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„Aussortiert und Abkassiert“: Wie sich Altwerden in Deutschland wirklich anf ...

„Aussortiert und Abkassiert“: Wie sich Altwerden in Deutschland wirklich anfühlt

Helmut Achatz
20.11.2016, 14:21 Uhr
Beitrag von Helmut Achatz

Was heißt es, in Deutschland alt zu werden? Dieser Frage ist Michael Opoczynski in seinem Buch „Aussortiert und Abkassiert“ nachgegangen und kommt zu erstaunlichen Erkenntnissen.

Was passiert heute mit den Alten? Werden sie von „skrupellosen Finanzberatern ausgenommen, in unzumutbaren Pflegeheimen entsorgt, ausgegrenzt bei der Arbeitssuche, diskriminiert wegen ihres Alters“? Ist das wirklich so? Der Blick fällt auf die anderen Alten, die ihr Leben aktiv leben, reisen, studieren, ihren Enkeln helfen, sich in der Integration von Flüchtlingen engagieren und ein Ehrenamt mit Elan ausfüllen.

Vorsicht vor Abzockern

Opoczynski, den vielen noch als Leiter der ZDF-Wirtschaftsredaktion und Moderator von Wiso kennen dürften, warnt vor Abzockermethoden und Diskriminierung. Er geißelt den Umgang mit Alten in Pflegeheimen, sieht genau hin bei Altersarmut und plädiert dafür, dass sich das Denken ändern muss. Er will, dass den Alten der Respekt zurückgegeben wird.

Er wehrt sich gegen das euphemistische „Senior“ und andere Umschreibungen für die Alten. Warum nicht „Alter“ sagen. Nun, vielleicht weil alle zwar „alt werden wollen, aber niemand alt sein will“. Opoczynski verdeutlicht die Folgen, wenn einer aufgegeben hat, dass er schnell im gesellschaftlichen Nichts verschwindet.

Antrieb für sein Buch war: Er gehört mittlerweile selbst zu den Alten und bezieht seine Rente. Als Journalist hat er verschiedene Lebensentwürfe recherchiert; es interessierte ihn die Reaktion der Jüngeren auf die Älteren – und wo Alter ausgenutzt wird.

Altendiktatur – gibt’s die?

Der Ex-Wiso-Moderator glaubt nicht an eine Altendiktatur. Ob er damit nicht daneben liegt? Wie ist es denn mit der Rente mit 63? Eigentlich kann sich das Rentensystem dieses Zuckerl für eine bestimmte Klientel nicht leisten – und doch hat die Andreas Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, sie eingeführt. Wie ist es denn mit der überproportionalen Rentenerhöhung 2016 – und der Ankündigung, die Renten werden bis 2030 im Schnitt um zwei Prozent steigen? Höhere Renten bedeutet im Umkehrschluss höhere Beiträge – und die treffen die Jungen. Die Regierung will mit ihrer Rentenpolitik vor allem das Wohlwollen der Alten, weil sie die Mehrheit stellen in diesem Land. In dem Punkt ist Opoczynski zu blauäugig. Weil das Geld hinten und vorne nicht reicht, muss der Staat zuschießen – von Jahr zu Jahr mehr. Es wird keinen Konflikt der Alten mit den Jungen geben, sondern der Alten mit der Politik. Bestes Beispiel sind die Direktversicherungsgeschädigten, die aufbegehren, weil die Politik, damals unter Sozialministerin Ulla Schmidt, die Regeln geändert hat, so dass Betriebsrentner auch mit alten Verträgen Arbeitgeber-und Arbeitnehmer-Beiträge an die Krankenkasse abdrücken müssen.

Heraus aus der Opferfalle

Ok, genug der Kritik – in seinem Buch geht er auf Diskriminierung der Alten ein; er zeigt, wie die Alten abgezockt werden von Trickdieben, wie ihnen alles Mögliche aufgeschwatzt wird. Alte Menschen seien das bevorzugte Ziel von Kriminellen. Sein Fazit lautet: „Heraus aus der Opferfalle“. Dieser Befund gilt auch für das Gesundheitssystem. Nicht selten werden Menschen in finstere Ecken abgeschoben.

