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Finanztest-Vergleich: Noch gibt es 25 Girokonten zum Nulltarif

Finanztest-Vergleich: Noch gibt es 25 Girokonten zum Nulltarif

Savedo GmbH
26.09.2016, 12:32 Uhr
Beitrag von Savedo GmbH

In seiner aktuellen Ausgabe nimmt das Magazin Finanztest Girokonten genauer unter die Lupe und zeigt, dass die Gebühren gestiegen sind. Viele Verbraucher nehmen die Preiserhöhungen hin, weil sie einen Kontowechsel scheuen. Doch ein neues Gesetz erleichtert nun den Girokontowechsel zu einer anderen Bank. Wir zeigen Ihnen, welche Anbieter am kostengünstigsten sind.

Erst vor Kurzem hat die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee erstmals private Anleger zur Kasse gebeten. Das Institut verlangt für Privatkunden-Einlagen von mehr als 100.000 Euro auf Giro- oder Tagesgeldkonten ein „Verwahr-Entgelt“ von 0,4 Prozent. Neben den so genannten „Negativzinsen“ erheben Geldinstitute in der aktuellen Niedrigzinsphase außerdem zunehmend Gebühren für unterschiedliche Bankdienstleistungen. Nun steigen auch die Preise für Girokonten. Dies zeigt eine aktuelle Untersuchung der Finanztest (Ausgabe 10/2016) von Stiftung Warentest. Nicht selten nehmen Privatkunden die anfallenden Kosten in Kauf, da sie einen Wechsel aufgrund des hohen administrativen Aufwands scheuen. Ein neues Gesetz erleichtert jetzt den Umzug und Finanztest zeigt, bei welcher Bank Sie noch ein Gratiskonto finden.

Kostenlose Girokonten: Gebühren für Kontoführung sind gestiegen

Die aktuelle Untersuchung zeigt, dass insgesamt nur noch 25 kostenlose Girokonten angeboten werden. Geprüft wurden 241 Kontenmodelle von 104 Kreditinstituten. Während im Jahr 2014 noch 30 Banken bedingungslose Gratiskonten zur Verfügung stellten, sind es im aktuellen Vergleich fünf kostenlose Konten weniger. Dabei werden acht der überregionalen Gratiskonten von Direktbanken ohne Filiale und drei mit Filiale angeboten.

Überregionale Angebote ohne Filiale:
- 1822direkt
- Comdirect Bank
- Consorbank
- Edekabank
- ING-Diba
- Netbank
- Norisbank
- Wüstenrot

Überregionale Angebote mit Filiale:
- PSD Niederbayern-Oberpfalz
- Santander Bank
- Santander Consumer Bank

Neues Gesetz senkt Hürden beim Kontowechsel

„Menschen in Deutschland trennen sich eher von ihrem Partner als von ihrer Bank“, berichtet Finanztest. Bislang scheuen viele Deutschen den Kontowechsel und nehmen dabei steigende monatliche Gebühren hin. So zahlen beispielsweise Millionen Kunden der Postbank ab 1. November 2016 künftig 3,90 Euro im Monat für ihr Girokonto. Über das Jahr gerechnet summieren sich diese Kosten und mancher Kunde zahlt bis zu 60 Euro Kontoführungsgebühren jährlich.

Doch das könnte sich jetzt ändern. Seit 18. September müssen Banken per Gesetz den Kontowechsel erleichtern: Bankkunden, die ihr Konto wechseln möchten, müssen demnach aktiv von ihrem Geldinstitut dabei unterstützt werden. Während Kunden zuvor den Papierkram allein bewältigen mussten, sieht das sogenannte Zahlungskontengesetz vor, dass Verbraucher nur noch ein einziges Formular ausfüllen müssen. Den Rest erledigen die Banken, „indem sie auf Antrag Daueraufträge und andere Leistungen unkompliziert auf einen anderen Anbieter übertragen“ erklärt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Ein Kontowechsel lohnt sich

Die Bank zu wechseln wird für viele Kunden immer interessanter. Zum einen erhöhen sich neben den Gebühren für die Kontoführung auch die Entgelte für andere Bankdienstleistungen wie zum Beispiel Überweisungen, Kreditkarten oder Daueraufträge. Zum anderen schaffen immer mehr Geldinstitute ihre kostenlosen Konten ganz ab. Der Wechsel wird durch das neue Gesetz wesentlich erleichtert. Daher lohnt sich für viele Verbraucher, Girokonten zu vergleichen und zu einem neuen Anbieter zu wechseln.

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