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Forschungsverbund CESifo: Die ausreichende Rente ist nur eine Utopie

Forschungsverbund CESifo: Die ausreichende Rente ist nur eine Utopie

Savedo GmbH
13.10.2016, 09:54 Uhr
Beitrag von Savedo GmbH

Wie soll Ihr Leben im Alter aussehen? Brauchen Sie nicht mehr als ein Dach über dem Kopf und ein bisschen Geld für Essen und Trinken, oder möchten Sie später hervorragend versorgt sein und in der Nähe Ihrer Kinder und Enkelkinder wohnen? Wenn Letzteres zutrifft, dann müssen Sie einem neuen Bericht der CESifo Group Munich zufolge sehr wahrscheinlich Ihre Sparstrategie verbessern.

Weltweit leben seit 2015 mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land - zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte. Die Vereinten Nationen und andere Organisationen gehen davon aus, dass die Differenz zwischen Stadt- und Landbevölkerung weiter wachsen wird.

Nach aktuellen Schätzungen werden im Jahr 2050 circa 6,5 Milliarden Menschen (etwa Dreiviertel der Erdbevölkerung) in Städten leben. Das Entstehen von sogenannten ‘klugen Städten‘, die dank digitaler Netzwerke die beste Gesundheitsversorgung, die beste Infrastruktur und den besten Schutz bieten können, verstärkt diesen Trend.

Die Chancen stehen also gut, dass Sie und Ihre Kinder und Enkelkinder in Zukunft auch in der Stadt wohnen möchten. Zum Glück werden moderne Städte dann optimal eingerichtet sein, so dass man sowohl im Krankenhaus als auch zuhause seine Ruhe und eine gute Versorgung genießen kann.

Klare Entscheidungen sind notwendig

Diese Möglichkeiten sind allerdings nur wenigen Menschen vorbehalten, warnt die CESifo. Eine gute Altersversorgung ist teuer, genauso wie ein schönes Haus in der Stadt. Die Preise auf dem europäischen Wohnungsmarkt steigen außerdem immer weiter an, während die Sparzinsen bei traditionellen Banken immer weiter sinken. Wer später in Ruhe genießen möchte, muss also rechtzeitig die richtigen Entscheidungen treffen.

In Wertanlagen zu investieren scheint eine logische Schlussfolgerung zu sein - doch die CESifo zeigt auf: Geldanlagen sind riskant, vor allem für Europäer. Die europäischen Kapitalmärkte sind nämlich nicht so groß wie die Märkte in den Vereinigten Staaten. In Europa herrscht keine “typische Anlegerkultur”, und die Verluste bei Geldanlagen sind oftmals hoch. Die Pariser Börse (CAC40) beweist es: Stand sie im Jahr 2000 noch auf 6.000 Punkten, werden jetzt nur noch 4.400 Punkte notiert.

Eine andere Option wäre der Verkauf Ihrer Wohnung, die vielleicht gerade die Wohnung ist, in der Sie alt werden wollen. Sie haben dann die Möglichkeit, sich nach einer anderen, auf dem Land gelegenen und wesentlich preisgünstigeren Wohnung umzusehen, um mit dem gesparten Geld Ihren Alltag zu finanzieren. Dadurch werden Sie aber wahrscheinlich weiter von Ihren Kindern oder Enkelkindern entfernt leben. Oder reicht Ihnen eine kleinere Wohnung mit weniger Komfort in der gleichen Stadt? Dann werden Sie sich gegen viele andere Kaufinteressenten durchsetzen müssen. Die Zinsen auf den Mehrerlös sind in beiden Fällen übrigens steuerlich nicht absetzbar.

Entscheidungen mit Risiko

Egal ob Sie Geld anlegen oder Ihre Wohnung verkaufen wollen: In beiden Fällen ist Ihre Entscheidung laut CESifo risikobehaftet. Weder steht nämlich fest, wie hoch die Rendite Ihrer Geldanlage sein wird, noch ist sicher, ob der Erlös aus dem Wohnungsverkauf ausreicht, um Ihnen und Ihrer Familie ein angenehmes Leben zu ermöglichen. Der Forschungsverbund erwartet, dass die Unsicherheit auf den Anlegermärkten weiter zunehmen wird, weil die Europäische Zentralbank dem Markt durch aggressive Ankäufe von Unternehmensanleihen viele interessante Anlagemöglichkeiten nimmt.

Eine sichere Möglichkeit bleibt Ihnen jedoch stets offen: Sie können Ihr Geld sparen. Das sollten Sie jedoch laut CESifo nicht bei herkömmlichen Banken machen. Viele traditionelle Kreditinstitute und (Lebens-)Versicherungsgesellschaften haben seit Jahren Schwierigkeiten, ihr Kapital gewinnbringend anzulegen. Die Zinsen sinken aus diesem Grund immer mehr und die Banken sind einfach nicht mehr an Spargeld interessiert - im Gegenteil, viele europäische Banken scheinen hart auf negative Zinsen zuzusteuern. In Deutschland berechnen die ersten Banken bereits Strafzinsen für Sparguthaben.

Profitieren Sie von den neuen EU-Wirtschaftsmächten

Zum Glück gibt es noch einige Länder in Europa, in denen die Banken den hohen Finanzierungsbedarf örtlicher Unternehmen bedienen müssen. Diese Banken bieten Sparern auch heute noch sehr günstige Zinsen. Wenn Sie Ihr Spargeld also clever anlegen, können Sie sich langfristig eine gute Rente aufbauen. Auch wenn deutsche Banken Ihr Geld nicht mehr haben wollen, bei vielen Banken im EU-Ausland sind Ihre Ersparnisse sehr willkommen.

Bei Savedo finden Sie hoch verzinste Festgelder, die von Banken aus unseren EU-Nachbarländern über die Savedo-Plattform angeboten werden. Anleger aus Deutschland gehen dabei kein zusätzliches Risiko ein, denn gemäß EU-weit geltenden Richtlinien sind alle EU-Staaten dazu verpflichtet, nationale Einlagensicherungsfonds zu unterhalten, die Ihre Festgeldanlagen bis zu einem Gegenwert von 100.000 Euro je Kunde und Bank absichern.

Über CESifo
Die CESifo Group Munich umfasst das Center for Economic Studies (CES), das ifo Institut und die CESifo GmbH (Münchener Gesellschaft zur Förderung der Wirtschaftswissenschaft). Der in Europa bisher einmalige Forschungsverbund verbindet die theoretisch orientierte volkswirtschaftliche Forschung der Universität mit den empirischen Arbeiten eines führenden Wirtschaftsforschungsinstituts und bettet diese in ein internationales Umfeld ein.

1 Kommentar

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Das Problem bei Zusatzrenten ist doch, das Leute im Billiglohbereich kaum Geld übrig haben, in einen kapitalgebundene Rente einzuzahlen.
Um eine normale rente über dem Grundsicherungsniveau zu bekommen, braucht man einen Lohn von ca. 15,00€.
Folgedessen ist unser Mindestlohn ein Sklavenlohn!
  • 21.11.2016, 13:00 Uhr
  • 0
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