Opoczynski greift auch Themen auf, die bislang in der öffentlichen Diskussion nicht vorkamen wie die „alten Männer“. Da werde einfach die Hälfte der Alten ignoriert. Dabei altern Männer anders als Frauen. Opoczynski geht auf Eckart Hammer ein, der selbst wiederum das Buch „Männer altern anders“ geschrieben hat – vielleicht ein Geschenkvorschlag.

Schweden als Modell für die Rente

Opoczynski geht in seinem Buch auch auf die Verhältnisse in anderen Ländern ein, darunter denen in den USA und Frankreich, in Schweden, Dänemark, Japan sowie China. Sein Resümee: „Schweden kann Modell für unser Rentensystem sein“.

Der frühere Wiso-Moderator geht der Frage nach, wie es die Alten mit der Arbeit halten und stößt dabei auf so interessante Ansätze wie „Granny Aupair“. Michaela Hansen aus Hamburg hat dieses Online-Portal gegründet und vermittelt Leihomas ins In- und Ausland. Darüber gibt es übrigens auch ein Buch: „Als Granny-Aupair in die Welt“. Opoczynski stellt in seinem Buch auch die Idee „Gründer 50plus“ vor. Statt arbeitslos zu sein – ein Unternehmen gründen. Nicht für alle, aber für einige ältere Arbeitslose kann das die Lösung sein.

Alte bei Finanzen für dumm verkauft

Ach ja, die schöne Warenwelt, die angeblich die Alten als Kunden gern sehen. Die Wirklichkeit sieht nach Opoczynskis Ansicht anders aus. Hersteller und Händler empfänden immer noch und gegen alle Ratschläge die Einstufung „alt“ als Killerkriterium – und seien irritiert bis erschrocken, wenn ihr Produkt bei Alten ankommt.

Am schlimmsten geht es den Alten allerdings bei den Finanzen, weil viele Banken und Sparkassen immer noch glauben, sie könnten „den Alten alles andrehe“, wie es der Buch-Autor formuliert, womit er sicher richtig liegt. Sein Tipp: „Keine Finanzprodukte kaufen, die man nicht restlos versteht“. Denn, das hat sicher jeder schon selbst festgestellt, dass Verkäufer ihren Kunden gern Produkte andienen, die besonders viel Provision abwerfen, aber eben auch riskant sind. Übrigens, wenn Alte einen Kredit nachfragen, werden sie schnell feststellen, dass Banken und Sparkassen sie schnell abblitzen lassen.

Auch mit Finanzen zu tun hat das Thema Wohnen, das Opoczynskis kritisch beleuchtet. Alte, die an ihrem Heim hängen, weil es für sie der Fixpunkt im Leben ist. In Großstädten wie München, Frankfurt und Hamburg sind die Mieten in den vergangenen Jahren jedoch stark gestiegen, so dass sich Rentner das zunehmend nicht mehr leisten können. Das ist das eine Problem – anders sieht es auf dem Land aus, wo Dörfer verwaisen, weil die Jungen in die Ballungsräume abwandern. Opoczynskis fordert: „Alleinlebende Alte brauchen mehr als eine technische Problemlösung“.

