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Damit das Geld im Alter reicht: So verhindern Sie das böse Erwachen in der R ...

Damit das Geld im Alter reicht: So verhindern Sie das böse Erwachen in der Rente

Helmut Achatz
24.09.2016, 19:28 Uhr
Beitrag von Helmut Achatz

Eine Bestandsaufnahme vor der Rente? Ja, vor der Rente! Wer schon in Rente ist, für den ist es meist zu spät, weil er nicht mehr reagieren kann. Was sich so selbstverständlich anhört, ist leider nicht selbstverständlich. „Erschreckend – die meisten Deutschen haben keine Ahnung von der gesetzlichen Rente; weder von den steuerlichen Modalitäten noch von der wirklichen Rentenhöhe“, schreibt das Vergleichsportal Biallo. Leider haben viele auch keine Ahnung, wie viele Einnahmen sie im Rentenalter insgesamt haben werden. In punkto Ausgaben dürfte es ähnlich sein. Biallo spricht davon, dass „Deutsche im Tal der Ahnungslosen“ leben – nicht alle, wohlgemerkt, aber leider immer noch viel zu viele.

Wenn sie in Rente sind, geht ihnen ein Licht auf, aber da ist es meist zu spät. Das mag herzlos klingen, beschreibt freilich die Wirklichkeit. Wer jetzt 50 Jahre alt ist – oder vielleicht etwas älter, kann noch am Rad drehen, für die über 60-Jährigen ist es aber bereits zu spät.

Mehr unter vorunruhestand.de

Zuerst ein Kassensturz


Deswegen ist es höchste Zeit, Kassensturz zu machen, sprich sich einen Überblick über die finanzielle Situation zu verschaffen. Es braucht eine Bestandsaufnahme des Gesamtvermögens, einschließlich der zu erwartenden regelmäßigen Einkünfte im Alter. Die Einnahmen bestimmen die Ausgaben, denn im Alter wird es schwierig bis unmöglich, einen Kredit aufzunehmen. Übrigens, gilt das nicht nur für Rentner, sondern auch für viele, die ihren Job verloren haben und noch keine neue Arbeit gefunden haben, sprich, auch für Arbeitslose ist es schwierig, einen Kredit zu bekommen, allerdings nicht unmöglich.

Was die Einnahmen betrifft, so hat ein durchschnittlicher Rentnerhaushalt laut Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) von 2013 (das sind die aktuellsten Zahlen) des Statistischen Bundesamts genau brutto 2 438 Euro, wovon netto nach Abzug von Sozialversicherung und Steuern noch 2 206 Euro übrig bleiben; Pensionärshaushalte haben 5 173 Euro brutto und 4 404 netto. Wer nur Rente bezieht, kommt im Schnitt auf 1 470 Euro – und da wird’s schon eng. Das sind, wohlgemerkt, Durchschnittswerte, denn viele Rentner bekommen deutlich weniger als diesen Betrag.

Bestandsaufnahme vor der Rente

Soviel zur Ausgangssituation. Wie geht’s nun weiter? Tom Fries und Michael Huber haben das in ihrem Buch „Finanzcoach für den Ruhestand“ detailliert beschrieben: Wer sich dran macht, eine Ausgaben/Einnahmen-Bilanz zu ziehen, sollte, so ihr Rat, erst einmal alle Unterlagen zusammensuchen. Zu den wichtigen Unterlagen gehören beispielsweise die Rentenauskunft, Kontoauszüge und die Steuererklärung.

Die notwendigen Unterlagen für die Bestandsaufnahme:

- Konto- und Depotauszüge
- Mieteinnahmen
- Lebensversicherungspolicen
- Belege zu geschlossenen Fonds und Beteiligungen
- Schulden und andere Verbindlichkeiten
- Rentenauskünfte
- betriebliche Altersvorsorge
- letzte Steuererklärung/Steuerbescheid
- Erbanwartschaften
- Ehevertrag und andere Verträge
Quelle: „Finanzcoach für den Ruhestand“, Tom Fries, Michael Huber

Das ist etwas Mühe, aber es lohnt sich, alles einmal zusammenzutragen. Das war die Vorarbeit, jetzt geht an die Bilanz von Ausgaben und Einnahmen. Und auch da hilft das Buch von Fries und Huber weiter.

52 Kommentare

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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Wer sich eine Altersvorsorge leisten kann "Herzlichen Glückwunsch" wer auch noch "Mieteinnahmen" hat "Super".
Leider wird die Mehrheit keine Vorsorge treffen KÖNNEN somit produziert der Deutsche Staat Menschen die sich im Alter nicht selbst versorgen können.
An stat nach zu denken wie sich dies ändern liese macht dieser Staat genauso weiter wie bisher warum etwas ändern : Wir Politiker haben doch unsere Altersvorsorge im Sack
  • 28.09.2016, 17:30 Uhr
  • 4
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Was nutzt denn der beste Kassensturz und das Wissen, dass man gegen die drohende Altersarmut etwas tun muss, wenn das Konto leer und der Monat noch nicht rum ist.
Wenn Politiker vom Durchschnittseinkommen reden und damit meinen, dass viele nur keine private Vorsorge betreiben wollen, erinnert mich das immer an :
"Im Durchschnitt war der Teich 1 Meter tief. Die Enten konnten laufen und die Kuh ist ersoffen."
  • 28.09.2016, 15:53 Uhr
  • 3
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das ist mal wieder Werbung in eigener Sache
  • 28.09.2016, 15:28 Uhr
  • 0
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Durchschnittsrenten 2016

