2016, 22:38 Uhr
Beitrag von Helmut Achatz

Konto zum Nulltarif ist bei Sparkassen vorbei, anders als bei Direktbanken. Für Kreditkarten langen Sparkassen sogar richtig zu. Höchste Zeit, über einen Wechsel des Finanzinstituts nachzudenken, schließlich haben Rentner und Vorruheständler nichts zu verschenken.

Es lohnt sich, den Preisaushang der Sparkasse genau zu lesen. Kunden werden schnell feststellen, wofür das Finanzinstitut alles Geld verlangt. Das Girokonto kostet beispielsweise bei der Sparkasse Hannover sieben Euro pro Monat. Wenignutzer zahlen zwar „nur“ 3,50 Euro, dafür müssen sie für jede Kontobewegung zahlen: Die Überweisung kostet 35 Cent, selbst für die Barabhebung blechen die Kunden 35 Cent. Nur noch Jugendliche unter 18 Jahre ist das Giro kostenfrei, danach haben sie noch eine Schonfrist bis 25 Jahre. Bei anderen Sparkassen sieht es nicht viel besser aus. Bei der Stadtsparkasse München kostet das Girokonto Online nur dann nichts, wenn mindestens monatlich 1750 Euro eingehen, ansonsten sind es 4,95 Euro. Für die EC-Karte berechnet die Stadtsparkasse München 7,50 Euro. In Hannover kostet die EC-Karte zwar nichts, dafür müssen Kunden für eine Kreditkarte immerhin 42 Euro berappen, selbst Jugendliche zahlen noch 21 Euro. Bei der Sparkasse kostet selbst ein Prepaid-Mastercard noch 30 Euro pro Jahr für Erwachsene und 15 Euro für Jugendliche. Prepaid heißt, dass der Kunde die Karte auffüllt ( Guthabenverfahren). Die vermeintliche Kreditkarte verfügt nicht über einen Kreditrahmen.

Ein Blick in die Preisliste lohnt

Wer sich die Preisliste einmal genüsslich durchliest, muss zwangsläufig zum Schluss kommen, dass gerade bei Kreditkarten Preis und Leistung nicht mehr im richtigen Verhältnis stehen. Denn, die ausgebende Kreditkartenbank verdient ja schließlich an jeder Transaktion, die der Kunde mit seiner Karte abwickelt – das ist ein lukrativer Automatismus für Banken und Sparkassen. „Nicht jeder Kunde wird weitere Preiserhöhungen klaglos hinnehmen“, schreibt die „Welt“. Schon in der Vergangenheit seien die Banken mit dem roten S selten durch niedrige Gebühren aufgefallen. Glücklicherweise stehe „außerhalb der Sparkassenwelt das Ende der Gratiskonten noch nicht unmittelbar bevor“. Die Direktbanken werden ihre kostenlosen Angebote nicht so schnell kippen.

Unterschiede bei Kreditkarten

Die wenigen Beispiele zeigen schon, dass es sich lohnt, genau hinzuschauen. Denn, Direktbanken verlangen nichts für EC- und Kreditkarten. Was eine EC-Karte ist, weiß jeder. Bei Kreditkarten gibt es indes Unterschiede – und es schadet nichts zu differenzieren. Da sind zum einen die Anbieter: Der Kunde hat in der Regel mit den drei Großen zu tun, sprich mit Visa, MasterCard und American Express. Zum anderen ist nach der Funktion zu unterscheiden: Denn es gibt neben Credit-Cards mit Teilzahlungsfunktion und sogenannten reinen Charge-Cards immer mehr Prepaid Karten.

Prepaid als Lösung?

Mehr als ein Drittel der Deutschen besitzt bereits eine Kreditkarte, manche sogar mehrere – auch, weil immer mehr Händler das Plastikgeld akzeptieren. Damit zahlen sie Flüge, Hotels und Restaurantbesuch, Bücher sowie Elektronik für annähernd 95 (2014: 59) Milliarden Euro. Von den 31 Millionen Kreditkarten sind allein 20 Millionen EC- und Mastercards. Dabei sind die Deutschen eher noch Kreditkarten-Muffel, denn nur etwas mehr als fünf Prozent werden im Laden tatsächlich mit Kreditkarten bezahlt.