Mehr dazu unter vorunruhestand.de

44 Kommentare

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Ich bin 1966 ins Arbeitsleben eingetreten. Irgendwann denkt man auch in jungen Jahren daran, ob die Rente reicht. Also arbeitet man hart und versucht das Beste daraus zu machen.
Jetzt bin ich Rentner und muss mit ca. 1000€ Rente auskommen. Einen Job mit 65 Jahren kann ja machen, ist blos schwer mit zwei Protesen und zwei Bandscheibenvorfällen. Für Grundsicherung habe ich zu viel Rente. So ist das hier in Deutschland.
  • 25.11.2016, 18:47 Uhr
  • 2
Geht mir ebenso. Trotzdem bin ich ehrenamtlich tätig ( in Seniorenresidenz),somit zufrieden.
  • 19.12.2016, 14:29 Uhr
  • 0
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Bin zwar erst seit kurzem im Ruhestand, ahne aber bereits jetzt schon, dass der Spruch gelten könnte: Rentner werden ist nicht schwer, Rentner sein dagegen sehr. Ob es wirklich sooo schrecklich wird? Wenn Sie möchten, begleiten Sie mich doch einfach auf meinem, ganz eigenen, persönlich Weg in diesen letzten neuen Lebensabschnitt:
www.rente-ist-geil.de
Viel Spaß...
  • 24.11.2016, 18:05 Uhr
  • 0
schöne Seite !! ich habe zum Glück noch drei Jahre, die ich noch arbeiten darf !!
  • 25.11.2016, 10:28 Uhr
  • 0
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Es wurde den normalen Rentnern sicherlich helfen wenn nicht mehr Krankenkassenbeiträge ,Pflegegeld und Steuern (auf den Renten) abgezogen werden - und m.E. auch nocht gerecht. Bei den Pensionären die keine Beiträge zu deren Pensionen zahlen mußten ist das etwas anderes. Die Beamten haben sich vor Jahren darüber beschwert und deshalb müssen seit einigen Jahren alle die o.g. Beiträge löhnen. Was noch viel schlimmer ist, seit letztes Jahr müssen Arbeitnehmer jeder Erhöhung komplett zahlen. Der Arbeitgeber zahlt nicht mehr wie früher die Hälfte. Somit zahlt der Staat auch nicht mehr die Hälfte bei den Rentnern. Jeder Rentenerhöhung ist auch deshalb ein Witz, ein Teil kassiert der Staat wieder ein. Ich kann mir nicht vorstellen, das Merkel nicht weiß weshalb den Rentnern immer mehr verarmen. So blöd kann die nicht sein.... oder doch? Gewählt wird sie trotzdem von der Mehrzahl der Bürger. Verstehe das wer will.
  • 24.11.2016, 15:05 Uhr
  • 3
Peter, auch die Politik arbeitet wie eine Firma und mit der GroKo noch komplizierter. Die Themen und Arbeiten sind verteilt und werden von den verschiedenen Ministerien verrichtet. Ich meine, dass Frau Nahles für die Renten zuständig ist und nicht Frau Merkel. Wenn also die SPD
sich müht und nur langsam vorankommt, scheint die Lösung
nicht so einfach zu sein. Zudem ist die Rente nicht das einzige Thema, weshalb auf die Lösungen von der Mehrzahl der Bürger unter der Leitung der Bundeskanzlerin gehofft wird.
  • 25.11.2016, 15:07 Uhr
  • 1
  • 19.12.2016, 14:31 Uhr
  • 0
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Alte aller Länder vereinigt Euch . . . man ist niee zu alt, um sich nicht selbst wieder neu auszuprobieren und seine Ideen zu verwirklichen.
  • 24.11.2016, 06:46 Uhr
  • 1
  • 19.12.2016, 14:31 Uhr
  • 0
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Ich bin zwar gegen solche Verallgemeinerungen:" aussortiert und abkassiert", genau so ist es mir persönlich gegangen. Als ich 65 wurde hatte ich 2 Wochen nach dem 65. Geburtstag eine Mitteilung der Deutschen Bank im Briefkasten, dass ich nun nicht mehr genügend einkommen hätte, um rentabel für diese Bank zu sein und es gäbe natürlich auch keinen Überziehungskredit. Den Wegfall des Überziehumngskredites konnte ich natürlich gut verschwerzen, aber mein Konto generell zu kündigen, dass hat mich sehr verärgert. Nun habe ich zwar eine gewisse Genugtuung, dass es der Deutschen Bank ordentlich dreckig geht, aber es zeigt die Denkrichtung in der Finanzbranche und in unserer Republik deutlich. Aber auch in anderen Bereichen ist die Abzocke gang und Gebe: wie ÖPNV, oder Telefontarife Rundfunkgebühren usw.