Heute liegt die durchschnittliche Altersrente in den alten Bundesländern bei rund 700,- Euro monatlich. Männer kommen dabei auf etwa 970,- Euro und Frauen im Durchschnitt auf 473,- Euro. In den neuen Bundesländern erhalten Rentner durchschnittlich 826,- Euro, wovon die Männer etwa 1.044,- Euro und die Frauen 676,- Euro monatlich beziehen. Bei vielen Arbeitnehmern stellt sich anhand dieser Zahlen durchaus eine gewisse Ernüchterung ein, da manche Renten sogar unterhalb der Grundsicherung liegen. Etwa 27 Jahre muss man arbeiten, um überhaupt erst einmal das Niveau der Grundsicherung fürs Alter zu erreichen.
  • 28.09.2016, 15:25 Uhr
  • 3
Der Unterschied in der Rentenerwartung Ost und West lag bisher daran, dass es im Osten bis 1998 kaum einen Karriereknick wegen Arbeitslosigkeit gab. Doch diese Zeiten sind vorbei. Jetzt wirken sich Bat-Ost und Bat-West und die im Osten höhere AL drastisch aus.
  • 28.09.2016, 15:45 Uhr
  • 0
ist mir bekannt, man kann im Moment nur von dem aktuellen
Wert ausgehen, der wird sich natürlich in der Zukunft
ändern.
  • 28.09.2016, 15:48 Uhr
  • 0
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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
zur vorsorge braucht man aber soviel das es auch übrig ist da muß
  • 28.09.2016, 15:04 Uhr
  • 0
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Helmut, ich habe mir erlaubt diesen Artikel an meine erwachsenen Kinder weiterzuleiten, weil ich der Meinung bin daß er da doch sehr angebracht ist.
Danke für die Mühe, die Du Dir gemacht hast.
  • 28.09.2016, 14:59 Uhr
  • 0
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Der Verfasser bedient mal wieder ein Thema, das vermutlich auch auf seine Rentensituation Einfluss nimmt ... gute Geschäfte
  • 28.09.2016, 14:17 Uhr
  • 2
stimmt sicher, aber nachdenken sollten wir schon darüber !!
mal den einen oder anderen Urlaub weglassen, zugunsten einer Mehraufwendung für die Rente, das ist sicher nicht zu viel verlangt.... schließlich wollen wir doch sehr .... sehr lange eine gute Rente haben !!
  • 28.09.2016, 15:02 Uhr
  • 1
Hans, schon klar, aber wer das selbst nicht im Griff hat und sich auch nicht selbst informiert, weiß vermutlich auch nicht damit verantwortlich umzugehen und der Rest der Solidargemeinschaft muss dann für die Versäumnisse aufkommen
  • 28.09.2016, 15:06 Uhr
  • 0
wir haben erst die zweite Küche, und das auch nur, weil wir umziehen mussten. ich fahre schon den vierten Renault... und davon den zweiten Twingo... ich hoffe mal mir reicht die Rente, habe ja nur noch drei 'Jahre bis dahin
  • 28.09.2016, 15:42 Uhr
  • 1
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Jeder deutsche bekommt automatisch jedes Jahr die Rentenauskunft seiner zu erwartenden Rente zugesandt. Ob diese ausreichen wird und ob er noch über weitere Einnahmen im Alter verfügen wird, weiß er doch längst vorher selbst.

Man sollte rechtzeitig in jungen Jahren weitere Standbeine im Alter aufbauen. Aber viele sagten - ich lebe heute und nicht später, nahmen Verschlechterungen durch Scheidungen und anderen sozialen Abstiegsmöglichkeiten in Kauf und machten nichts.

Im Ergebnis ist dann auch im Alter nichts mehr zu planen. Liegt man unterhalb einer Grundsicherung. kommt nur noch eine Aufstockung in Betracht bzw. auch, dass Kinder für die Eltern nach Gesetz mit aufkommen müssen...
  • 28.09.2016, 14:03 Uhr
  • 3
Ich denke auch :Scheidung ist mit das höchste Armutsrisiko im Alter ,die Einkünfte werden gesplittet und es muß alles doppelt finanziert werden
  • 28.09.2016, 14:36 Uhr
  • 3
.ohne die Rente meiner Frau sehe ich auch alt aus( bin ich ja schon )
Natürlich auch noch "gespart "was wir als Kriegskinder noch fleißig geübt haben,meist auf Urlaube verzichtet !!!!
  • 28.09.2016, 14:49 Uhr
  • 1
der Papiissegallon blickt mal wieder nicht durch und lässt seine Ignoranz wie gehabt durchblicken
  • 28.09.2016, 14:59 Uhr
  • 1
Einer muß hier ja den Überblick haben
  • 28.09.2016, 15:06 Uhr
  • 1
Ja und was mach ich wenn nichts übrig bleibt von meinen Gehalt ,Lohn zum zurücklegen ????....muss ich dann meine Kinder anpumpen ....zweites Standbein ist gut ....aber von was???
  • 28.09.2016, 15:38 Uhr
  • 1
Hole dir einen Rat bei einer karitativen Institution,vielleicht gibts da eine Idee oder Möglichkeiten vor Ort,die kennen die Gegebenheiten am Besten .
Viel Glück !
  • 28.09.2016, 15:43 Uhr
  • 2
Hier will jemand sicher seine Finanzprodukte verkaufen__

Wollte jemand bei einer Bekannten von mir mit zu erwartenden 600 Euro Rente. Sie solle monatlich 200 Euro in eine Versicherung einzahlen.

Ich habe in seiner Gegenwart gesagt, brauche sie nicht denn ohne Einzahlung habe sie ja auch Grundsicherung von 1000 Euro und könne die Prämie versaufen. Er ist bös gegangen...

Ja mein Lieblingsthema - Finanzprodukte...
  • 28.09.2016, 15:52 Uhr
  • 2
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