Das heißt, zwei Drittel haben noch keine Kreditkarte. Wer über eine Kreditkarte von diesen zwei Drittel über eine nachdenkt – welche wäre die richtige? Warum nicht eine Prepaid? Natürlich kostenlos! Ok, es geht ans Eingemachte: Da gibt es zum einen die Charge Card, eine Kreditkarte, die eigentlich gar keine ist. Die Bank räumt dem Kunden, der bei ihr meist gleichzeitig ein Girokonto hat, einen Verfügungsrahmen ein – meist zwischen einem und zwei Monatseinkommen. Einmal pro Monat bekommt er eine Abrechnung – per Lastschrift werden seine Kartenzahlungen vom Girokonto eingezogen. Wer so eine Charge Card besitzt, sollte immer darauf achten, dass genug Geld auf dem Girokonto ist. Charge-Cards ohne Jahresgebühr bieten beispielsweise die DKB und die Fidor Bank an – mit der Fidor SmartCard und der DKB VisaCard. Clou der Fidor SmardCard: Sie ist eine Kombination aus drei Bezahlformen – MasterCard- und Maestro-Funktion (EC-Karte) plus kontaktloser Bezahlfunktion. Das heißt, wer einkaufen geht, kann entweder mit Kredit- oder EC-Karte zahlen mit „einer“ Karte.

Karten mit Guthaben

Interessant für Rentner und Vorruheständler ist die Prepaid-Karte. Dafür braucht’s auch keine Bonitätsprüfung oder Schufa-Abfrage. Prepaid-Kreditkarten sind nichtsdestotrotz vollwertige, unbare Zahlungsmittel. Sie werden vorher aufgeladen mit Guthaben – interessant gerade für Rentner, die ihre Finanz im Blick haben wollen. Interessant sind die Prepaid der Targo Bank und natürlich die Fidor Smart Prepaid sowie die Prepaid von Number 26.

Und dann gibt es ja noch die Prepaid-Kreditkarten zum Mitnehmen. Zu kaufen sind sie an Tankstellen oder in Supermärkten wie Rewe, Penny und Netto. Da ist zum einen die Joker Online Mastercard und zum anderen die Mycard2Go Prepaid von Visa. Sie kosten annähernd zehn Euro pro Jahr. Wer eine besitzt, muss allerdings aufpassen rechtzeitig zu kündigen. Zudem sind die Karten nur bis zu einem bestimmten Betrag aufladbar – 25, 50 oder 100 Euro.

Wer sich einen Überblick verschaffen will, sollte am besten auf bei einem Kreditkartenvergleichsportal wie Cardscout vorbeischauen.