Generell ist die Sozialpolitik der Koalisation auf Ausgrenzung, Verhinderung von Teilhabe und Senkung der Renten gerichtet, während Millarden für die Rettung der sich verzokten Privatbanken wie selbstverständlich bereitgestellt wurden. Aber zu den Ausgegrenzten gehören auch noch alle die, denen solche prekären Arbeitsverhältnisse durch Hartz IV, oder alleinerziehende Eltern, Behinderte Frauen ohne durchgängige Arbeitsmöglichkeiten zugemutet werden!
Die ins "UNANSTÄNDIGE! steigenden Mieten sind in diesem Zusammenhang ebenso zu nennen.
Frau Merkel läßt sich mit tausenden Euros von BMW und Anderen schmieren, Die Autokonzerne dürfen betrügen, bis zum Erbrechen, Der Wohnungsmarkt wird den Spekulanten überlassen,, die Alten können ihre Pflegekosten nicht bezahlen, und und und !!!
Eine SCHANDE und nun schenkt uns Frau Merkel noch eine weitere Amtszeit. HURRA, HURRA, HURRA Frau merkel, kümmern sich sich bitte um die großen Missstände in unserem Land und sorgen sich etwas weniger um die hereingeholten Terrorverdächtigen.
Es geht uns so gut, wie schon lange nicht mehr, ich sehe es nur leider nicht, oder wer von uns sieht es ?
  • 23.11.2016, 19:10 Uhr
  • 12
Wenn du es nicht siehst dann gucke 30 Jahre zurück! Ging es dir zu dieser Zeit besser oder schlechter?Denken hift meistens !!!
  • 26.11.2016, 17:11 Uhr
  • 0
Mir geht es auf alle Fälle besser !
  • 26.11.2016, 17:13 Uhr
  • 0
Ach Peter Maik, du redest Quatsch. Vor 30 Jahren war der technische Fortschritt auch noch auf einem anderen Stand. Das ist die allgemeine technische Entwicklung, die es nun ermöglich, dass jeder Trottel sich einen 34-Zoll-Fernseher kaufen kann. Du must mal richtig nachdenken ! Damals mußte niemand 50-60% seinen Monatsverdienstes für eine Miete hinlegen " Das sind die Relationen, die für den Lebensstandard bestimmend sind !!!!
  • 26.11.2016, 22:48 Uhr
  • 1
Also mir ging es vor 30 Jahren hervorragend. Ich gebe Herrn Paul da vollkommen recht. Ich bin vor meinem Ärztepfusch, der mich zum Rentner gemacht hat, Versicherungskaufmann gewesen. Ein sehr gutes Einkommen, eigene Vorsorge etc. Ich selbst habe es ohne Wissen Kunden betrogen. Denn damals gab es noch den Bestandsschutz. Das bedeutete, dass Verträge die abgeschlossen wurden, auch noch in 100 Jahren die gleichen Bedingungen vor dem Gesetz hatten. Das wurde ja nun, obwohl alle Politiker nicht müde werden und die private Altersversorgung jedem nahe legen, einfach gekippt. Die Krankenkassen bedienen sich auf unverschämte Art und Weise, der Steuersatz wurde angehoben und Riester, Rürup ist für mich eh staatlich geförderter Betrug. Ein Herr Meik sollte mal die Augen aufmachen. Der Anteil von Millionären wird in Deutschland immer höher, dafür die Armut , gerade bei Rentner/innen immer mehr. Wem geht es denn besser als vor 30 Jahren? Es ist immer wieder hier zu lesen. Wer eine bestimmte Parteibrille aufhat, sieht die Verarmung, Verrohung und das Auseinanderdriften unserer Gesellschaft nicht. Weil nicht sein darf, was seine Partei angerichtet hat.
  • 19.12.2016, 13:27 Uhr
  • 0
Ausnahmen bestätigen die Regel !Der Mehrheit geht es besser als vor 30 Jahren !
  • 19.12.2016, 14:42 Uhr
  • 0
Den Millionären deshalb auch.
  • 19.12.2016, 14:42 Uhr
  • 0
