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Geld zurück für Erkältung, Grippe und Fahrtkosten zum Arzt? So geht's!

Geld zurück für Erkältung, Grippe und Fahrtkosten zum Arzt? So geht's!

News Team
27.02.2018, 12:39 Uhr
Beitrag von News Team

Die Grippe hat Deutschland voll im Griff. Schon jetzt ist die ansteckende Krankheit stärker als 2016 und 2017. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Dem Robert-Koch-Institut zufolge wird noch einige Wochen gehustet und geschnupft werden. Doch die Mittel zur Linderung in der Apotheke sind teuer. Übers Jahr kommen da schnell mal größere Summen zusammen. Inwieweit können die Ausgaben für alternative, pflanzliche oder homöopathische Medikamente von der Steuer abgesetzt werden?

Wie die Lohnsteuerhilfe Bayern in München mitteilt, können Heilmittel bei der Einkommensteuererklärung als außergewöhnliche Belastungen abgesetzt werden. Ob die Ausgaben aber tatsächlich vom Finanzamt anerkannt würden, hänge von zwei Kriterien ab. "Zum einen muss die individuelle Belastungsgrenze erreicht sein, zum andern müssen die Medikamente von einem Arzt oder Heilpraktiker mit einem Rezept verordnet worden sein", heißt es. Denn gemäß § 64 Abs. 1 Nr. 1 Einkommensteuerdurchführungsverordnung (EStDV) dürfen nur Aufwendungen, für die eine ärztliche Verordnung vorliegt, anerkannt werden. Das gelte auch für nicht verschreibungspflichtige Medikamente.

"Die individuelle Belastungsgrenze hängt vom Einkommen, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder ab."


Diese liegt, je nach Stufe, zwischen einem und sieben Prozent vom zu versteuernden Einkommen, so der Lohnsteuerhilfe-Verein. "Aber auch Studenten oder Rentner, die eine Einkommensteuererklärung erstellen, können außergewöhnliche Belastungen geltend machen." Der Grundsatz lautet:

"Je niedriger das zu versteuernde Einkommen, desto eher wirken sich die Ausgaben für Erkältungsmittel, Medikamente oder Heilmittel steuerlich aus."


Brille, Fahrtkosten, Zuzahlungen

Wird im selben Jahr beispielsweise noch eine teure Sehhilfe angeschafft, dann wird die Belastungsgrenze oft geknackt. Auch Fahrtkosten zum Arzt, Arztgebühren, die von der Kasse nicht übernommen werden, oder Zuzahlungen für Medikamente können bei den außergewöhnlichen Belastungen angesetzt werden.

VIDEO: Der Zaubertrank gegen Grippe

Die Lohnsteuer-Hilfe verrät: "Auch manche Krankenkassen erstatten nicht rezeptpflichtige Medikamente bis zu einer gewissen Höhe, allerdings auch nur, wenn eine Verschreibung vorliegt." Dies sei oftmals nicht bekannt und wird somit auch nicht genutzt.

"Einfach mal bei der eigenen Krankenkasse nachfragen und sich die Kosten noch schneller zurückerstatten lassen."

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