Mehr unter vorunruhestand.de

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183 Kommentare

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Vielleicht wäre ja die Rückkehr der guten lieben Alten Lohntüte eine Überlegung wert dann Schauen die Ganz blöd aus der Wäsche die Banken ! leider Befürchte ich das es da kein Zurück geben wird , ach ja das waren noch Zeiten !LG Karl -Heinz
  • 23.05.2016, 16:24 Uhr
  • 1
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Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Meine Sparkasse verwaltet mein Geld, ich kann hier meine Rechnungsbeträge überweisen und an vielen Stellen Geld in bar abheben. Überall muss ich Gebühren für Service bezahlen. Warum soll die Sparkasse das umsonst machen? Und wer bezahlt die Angestellten?
  • 22.05.2016, 13:41 Uhr
  • 0
Frag doch mal deinen Bankberater ob er weiß was die Sparkasse mit deinem Geld gerade macht?
  • 22.05.2016, 17:27 Uhr
  • 0
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Die "Bankenrettung" soll den "Bürger" nicht belasten, versprach Berlin! ? Wann ist sie abgeschlossen?
  • 22.05.2016, 13:20 Uhr
  • 1
Nie. solange sich im Bankensystem nichts ändert. Nur ein Crash oder ein Krieg stellt alles wieder auf Null.
  • 22.05.2016, 17:28 Uhr
  • 0
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Wenn man öfters zur einer Filiale einer dieser ? günstigen ? Banken muß dann muß man meist sehr weite Wege in kauf nehmen. Wenn man dabei die verbrauchte Zeit mit rechnet, dann sieht die Sache schon ganz anders aus. Die vielen Filialen veruhrsachen eben erhebliche Kosten. Außerdem schaffen sie *** A R B E I T S P L Ä T Z E ***. Diese werden immer rarer. Die Bargeldlosigkeit dagegen wird zu einer *** DIKTATUR *** führen.
  • 20.05.2016, 15:29 Uhr
  • 0
Mit der Mär von den Arbeitsplätzen verarschen uns die Mächtigen schon seit Jahrzehnten.
Maschinenstürmerei hat noch nie den Fortschritt aufhalten können.
Wichtig ist es, flexibel zu bleiben und auch einmal eine Gewohnheit aufgeben zu können, auch wenn es schwer fällt.
  • 21.05.2016, 23:02 Uhr
  • 1
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Der Bürger ist und bleibt die melkende Kuh
  • 19.05.2016, 22:56 Uhr
  • 0
Seit wann melken Kühe?
  • 20.05.2016, 11:23 Uhr
  • 1
Wen melken Kühe?
  • 22.05.2016, 13:21 Uhr
  • 0
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Unverschämtheit!
Wollen die Banken etwa Ihre Mitarbeiter bezahlen, damit diese Sozialabgaben zahlen und leben können?
  • 19.05.2016, 22:12 Uhr
  • 0
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Stichwort: Gradido - dein Schlüssel für Wohlstand und Frieden. So gestalten wir jetzt gemeinsam die Zukunft neu!
Lösung bei Gardido-University unter www.gradido.de
  • 19.05.2016, 17:35 Uhr
  • 0
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Das ist doch erst der Anfang. Ihr könnt in Zukunft machen was ihr wollt. Jeder Bank wird in ein paar Wochen bzw. Monaten sich andere Tricks einfallen lassen um euch das Bargeldlose bezahlen schmackhaft zu machen und damit werdet ihr Schritt für Schritt in das Bargeldverbot eingebunden. Denkt mal an eure Sparguthaben. Entweder Aufbewahrungsgebühren oder begrenzung beim abheben.
  • 19.05.2016, 17:19 Uhr
  • 9
Endlich mal eine durchdachte Antwort ***
  • 20.05.2016, 15:32 Uhr
  • 0
bei uns hat der 1. priv. Einkaufsmarkt (Edeka angehaucht) eröffnet mit dem Kassensystem:
selbst scannen und bez.
auf meine Nachfrage, wer kontrolliert, dass ich alles durchscanne, kam die Antwort: das machen die an der Rezeptionsstelle.
nein, das ist gar nicht mögl. ich habe die Vermutung, über jeder Scan-kasse ist eine Lampe u da sind Kameras eingebaut.
am Ende kommt man nur raus, wenn man den Kassenbon an einer Säule anscannen läßt.
  • 21.05.2016, 11:40 Uhr
  • 0
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Kennt jemand eine Online-Bank, die mich als Kunden annimmt? Ich wohne in Bolivien, deshalb wurde ich bei der Onvista-Bank abgewiesen.
  • 19.05.2016, 14:53 Uhr
  • 2
Fidor München, alles kostenlos. Online Bank mit m.E. besten Service und von allen Ländern aus per Netz gut erreichbar.
  • 19.05.2016, 15:20 Uhr
  • 1
Die Bank wirbt mit dem "Ausland". Fidor .de,schaue mal....
  • 19.05.2016, 15:21 Uhr
  • 1
Danke Dir für den Hinweis. Werde dem gleich einmal nachgehen.
  • 20.05.2016, 01:23 Uhr
  • 1
Viel Erfolg.
  • 20.05.2016, 15:58 Uhr
  • 0
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Ich befürchte, dass wir früher oder später Strafzinsen für unsere Guthaben bei den Banken zahlen müssen !!! -------
  • 19.05.2016, 14:14 Uhr
  • 4
Es wird mit Sicherheit kommen! Ist eine Frage der Zeit.
  • 19.05.2016, 14:29 Uhr
  • 2
Irgend wer muss ja schließlich die Schulden aus der Finanzkrise berappen, wenn die Banken schon nichts damit zu tun haben wollen.
  • 19.05.2016, 15:18 Uhr
  • 3
Das wird kommen und gibt's es schon für grössere Summen.
  • 19.05.2016, 19:05 Uhr
  • 0
Die Comba macht es schon.
  • 19.05.2016, 20:16 Uhr
  • 0
wenn man einfach nur den Kopf in den Sand steckt, wird es mit Sicherheit kommen. Genau so macht es der deutsche Michel! Aktiv werden und sich wehren wäre mal etwas neues.
Hat aber den Nachteil... man muß sich bwewgen.
  • 20.05.2016, 08:26 Uhr
  • 3
Wie wahr! Wer fängt damit an, Hans Hennig?
  • 20.05.2016, 09:24 Uhr
  • 1
Wie soll man sich wehren?
  • 20.05.2016, 09:42 Uhr
  • 0
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