Wie fanatisch und blauäugig muss man sein, um selbst serösen Statistiken nicht mehr zu glauben? Die Kinderarmut ist immens gestiegen, die Altersarmut, wovor sogar die regierenden Parteien von offen sprechen ist immens angestiegen. Die Arbeitslosenzahlen, würden sie bereinigt und wieder Menschen mit einbezogen, die Hartz IV beziehen und nicht nur Arbeitslose, die bei der Arbeitsagentur gemeldet sind ist extrem hoch und die Löhne für das produzierende Gewerbe, welches ja überhaupt erst Geld generiert, sind auf einem Stand, dass diese Menschen nicht einmal mehr ihre Familien ernähren können und sogenannte Aufstocker sind. Dann schreibt hier ein User, dass es den Menschen besser geht. Soviel Ignoranz macht mich fast sprachlos. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen sich von solchen Schönred-Parteien abwenden und Parteien wählen, die man vor ein paar Jahren nicht einmal kannte.
  • 19.12.2016, 14:51 Uhr
  • 0
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ich habe nach Renteneintritt ehrenamtlich in Altenheimen gewirkt,
ich bin zu folgender Erkenntnis gekommen, Alte sind die
Dukatenesel der Nation, ich werde nie in ein Altenheim gehen,
dort zählt nur das Geld, in anderen Bereichen des Lebens ebenso.
Das ist der einzige Wert den wir haben, ich weiß, das klingt
fürchterlich, aber es ist die Realität. Da es keine Altenkultur
bei uns gibt, wird sich leider auch nichts ändern.
  • 23.11.2016, 18:34 Uhr
  • 6
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Der Verfasser hat dieses Buch schon vor längerer Zeit verfasst. Unser Denken muss sich unabhängig vom Beruf- und Alter innovativer zeigen. O. ist selbst ein privilegierter Alter und merkt das Grundproblem nicht? Er selbst verdrängt es.
  • 23.11.2016, 18:31 Uhr
  • 1
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der unruhestand wurde von einem anderen minster erfunden!!!!!
  • 23.11.2016, 17:48 Uhr
  • 0
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Genauso wie viele Leute geschrieben haben, ist sie die Situation. Die Politik hat die Rentenkassen genutzt, um irgendwelche Löcher zu stopfen. Dafür braucht man nicht nachdenken. Die andere Seite der Medaille ist durch diesen Verschiebebahnhof in der Gesellschaft das heißt von unten nach oben wird das Überleben für ältere Menschen, immer schwieriger. Alleine bestimmte Medikamente werden nicht mehr bezahlt. Ein Herzmedikament was meine Frau über Jahre bekommen hat, wird heute nicht mehr bezahlt. Was sind 80 € in drei Monaten und so Stücke sich dieses gesamte System im Meer zusammen wie die Brillen muss man selber bezahlen Batterien für die Hörgeräte selber bezahlen Stützstrümpfe für die Beine selber bezahlen und so weiter aber das wahre Ausmaß dieser Betrügereien, wird noch kommen. Denn wie viele Millionen Menschen, aus der ehemaligen DDR, haben zwar in die Rente eingezahlt entsprechend ihres Einkommens, aber haben in den letzten 25 Jahren, keinerlei Mittel zur Verfügung gehabt. Durch die Vereinigung, sind ja so gut wie alle Arbeitsplätze verloren gegangen. Also das wahre Ausmaß wird noch kommen und ich glaube dieses Geschrei nach Rente mit 67 oder sogar bis 70 ist nichts weiter als ablenken von den eigenen Fehlern. Die Politik hat die Gesellschaft kaputt gemacht die Menschen gegeneinander aufgehetzt hat Hartz IV geschaffen und Armut per Gesetz. Deshalb sind das für mich samt und sonders Verbrecher außer den linken natürlich
  • 23.11.2016, 17:28 Uhr
  • 8
  • 23.11.2016, 17:45 Uhr
  • 0
Das ist mal eine richtige Aussage !!!!
  • 23.11.2016, 17:58 Uhr
  • 1
