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Kredit/Scheckkarten mit NFC-Technologie

Kredit/Scheckkarten mit NFC-Technologie

24.11.2017, 14:26 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Banken führen jetzt flächendeckend NFC-Karten ein. So haben etwa die Volksbanken und Raiffeisenbanken in diesem Jahr damit begonnen, ihre insgesamt 26 Millionen Karten auf die Kontaktlosfunktion umzustellen. Mastercard und Visa sind ebenfalls am Start. Sparkassen und Genossenschaftsbanken rüsten bereits seit Jahren ihre Geldkarten nach.
Der Handel stellt seine Bezahlterminals ebenfalls nach und nach um. Aldi Nord, Edeka, Galeria Kaufhof, Netto und Rewe haben ihre Kassensysteme seit letztem Jahr mit NFC aufgerüstet. Der neue, seit 2011 ausgegebene Personalausweis kann ebenfalls NFC. Theoretisch könnte er als Geldkarte genutzt werden, doch es gibt noch keine entsprechende Anwendung.

NFC

NFC steht für „Near Field Communication“ (Nahfeld-Kommunikation) und bezeichnet eine Funktechnologie, bei der Daten über kurze Strecken kontaktlos übertragen werden. NFC ermöglicht den Datenaustausch in zwei Richtungen: Das Lesegerät kann Daten auslesen und zurück an die Karte übermitteln. Basis von NFC ist die als „Radio Frequency Identification“ (RFID) bekannte Technik, bei der Daten allerdings nur empfangen werden können. Neben dem bargeldlosen Bezahlen bei neuen Bankkarten oder mit dem Smartphone kommt die NFC-Technik zum Beispiel bei elektronischen Fahrscheinen zum Einsatz.
Wird der Bezahlvorgang mit Hilfe einer NFC-Bankkarte abgewickelt, fallen dabei nicht mehr Daten an als beim herkömmlichen Einsatz der Bankkarte. Die Karte muss nicht um einen bestimmten Betrag aufgeladen werden, sondern der Betrag wird vom Konto abgebucht. Der einzige Unterschied besteht in der kontaktlosen Auslesemöglichkeit: Ausgelesen werden kann die Karte in einem Abstand von bis zu 5 cm zum Lesegerät, womit ein versehentliches Zahlen ausgeschlossen werden soll.Mit der CVC-Prüfziffer kann der Händler betrügerische Zahlungen ausschließen. Sie wird aber selten abgefragt.

Bei einem Bezahlvorgang bis zu 25 Euro fällt jegliche Eingabe einer PIN weg. Der Kartenherausgeber haftet hierbei für die Zahlungen wie bei einer Kreditkarte. Das heißt, dass Kunden ihre Kontoauszüge regelmäßig kontrollieren müssen. Denn es ist nicht ausgeschlossen, das Kriminelle diese Technik ausnutzen und mit Lesegeräten, die für deutlich unter 100€ zu erwerben sind, auf Tuchfühlung mit Bürgern gehen und so einen Bezahlvorgang unter 25€ auslösen.

* Sofern Sie den Funkchip Ihrer Karte nicht zum kontaktlosen Bezahlen nutzen und benötigen, bitten Sie Ihre Bank, Ihnen eine Karte ohne den entsprechenden Chip auszustellen.

* Nutzen Sie eine spezielle Schutzhülle, in der Sie Ihre Karte bewahren. Sie verhindert, dass Funkwellen nach außen dringen. Die Hüllen gibt es in Onlineshops und im Elektrofachhandel. Auch Aluminiumfolie hilft, ist aber natürlich unpraktisch. Nachteil beim manuellen Abschirmen: Das kontaktlose Bezahlen geht dann auch nicht mehr.

* Alternativ können Sie spezielle Karten-Boxen oder –Börsen benutzen. Sie schirmen die Funkwellen ab, geben die Karten zum kontaktlosen Bezahlen aber schnell per Knopfdruck heraus.

* Stecken Sie Ihre Kredit- und/oder Girokarte mit Funkchip in der Geldbörse auf jeden Fall immer zwischen andere Karten, so dass die Funkwellen möglichst abgeschirmt werden.

* Sorgen Sie dafür, dass niemand leichten Zugang zu Ihrer Karte hat. Sofern Sie sie aus dem Geldbeutel nehmen, halten Sie Teile der Kartennummer möglichst vor Blicken anderer geschützt.

* Wie herauskam, ist es über Amazon und Amazon Pay möglich, alleine über Kartennummer und Ablaufdatum der Karte Bestellungen aufzugeben. Mit diesen Informationen könnten Unbefugte auf Ihre Kosten einkaufen. Ein Name oder die Prüfziffer werden offensichtlich nicht zur Verifizierung benötigt oder überprüft.

* Weitere Falle: Beträge unter 25 Euro bedürfen beim kontaktlosen Bezahlen keiner weiteren Verifikation. Wie schon erwähnt:mit entsprechender Technik kann es Unbefugten gelingen, jeweils einen Betrag von 24,99 Euro abzubuchen, sobald sie mit einem Lesegerät nahe genug in die Nähe einer funkenden Karte kommen (Hosentasche, Rucksack, etc.).


Auch können die Karten wie gehabt gesperrt werden. Einige Banken verlangen eine PIN, wenn Zahlungen unter 25 Euro zu schnell aufeinander folgen.

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