Aber eine Sache ist was mir die Zeit und das Leben in der DDR gebracht hat wenn auch die Lebensumstände dort sehr häufig grausam und brutal waren aber ich selber entscheiden wie ich mich fühle und wenn mich diese Gesellschaft nicht mag weil ich älter bin mag ich diese Gesellschaft erst recht nicht eine Gesellschaft in der Armut per Gesetz möglich ist taugt nichts und hat ihre Daseinsberechtigung verspielt aber letztendlich entscheide ich selbst was ich wann zu welcher Zeit fühle und ich lasse mir nicht von diesen Kapitalismus Dreck ja irgendetwas vorschreiben sondern solange ich ein normales Leben leben kann ist für mich eine gute Geschichte ich finde das einzige was die hier geschafft haben ist einigermaßen vernünftige Autos zu bauen
  • 23.11.2016, 22:52 Uhr
  • 1
Klingt vielleicht komisch wenn ich so etwas schreibe, mir erscheint es, als ob wir hier in Deutschland, wieder irgendwie unter die Raubritter gekommen wären. Also was ist passiert wir haben Hartz4 Hartz IV bedeutet, Armut auf Befehl. Heißt das viele Millionen Menschen hungern dass Kinder hungern das alte Menschen hungern und so weiter. Zur gleichen Zeit wird permanent an irgendwelchen kleinen Schrauben gedreht, die das Leben schwieriger machen. Ich nehme mal ein Beispiel ich arbeite ja nebenbei beim Film, und da sind sehr sehr viele ältere Menschen die eben in Rente sind, oder sonst irgendwie so wenig Geld verdienen dass sie, auf diese Weise, sich etwas dazu verdienen. Und nun hat sich im letzten Jahr, eine Situation ergeben, dass alle miteinander, die in irgendeiner Weise irgend einen zusätzlichen Bezug haben, lohnsteuerklasse 6 haben. Das heißt ein Rentner der sich auf diese Weise ein kleines Geld dazu verdienen, halt eben den höchstmöglichen Betrag an Lohnsteuer. Nun heißt es allgemein das bekommt man durch die Steuererklärung wieder raus. Aber das stimmt nicht! Und so ist wieder eine Möglichkeit für Geringverdiener oder für arme Menschen sich etwas dazuverdienen geschlossen worden ebenso Wagenplätze alle Wagenplätze in Deutschland zahlen jetzt pro Monat 15 € mehr seit vorigem Jahr. Viele Menschen leben gerade auf wagenplätzen, weil eine andere Möglichkeit zum Überleben nicht möglich ist. Letzte Woche brachte ich einen Nachbarn nach Hause der so volltrunken war dass er nicht mehr laufen konnte. Dieser Mann hat nur einen Arm und ist also demnach vollständig arbeitsunfähig. Bekommt aber auch keine Möglichkeit irgendwo sich in irgendeiner Weise zu beteiligen. Also trinkt er oder umgekehrt die Gemeinschaft Zeit für ihn mit. Auf meinem Platz Leben 85 Menschen, das heißt 85 x 15 €. Das aufs Jahr gerechnet, und das auf 100000 gerechnet, also von den absolut Ärmsten der Armen wird das Geld genommen. Ebenso die Filmgeschichte lohnsteuerklasse 6 bedeutet nämlich das von 100 € nur 60 übrig bleiben oder von 60 € 44 € übrig bleiben. Bedeutet wir müssen ja auch Solidarität zahlen. Also wieder ist ein Verschiebebahnhof von unten nach oben geschaffen worden. Unter Umständen, zahle ich jetzt dafür dass Deutschland 800.000 oder über eine Millionen Menschen aufgenommen hat. Und jetzt ist der nächste Posten die Maut. Wieder eine Möglichkeit einfache Leute zu schröpfen
  • 03.12.2016, 20:11 Uhr
  • 0
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Kommt immer drauf an, WANN sich jeder zu “den Alten“ zählt. Ich kenne Leute, die sind noch nicht mal 60 und sagen von sich selbst, sie wären alt. “Alt“ ist man m. E. so ab 85 ......
  • 23.11.2016, 16:40 Uhr
  • 1
Gerda, es gibt junge Menschen, da sagen wir Nordlichter, die sind alt geboren...... grins
  • 23.11.2016, 16:42 Uhr
  • 3
  • 23.11.2016, 16:42 Uhr
  • 1
Die meisten sind mit 85 tot.
  • 23.11.2016, 16:57 Uhr
  • 0
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